
Nagelsmann zu zwei defensiven Wechseln gegen Ecuador gezwungen, Undav bleibt Joker
Deutschlands Trainer Julian Nagelsmann wird für das letzte WM-Gruppenspiel gegen Ecuador nur zwei Änderungen in der Startelf vornehmen, beide verletzungsbedingt, Stürmer Deniz Undav bereitet sich erneut auf eine Einwechselrolle vor.
Erzwungene Defensivwechsel
Deutschlands Bundestrainer Julian Nagelsmann wird seine Startelf für das letzte WM-Gruppenspiel gegen Ecuador am Donnerstag (22:00 Uhr MESZ) in East Rutherford nur dort verändern, wo es nötig ist. Dem bereits qualifizierten Gruppensieger fehlen zwei Verteidiger: Innenverteidiger Nico Schlotterbeck fällt mit einem Bänderriss im linken Sprunggelenk, den er sich gegen die Elfenbeinküste zugezogen hatte, für das Turnier aus, und Linksverteidiger Nathaniel Brown verpasste das Abschlusstraining am Mittwoch wegen leichter Adduktorenprobleme. Antonio Rüdiger ersetzt Schlotterbeck in der Innenverteidigung, David Raum kommt für Brown ins Team. Nagelsmann bestätigte die Herangehensweise: „Wir werden die Wechsel vornehmen, die wir müssen.“ Er lobte Rüdigers Professionalität: „Es ist schön, dass Tonis vorbildliches Verhalten, als er nicht gespielt hat, jetzt belohnt wird. Toni ist auf einem topathletischen Niveau.“
Undav bleibt in der Reserve
Obwohl Stürmer Deniz Undav in Deutschlands Auftaktsiegen gegen Curaçao (7:1) und die Elfenbeinküste (2:1) als Einwechselspieler drei Tore erzielte und zwei Vorlagen gab, wird er erneut auf der Bank sitzen. Nagelsmann musste sich Fragen nach einer Rotation seiner Mannschaft stellen, da das Achtelfinale nur vier Tage entfernt ist, doch er argumentiert, dass das Team Zusammenarbeit aufbauen müsse. „In den Wochen vor der WM war eines der entscheidenden Themen, dass wir als Team zusammenwachsen mussten“, sagte er. „Jetzt haben wir zwei Spiele absolviert und diskutieren, wie viel wir verändern. Wir bereiten uns auf die K.o.-Runde vor.“ Undav akzeptierte seine Rolle:
Wenn ich unglücklich wäre, wäre ich nicht hier.
Spielkontext und Ausblick
Deutschland hat Platz eins in der Gruppe G bereits sicher und trifft am Montag in Foxborough auf einen noch nicht ermittelten Gruppendritten im Achtelfinale. Sportdirektor Rudi Völler deutete an, dass Nagelsmann einige Spieler schonen, die Mannschaft aber im Rhythmus halten werde:
Mit 4800 erwarteten deutschen Fans ist der deutsche Block im Stadion mit 80.663 Plätzen ausverkauft. Die Begegnung weckt Erinnerungen an die WM 2006, als Deutschland ebenfalls nach zwei Auftaktsiegen im letzten Gruppenspiel auf Ecuador traf.Wir wollen in diesem Flow bleiben, damit wir dann im Achtelfinale selbstbewusst auftreten können.

