Ersparnisse der Polen: 14 Prozent haben keine, 26 Prozent würden nach Einkommensverlust höchstens drei Monate auskommen
Vierzehn Prozent der erwachsenen Polen haben keine finanziellen Rücklagen, und weitere 26 Prozent könnten sich nach Verlust ihrer Haupteinnahmequelle höchstens drei Monate über Wasser halten, so eine Umfrage der Santander Consumer Bank.
Die Ersparnislücke
Die jüngste Umfrage der Santander Consumer Bank legt die Fragilität der Haushaltsfinanzen in Polen offen. 26 Prozent der Befragten haben Ersparnisse, die die Lebenshaltungskosten für ein bis drei Monate nach Verlust des regelmäßigen Einkommens decken würden. Weitere 7 Prozent haben gerade genug, um weniger als 30 Tage auszukommen, während 14 Prozent überhaupt keine Ersparnisse haben. Das bedeutet, dass 47 Prozent der erwachsenen Bevölkerung innerhalb eines Vierteljahres in ernste Schwierigkeiten geraten würden.
Am anderen Ende des Spektrums haben 18 Prozent einen Puffer von drei bis sechs Monaten, 13 Prozent können die Mittel über sechs bis zwölf Monate strecken, und weitere 13 Prozent geben an, allein von den Rücklagen mehr als ein Jahr leben zu können.
- Keine Ersparnisse
- 14 %
- Weniger als 30 Tage
- 7 %
- 1–3 Monate
- 26 %
- 3–6 Monate
- 18 %
- 6–12 Monate
- 13 %
- Über 12 Monate
- 13 %
Wohlstand prägt das Sicherheitsnetz
Die Sparfähigkeit folgt fast perfekt dem subjektiven materiellen Wohlbefinden. Bei Menschen, die ihre Situation als schlecht einschätzen, haben 49 Prozent nichts zurückgelegt. In der Gruppe, die ihre Finanzen als gut beschreibt, fehlen nur 6 Prozent die Rücklagen, und fast jeder Vierte (23 Prozent) hat genug, um über ein Jahr auszukommen.
Wovor die Polen am meisten Angst haben
Die Umfrage erfasste auch die Ängste, die die Menschen nachts wach halten. Geopolitische Instabilität und die Gefahr eines bewaffneten Konflikts stehen an der Spitze, genannt von 44 Prozent der Befragten. Ein fast identischer Anteil von 43 Prozent verweist auf weitere Anstiege der Lebenshaltungskosten, insbesondere bei Lebensmitteln und Dienstleistungen. Energie- und Treibstoffpreise bereiten 34 Prozent Sorgen, während Gesundheitskosten und Verschlechterung des Zustands 32 Prozent beschäftigen. Die Aussicht auf höhere Steuern betrifft 20 Prozent, und die Volatilität des Arbeitsmarktes 18 Prozent.
Weiter unten auf der Liste stehen Cybersicherheit und Datendiebstahl (15 Prozent), Entwicklung künstlicher Intelligenz (12 Prozent), Rezessionsrisiko (10 Prozent) und teure Kreditraten (10 Prozent).
- Geopolitische Konflikte
- 44 %
- Steigende Lebenshaltungskosten
- 43 %
- Energie- und Treibstoffpreise
- 34 %
- Gesundheitskosten und Verschlechterung
- 32 %
- Steuererhöhungen
- 20 %
- Instabilität des Arbeitsmarktes
- 18 %
- Cybersicherheit und Datendiebstahl
- 15 %
- Entwicklung künstlicher Intelligenz
- 12 %
- Rezessionsrisiko
- 10 %
- Hohe Kreditraten
- 10 %
Generationenkonflikt bei den Sorgen
Das Muster verschiebt sich mit dem Alter deutlich. Bewaffneter Konflikt ist die dominierende Angst für 64 Prozent der Senioren, aber nur für 23 Prozent der 18- bis 29-Jährigen. Jüngere Befragte konzentrieren sich stattdessen mehr auf steigende Lebenshaltungskosten (39 Prozent) und die Gefahr von Steuererhöhungen (37 Prozent).
Die Wahrnehmung von Bedrohungen unterscheidet sich je nach Alter. Bewaffnete Konflikte sind die Hauptangstquelle für 64 Prozent der Senioren, während unter den 18- bis 29-Jährigen nur 23 Prozent sie nennen. Jüngere Befragte machen sich häufiger Sorgen über steigende Lebenshaltungskosten und höhere Steuern.
Hintergrund der Umfrage
Die Studie wurde von der Santander Consumer Bank in Auftrag gegeben und vom Institut für Markt- und Sozialforschung (IBRiS) mittels computergestützter Telefoninterviews (CATI) zwischen dem 27. Februar und dem 5. März 2026 durchgeführt. Die Stichprobe umfasste 1.000 Erwachsene und ist repräsentativ für die erwachsene Bevölkerung Polens.


