
Europäische Minister lehnen Foto mit russischem Amtskollegen bei G20-Treffen in North Carolina ab
Europäische Delegierte beim G20-Finanztreffen in Asheville erzwangen den Ausschluss des russischen Finanzministers Anton Siluanov vom offiziellen Gruppenfoto, um gegen seine erste persönliche Teilnahme seit 2022 zu protestieren.
Diplomatische Konfrontation in Asheville
Die Finanzminister der Gruppe der 20 Nationen versammelten sich zu einem zweitägigen Treffen in Asheville, North Carolina, unter dem Vorsitz der Vereinigten Staaten. Die Anwesenheit des russischen Finanzministers Anton Siluanov, der zum ersten Mal seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022 an einer persönlichen G20-Sitzung teilnahm, löste sofortigen Widerstand der europäischen Delegationen aus. Die europäischen Minister weigerten sich, neben Siluanov für das traditionelle Gruppenporträt zu posieren. Nach den europäischen Einwänden fand das offizielle Familienfoto ohne den russischen Minister oder seine Delegation statt.
Das gemeinsame Handeln der Europäer, und dafür bin ich sehr dankbar, führte letztlich dazu, dass dieses Familienfoto ohne den russischen Finanzminister, ohne die russische Delegation stattfand.
Europäischer Widerstand gegen Normalisierung
Der deutsche Finanzminister Lars Klingbeil bezeichnete die Entscheidung der USA, Siluanov einzuladen, als irritierend und erklärte, der russische Gesandte hätte nicht wie ein gewöhnlicher Gast empfangen werden dürfen. Während der nichtöffentlichen Arbeitssitzungen wandte sich Klingbeil direkt an Siluanov und forderte die russische Regierung auf, ihren Krieg in der Ukraine zu beenden, und bestätigte, dass Deutschland seine militärische und finanzielle Unterstützung für Kiew fortsetzen werde. Weitere europäische Amtsträger schlossen sich der Konfrontation mit dem russischen Vertreter an, darunter der britische Finanzminister John Healey und die Präsidentin der Europäischen Zentralbank Christine Lagarde, die beide direkte Stellungnahmen an Siluanov richteten. Klingbeil wies jede Vorstellung zurück, dass das Treffen eine Normalisierung oder Entspannung der Beziehungen darstelle, und stellte fest, dass Russland die alleinige Verantwortung für die Beendigung des Konflikts trage.
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Bilaterale Kontakte und politische Agenda
Das Weiße Haus verteidigte die Einladung an Russland zu den Ministergesprächen in Asheville. Der Sprecher des Weißen Hauses, Kush Desai, erklärte, die Regierung arbeite mit Moskau an einer Vereinbarung zur Beendigung der Kämpfe in der Ukraine.
Der Präsident und die Regierung werden nie davor zurückschrecken, mit den Menschen zu sprechen, mit denen wir sprechen müssen, um dies voranzubringen.
US-Finanzminister Scott Bessent traf sich am Rande des Treffens separat mit Siluanov. Während des bilateralen Gesprächs bewarb Bessent einen von Präsident Donald Trump unterstützten 28-Punkte-Friedensplan, ein Rahmenwerk, das zuvor von der Ukraine und europäischen Regierungen scharf kritisiert worden war, weil es Moskaus Forderungen widerspiegele. In seiner formellen Eröffnungsrede vor den G20-Ministern erklärte Bessent, das Treffen ziele darauf ab, Wirtschaftswachstum und Wohlstand zu fördern und das Forum zu seinem ursprünglichen Auftrag zurückzuführen. Er rief die Delegierten auf, sich mit den Schuldenlasten der Entwicklungsländer zu befassen, internationale finanzielle Ungleichgewichte zu lösen und Washington bei der wirtschaftlichen Isolierung des Iran zu unterstützen.
Medienbeschränkungen und künftiger Gipfel
Das Ministertreffen war auch von Streitigkeiten über den Pressezugang geprägt, da die US-Gastgeber zunächst Reporter von Bloomberg und der New York Times von der Berichterstattung über das Ereignis ausschlossen. Nachdem deutsche Beamte auf hoher diplomatischer Ebene interveniert hatten, erhielt ein in Berlin ansässiger Korrespondent der New York Times die Akkreditierung, während Bloomberg weiterhin vom Veranstaltungsort ausgeschlossen blieb. Auch Delegationen und Social-Media-Teams wurde es untersagt, das Ministergruppenporträt zu fotografieren, wobei die Bildrechte ausschließlich der US-Präsidentschaft vorbehalten blieben. Bei den europäischen Partnern bestehen weiterhin Bedenken hinsichtlich Trumps Vorgehen gegenüber Moskau, einschließlich der möglichen Einladung des russischen Präsidenten Wladimir Putin zum G20-Gipfel der Staats- und Regierungschefs, der für Mitte Dezember 2026 in einem Trump-Golfclub in Miami, Florida, geplant ist.
Ich halte es für inakzeptabel, dass Journalisten oder ganze Redaktionen ausgeschlossen werden. Das habe ich auch deutlich gemacht.


