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Sicherheit·vor 3 Std.

Explosion reißt Fitnessstudio unter Amsterdamer Wohnhaus auf, sieben Verletzte und 400 Evakuierte

Eine Explosion in einem Fitnessstudio unter einem Wohnhaus in der Amsterdamer Osdorper Ban hat in der Nacht zum Freitag sieben Menschen verletzt, einer davon schwer, und die Evakuierung von rund 400 Bewohnern ausgelöst, nachdem ein Großbrand das Gebäude erfasste.

Explosion und Brand in der Osdorper Ban

Gegen 0:15 Uhr in der Nacht zum Freitag ereignete sich eine Explosion im Nebengebäude eines Wohnhauses an der Osdorper Ban im Amsterdamer Stadtteil Nieuw-West. Die Druckwelle zerstörte große Teile der Fassade, riss ein klaffendes Loch in die Seitenwand und ließ einen Teil des darin befindlichen Fitnessstudios einstürzen. Die Detonation war in weiten Teilen der Stadt zu hören. Es folgte ein Großbrand, der auf den darüber liegenden Wohnblock übergriff. Die Einsatzkräfte stuften den Vorfall auf „Großbrand“ hoch und setzten spezialisierte Stadtrettungsteams (USAR) mit Spürhunden sowie Sprengstoffexperten des Explosieven Opruimingsdienst Defensie (EOD) ein. Der Brand war gegen 5:00 Uhr gelöscht, doch die Suche nach möglichen Opfern wird auf Grund der unbekannten Ursache der Explosion behutsam fortgesetzt.

Schlüsselereignisse der Explosion in der Osdorper Ban
  1. Explosion erschüttert Fitnessstudio unter Wohnhaus; erster Notruf geht ein
  2. Einsatzkräfte stufen Lage auf 'Großbrand' hoch
  3. USAR und spezialisierte technische Rettungsteams werden entsandt
  4. Evakuierung des Wohnhauses beginnt; GVB-Busse werden mobilisiert
  5. Brand gelöscht; Suche nach möglichen Opfern dauert an

Verletzte und andauernde Suche

Sieben Menschen wurden verletzt, einer davon schwer. Frühere Meldungen hatten von vier ins Krankenhaus eingelieferten Personen gesprochen, im Laufe der Nacht stieg die Zahl jedoch an. Es bleibt unklar, ob sich zum Zeitpunkt der Explosion Personen im Fitnessstudio befanden. Die Teams der Urban Search and Rescue (USAR) durchkämmen mit Spürhunden systematisch das teilweise eingestürzte Gebäude – ein Vorgang, der voraussichtlich lange dauern wird. Ein spezialisierter technischer Rettungszug der Feuerwehr ist ebenfalls vor Ort, um die Einsturzgefahr zu beurteilen.

Es ist noch immer unklar, ob sich zum Zeitpunkt der Explosion Menschen im Gebäude befanden.

Evakuierung und Unterbringung

Rund 400 Bewohner wurden aus dem Wohnhaus evakuiert. Etwa 100 von ihnen wurden mit Bussen der GVB zu einem städtischen Anlaufpunkt am Osdorpplein gebracht, wo sie psychosoziale Betreuung erhalten. Der Bereich um das Gebäude wurde mit Zäunen abgesperrt, um den Rettungskräften Platz für ihre Arbeit zu geben. Dichter Rauch veranlasste die Behörden, Anwohner aufzufordern, Fenster und Türen geschlossen zu halten und Lüftungen abzuschalten; Messungen in der Umgebung ergaben jedoch keine erhöhten Schadstoffwerte. Drei geparkte Autos wurden durch herumfliegende Trümmer beschädigt.

Ermittlungen laufen

Die Ursache der Explosion ist noch nicht bekannt. Der EOD hat sich zu möglichen Erklärungen nicht geäußert und betont, Spekulationen seien zu vermeiden. Die Gaszufuhr zum Gebäude wurde unterbrochen, um der Feuerwehr sicheres Arbeiten zu ermöglichen, aber alle Szenarien werden in Betracht gezogen. Die Ermittlungen laufen parallel zur Suche nach Verletzten oder Toten und erfordern eine gründliche und systematische Vorgehensweise.

Amsterdam

7 Quellen

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