Das Zentrum eröffnet am 23. Oktober 2026 am Nachmittag in der ehemaligen Escola Cantina Salazar in Vimieiro, Santa Comba Dão, wie der Zeitplan von RTP und des Gemeinderats nahelegt.
PÚBLICO zählt mehr als 30 Jahre Kontroverse, Expresso mehr als zwei Jahrzehnte; frühere Proteste wurden von Parteien, antifaschistischen Gruppen und Petitionen mit Tausenden Unterzeichnern getragen.
Das Haus, in dem Salazar am 28. April 1889 geboren wurde, liegt keine 100 Meter von der Schule entfernt und bleibt laut PÚBLICO geschlossen.
Das Interpretationszentrum „Estado Novo: Regime und Widerstand“ eröffnet am 23. Oktober 2026 am Nachmittag in der ehemaligen Escola Cantina Salazar in Vimieiro, einem Dorf in der Gemeinde Santa Comba Dão. Die Schule wurde in den 1940er-Jahren während des Estado-Novo-Regimes errichtet und trägt noch immer Salazars Namen, in Granit an der Außenfassade eingelassen. Sie steht keine 100 Meter von dem Haus entfernt, in dem António de Oliveira Salazar am 28. April 1889 geboren wurde, an der Nationalstraße EN 2. Dieses Haus bleibt geschlossen, weil es laut PÚBLICO weiterhin als zu belastet gilt, um wieder geöffnet zu werden. Vimieiro hat etwa 800 Einwohner, und Salazar liegt seit 1970 auf seinem Friedhof begraben.
Die Presse bemisst die Kontroverse unterschiedlich: PÚBLICO zählt mehr als 30 Jahre Polemik, Expresso datiert die Debatte auf mehr als zwei Jahrzehnte zurück. Frühere Proteste brachten politische Parteien, antifaschistische Organisationen, ehemalige politische Gefangene der Diktatur und von Tausenden Bürgerinnen und Bürgern unterzeichnete Petitionen zusammen. PÚBLICO zufolge ist die Mobilisierung gegen das aktuelle Projekt deutlich kleiner als jene früheren Wellen. Die Portugiesische Kommunistische Partei (PCP) erklärte, die neue Einrichtung verleihe dem „größten Exponenten des faschistischen Regimes“ – gemeint ist Salazar – „größere Zentralität“. RTP berichtet, mehrere Bürgermeister hätten die Idee bereits verfolgt, bevor der heutige Gemeinderat sie aufgriff.
Inês Matos, Bürgermeisterin von Santa Comba Dão, wurde bei den letzten Kommunalwahlen für die Koalition aus PSD und IL gewählt. Gegenüber Lusa sagte sie, der politische Wille habe über die Lärmkulisse um das Projekt siegen müssen, die den Rat nach ihren Worten zu einer Reflexion vor dem Handeln veranlasst habe. Die Arbeiten wurden von Gemeindemitarbeitern in Eigenregie ausgeführt – ein Verfahren, das laut RTP einen sehr großen Einsatz der Beschäftigten erforderte. Die wissenschaftliche Koordination liegt bei der Vereinigung Efémora, die Pacheco Pereira gegründet hat. Die zentrale Botschaft des Gemeinderats formulierte die Bürgermeisterin unmissverständlich:
„Wir wollen keinen Ort der Verehrung.“
Zugleich wies sie beide Extreme zurück: Das Zentrum werde weder ein Museum für Salazar noch ein Ort, der ihn verunglimpft:
„Wir wollen kein Museum für Salazar, aber auch keinen Ort, der schlecht über die Hauptfigur spricht.“
Luís Nunes, Vizevorsitzender des Gemeinderats, sagte Observador, das Zentrum sei der Auseinandersetzung und nicht der Huldigung gewidmet. Die Eröffnungsausstellung behandelt Zensur in Musik, Literatur und anderen Bereichen des Regimes und zeigt ein zensiertes Werk neben dem Dokument des Zensors, das die Begründung für die Streichung festhält. Ein im Zeitstil eingerichtetes Klassenzimmer enthält ein Foto Salazars und des Staatspräsidenten sowie ein Kruzifix, wie es damals üblich war. Der übrige Raum nutzt Materialien aus dem Archiv von Efémora. Das Programm umfasst regelmäßige Themenausstellungen, Debatten, Gesprächsrunden und Konferenzen, eine thematische Bibliothek mit Lesebereich sowie einen ständigen Saal mit Werken des autodidaktischen Künstlers David Oliveira.
Expresso fand das Dorf Vimieiro bei seinem Besuch menschenleer vor, mit frischen Blumen auf Salazars Grab und einem vorbeifahrenden Streifenwagen der GNR am Zentrum. Die Zeitung berichtet, das Dorf erwarte Besucher, während Kritiker Pilgerfahrten zu dem Ort befürchten. Das Zentrum öffnet in der ehemaligen Schule, das wenige Meter entfernte Geburtshaus bleibt zu.
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Pollar unterstützenRegierung · Santa Comba Dão
Das Zentrum „Estado Novo: Regime und Widerstand“ übernimmt eine ehemalige Schule in Vimieiro, keine 100 Meter von Salazars Geburtshaus entfernt – das Geburtshaus selbst bleibt geschlossen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von PÚBLICO, Observador, Jornal Expresso und weiteren Medien. Veröffentlicht .