
Drei Polizisten bei Explosion in Leontica verletzt; Tatverdächtiger des Tötungsdelikts von Faido tot in Trümmern gefunden
Ein Polizeieinsatz in Leontica endete am Freitag tödlich, als eine Hausexplosion drei Beamte verletzte und den 59-jährigen Mann tötete, der einen Tag zuvor wegen des Todesschusses auf seine Ex-Frau in Faido gesucht wurde.
Femizid in der Klinik von Faido
Die Ereignisse begannen am Donnerstagabend, dem 9. Juli, als Passanten oder Mitarbeiter der Rehabilitationsklinik von Faido eine 56-jährige Schweizerin mit einer Schusswunde am Kopf auf dem Gelände liegend fanden. Ein Rega-Helikopter und Rettungswagen brachten sie ins Krankenhaus, doch die Ärzte konnten sie nicht retten; sie starb kurz nach der Ankunft. Das Opfer, eine Bewohnerin des Blenio-Tals, wurde in der Einrichtung behandelt. Die Kantonspolizei leitete sofort ein Mordermittlungsverfahren ein und identifizierte bald ihren 59-jährigen Ex-Mann als Hauptverdächtigen. Eine Fahndung konzentrierte sich auf das Blenio-Tal, wo auch der Mann lebte.
Explosion in Leontica während des Polizeieinsatzes
Am Freitag gegen 19 Uhr ging im Notrufzentrum ein Anruf ein, der Schüsse aus einem Haus in Leontica meldete, einem Dorf etwa 30 Kilometer nördlich von Bellinzona. Beamte der Tessiner Kantonspolizei wurden zu der Adresse geschickt, die laut lokalen Medien einem Verwandten des Flüchtigen gehörte und unbewohnt sowie zum Verkauf ausgeschrieben war. Als sie sich dem Gebäude näherten, erschütterte eine Explosion das Innere und verletzte drei Polizisten. Polizeisprecher Roland Lucini bestätigte, dass insgesamt fünf Beamte von der Detonation betroffen waren, aber nur drei leichte Verletzungen erlitten.
Wir waren im Dorfzentrum von Leontica. Als wir uns gegen 19:30 Uhr dem Gebäude näherten, ereignete sich eine heftige Explosion. Drei von ihnen erlitten leichte Verletzungen. Wir hatten Glück, es geht ihnen gut.
Die Explosion entfachte ein Feuer, das das Gebäude schnell erfasste. Feuerwehrleute aus Acquarossa und Biasca bekämpften zusammen mit mehreren Rettungsdiensten und einem Rega-Helikopter die Flammen. Die Flammen griffen auch auf Nachbargebäude über, doch das Feuer wurde eingedämmt und gegen 21 Uhr als unter Kontrolle gemeldet. Vier Bewohner benachbarter Häuser wurden vorsorglich evakuiert, und die Behörden sperrten die Zufahrtsstraße ab. Die Polizei forderte die Dorfbewohner auf, in ihren Häusern zu bleiben.
Suche und Identifizierung des Tatverdächtigen
Die ganze Nacht durchkämmten Ermittler die Trümmer. Sie fanden explosives Material und menschliche Überreste. Am Samstag bestätigten die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei, dass die Überreste dem 59-jährigen Ex-Mann gehörten, der wegen des Tötungsdelikts von Faido gesucht wurde. Der Name des Mannes wurde nicht bekannt gegeben. Während die genauen Umstände noch untersucht werden, lautet die Arbeitshypothese, dass der Tatverdächtige den Sprengsatz zündete, als die Beamten sich näherten. Es wurden keine weiteren Sprengkörper gemeldet. Die Tessiner Staatsanwaltschaft erklärte, die Ermittlungen würden fortgesetzt, um den Ablauf und eine mögliche Beteiligung Dritter zu klären, obwohl der Zusammenhang zwischen den beiden Vorfällen nun als gesichert gilt.
- 56-jährige Frau mit Schusswunde in der Rehabilitationsklinik von Faido aufgefunden; stirbt später im Krankenhaus.
- Notruf meldet Schüsse aus einem Haus in Leontica.
- Polizei trifft ein; Explosion im Gebäude verletzt drei Beamte und löst Feuer aus.
- Feuer nach Ausbreitung auf angrenzende Gebäude unter Kontrolle gebracht.
- Menschliche Überreste in den Trümmern als der 59-jährige Ex-Mann und Tatverdächtige identifiziert.


