Gesundheit & Bildung · Bunia
Von der WHO unterstützte Tumaini-Studie beginnt mit Impfungen gegen Bundibugyo-Ebola in der DR Kongo
Die ersten Teilnehmenden erhielten am Freitag, 23. Oktober, in Bunia den Impfstoff Ervebo – im Rahmen einer Studie, die Kandidaten gegen Bundibugyo prüft, die Ebola-Art hinter dem Ausbruch. Für diese Art ist bislang kein Impfstoff zugelassen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Al Jazeera Online, ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL, Le Monde.fr und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
Kurz gefasst
Die ersten Teilnehmenden wurden am Freitag, 23. Oktober in Bunia mit Ervebo geimpft – in der von WHO und CEPI angekündigten Phase-2/3-Studie Tumaini.
Laut CEPI sollen der Adenoviren-Vektorimpfstoff ChAdOx1 aus Oxford und der mRNA-Impfstoff von Moderna in Kürze in die Studie aufgenommen werden, beide mit CEPI-Finanzierung.
Die DR Kongo hat seit der Erklärung ihres 17. Ausbruchs im Mai mehr als 9.700 Fälle und über 4.600 Todesfälle gemeldet; die WHO hat eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite ausgerufen.
- Mai 2026Die DR Kongo erklärt ihren 17. Ebola-Ausbruch, den schlimmsten, den das Land je erlebt hat
- 23.10.Erste Teilnehmerin bzw. erster Teilnehmer der Studie in Bunia geimpft
Erste Dosen in Bunia
Die Weltgesundheitsorganisation hat mitgeteilt, dass die erste klinische Studie eines Ebola-Impfstoffs im aktuellen Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo begonnen hat. In Bunia, der Hauptstadt der nordöstlichen Provinz Ituri und Epizentrum des Ausbruchs, wurden Teilnehmende mit dem Impfstoff Ervebo geimpft. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus meldete den Start am Freitag, 23. Oktober in einem Beitrag in den sozialen Medien. Die Coalition for Epidemic Preparedness Innovations (CEPI), die die Studie finanziert, bezeichnete sie als eine in Bunia gestartete Phase-2/3-Studie.
Die Studie trägt den Namen Tumaini, was auf Swahili Hoffnung bedeutet. Sie ist als einheitlicher Studienrahmen angelegt, der Sicherheit, Wirksamkeit und Immunantwort mehrerer Impfstoffe bewerten kann. Sie nutzt die Ringimpfung, bei der Menschen geimpft werden, die als besonders gefährdet gelten, sich bei bestätigten Patientinnen und Patienten anzustecken. Tedros erklärte auf X, die Studie werde zeigen, ob einer der Kandidatenimpfstoffe gegen Bundibugyo wirkt.
„Diese Studie wird uns helfen zu verstehen, ob einer der für das Bundibugyo-Virus entwickelten Impfstoffkandidaten wirkt.“
Die Kandidatenimpfstoffe
Ervebo ist für den Zaire-Stamm zugelassen, die häufigere Form von Ebola. Sein Schutz gegen die Bundibugyo-Art ist bislang nicht nachgewiesen, daher soll die Studie prüfen, ob er einen Kreuzschutz bietet. Nach den Berichten gibt es derzeit weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine zugelassene Behandlung gegen Bundibugyo.
Zwei spezifisch gegen Bundibugyo gerichtete Kandidaten sollen laut CEPI in Kürze in die Studie aufgenommen werden. Einer ist ein Adenoviren-Vektorimpfstoff vom Typ ChAdOx1, der an der Universität Oxford im Vereinigten Königreich entwickelt wurde und laut Digi24 gemeinsam mit dem Serum Institute of India entsteht. Der andere stammt vom US-Unternehmen Moderna und nutzt mRNA-Technologie. Beide befinden sich derzeit in früheren, kleineren klinischen Studien, und beide erhalten CEPI-Mittel.
Die Studie soll schwangere Frauen und Kinder ab 12 Jahren einschließen – Gruppen, die häufig von klinischen Studien ausgeschlossen werden. Damit sollen Belege für diese Bevölkerungsgruppen gewonnen werden.
Ausmaß des Ausbruchs und Reaktion
Die DR Kongo hatte im Mai ihren 17. Ebola-Ausbruch erklärt und bezeichnet ihn als den schlimmsten, den das Land je erlebt hat. Seitdem wurden mehr als 9.700 Fälle gemeldet, und die Zahl der Todesfälle liegt nach den jüngsten Angaben über 4.600. Eine frühere, am Freitag, 23. Oktober veröffentlichte Zählung nannte mehr als 4.500 Tote.
Die WHO reagierte mit der Ausrufung einer gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite, ihrer zweithöchsten Alarmstufe. Der Ausbruch ist inzwischen in vier Ländern im Osten, im Zentrum und im Westen Afrikas gemeldet worden – die bislang größte geografische Ausbreitung eines Ebola-Ausbruchs auf dem Kontinent.
- Gemeldete Fälle (mehr als)
- 9700 Personen
- Gemeldete Todesfälle (mehr als)
- 4600 Personen
Daten aus dem Artikeltext
Erklärungen zur Reaktion und offene Fragen
WHO-Notfallchef Chikwe Ihekweazu nannte den Start einen entscheidenden Schritt, um festzustellen, wie gut die Kandidatenimpfstoffe Menschen schützen. Auch Mohamed Janabi, WHO-Regionaldirektor für Afrika, begrüßte den Start am Freitag und sagte, die Studie werde entscheidende Erkenntnisse liefern und zugleich die Reaktion auf den aktuellen Ausbruch sowie die Vorbereitung auf künftige Ausbrüche stärken.
Steve Ahuka-Mundeke, Einsatzleiter in der Ebola-Bekämpfung, bezeichnete die Studie als wichtigen Schritt, um den dringenden Bedarf der betroffenen Gemeinschaften zu decken.
„Unsere Priorität ist es, die Ausbreitung des Virus zu stoppen und Leben zu retten.“
Die Berichte nennen kein Datum für erste Ergebnisse. Laut CEPI waren die beiden Bundibugyo-Kandidaten Stand Freitag, 23. Oktober noch nicht in die Studie aufgenommen; ihre Aufnahme wurde weiterhin in Kürze erwartet.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Al Jazeera OnlineWHO kündigt Beginn einer klinischen Ebola-Impfstoffstudie in der DR Kongo anWHO announces start of Ebola vaccine clinical trial in DR Congo · Original auf Englisch
- ABC TU DIARIO EN ESPAÑOLDie klinische Studie „Tumaini“ auf der Suche nach einem Ebola-Impfstoff beginnt in BuniaEl ensayo clínico 'Tumaini' en busca de una vacuna contra el ébola, se pone en marcha en Bunia · Original auf Spanisch
- Le Monde.frEbola-Impfstoffstudie beginnt in der DR KongoEbola vaccine trial begins in DR Congo · Original auf Englisch
- La Libre.beEbola in der DRK: erster Impfstoff wird angesichts einer tödlichen Epidemie am Menschen getestetEbola en RDC : un premier vaccin testé sur l'humain face à une épidémie meurtrière · Original auf Französisch
- Tedros Adhanom Ghebreyesus
- Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation, der den Start der Studie bekannt gab
- Chikwe Ihekweazu
- Notfallchef der WHO
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