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Regierung·vor 2 Std.

Mailänder Staatsanwaltschaft bestätigt Regularität der Begnadigung Minettis und weist Medienvorwürfe als unbegründet zurück

Die Generalstaatsanwaltschaft Mailand hat ihre positive Stellungnahme zur Begnadigung von Nicole Minetti bestätigt und erklärt, dass die von einer italienischen Zeitung erhobenen Vorwürfe nicht der Wahrheit entsprechen.

Die Generalstaatsanwaltschaft Mailand hat eine ergänzende Untersuchung zur Begnadigung der ehemaligen Regionalrätin der Lombardei, Nicole Minetti, abgeschlossen und die Ordnungsmäßigkeit des Gnadenverfahrens endgültig bestätigt. Die auf Ersuchen von Präsident Sergio Mattarella nach einer Pressekampagne eingeleitete Untersuchung ergab, dass die von „Il Fatto Quotidiano“ veröffentlichten Vorwürfe unbegründet waren.

Die Vorwürfe und die Untersuchung

Die Ermittlungen wurden eingeleitet, nachdem „Il Fatto Quotidiano“ eine Untersuchung veröffentlicht hatte, die die Rechtmäßigkeit der Begnadigung in Frage stellte. Die Zeitung äußerte Zweifel am Adoptionsverfahren von Minettis Sohn in Uruguay, berichtete über angebliche Sex- und Drogenpartys auf dem Anwesen ihres Partners und deutete Unregelmäßigkeiten in den rechtlichen Angelegenheiten des Paares an. Die von Francesca Nanni geleitete Generalstaatsanwaltschaft führte Überprüfungen in Italien und Uruguay durch, darunter Zeugenbefragungen und Dokumentenprüfungen.

Die in den Presseartikeln, aus denen diese ergänzende Tätigkeit hervorging, berichteten Tatsachen entsprechen nicht der Wahrheit, und es sind keine Tatsachen zutage getreten, die im Widerspruch zu dem bereits erlangten Beweismaterial stehen.

Die Ergebnisse

Die Staatsanwälte widerlegten systematisch die wichtigsten Behauptungen. Der Tod eines Anwalts, der an der Adoption beteiligt war und den die Zeitung als unter unklaren Umständen erfolgt beschrieben hatte, erwies sich nach Angaben der uruguayischen Behörden als nicht mit einer Straftat in Zusammenhang stehend. Der Bericht bestätigte, dass es keinen Rechtsstreit um das Sorgerecht für das Kind gab, da sich die leiblichen Eltern nie gemeldet hatten. Gegen Minetti oder ihren Partner Giuseppe Cipriani wurden in Uruguay oder Spanien keine Vorstrafen oder laufenden Ermittlungen festgestellt. Die gesammelten Aussagen widersprachen den Schilderungen der Masseurin über Partys auf dem Anwesen in Punta del Este.

Die Adoption und medizinische Versorgung

Die Untersuchung bestätigte, dass die Adoption vom uruguayischen Institut für Kinder und Jugendliche (INAU) genehmigt und vom Gericht in Venedig eingetragen wurde. Das Kind, das aufgrund einer Erkrankung, die eine kostspielige Behandlung erforderte, nach der Geburt ausgesetzt worden war, wurde von Minetti legal in die Vereinigten Staaten zur spezialisierten Behandlung im Boston Children's Hospital gebracht, mit dokumentierten Arztbesuchen in New York und Cleveland.

Reaktionen

Justizminister Carlo Nordio erklärte, die Angelegenheit sei nun abgeschlossen, und bezeichnete die Presseberichte als „Fake News, rein erfunden“. Minettis Anwaltsteam kündigte an, von „Il Fatto Quotidiano“ wegen über fünfzig Artikeln sowie von den Fernsehsendungen „È sempre Cartabianca“ und „Report“ Schadenersatz fordern zu wollen. Der Fall geht nun zur endgültigen Entscheidung an den Quirinale zurück, wobei eine für den 12. Juni angesetzte Anhörung des Aufsichtsgerichts voraussichtlich die Aufhebung des Urteils bestätigen wird.

Ich glaube, die Sache endet hier, denn die Stellungnahme der Generalstaatsanwaltschaft ist nach sehr sorgfältigen Ermittlungen glasklar.

Hintergrund

Minetti war im Prozess „Ruby bis“ wegen Unterschlagung und Beihilfe zur Prostitution rechtskräftig zu drei Jahren und elf Monaten verurteilt worden. Die von Präsident Mattarella am 18. Februar 2026 unterzeichnete Begnadigung wurde mit humanitären Gründen im Zusammenhang mit der Gesundheit ihres Adoptivsohns begründet, dessen medizinische Behandlung Reisen erforderte, die mit den Auflagen des italienischen Sozialdienstes nicht vereinbar waren.

Zeitleiste des Begnadigungsfalls Minetti
  1. Minetti wird im Prozess „Ruby bis“ wegen Beihilfe zur Prostitution zu 2 Jahren und 10 Monaten verurteilt.
  2. Minetti wird wegen Unterschlagung von Regionalratsausgaben zu 1 Jahr und 1 Monat verurteilt.
  3. Präsident Mattarella unterzeichnet ein Dekret zur Begnadigung von Nicole Minetti.
  4. Präsident Mattarella fordert nach einer Untersuchung von „Il Fatto Quotidiano“ ergänzende Überprüfungen an.
  5. Die Mailänder Generalstaatsanwaltschaft bestätigt die positive Stellungnahme und weist alle Vorwürfe zurück.
  6. Anhörung des Aufsichtsgerichts soll voraussichtlich die Aufhebung von Minettis Urteil bestätigen.
Mailand · Rom · Montevideo · Punta del Este

8 Quellen

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