
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Eltern der ertrunkenen Dreijährigen Bella in Preetz
Die Staatsanwaltschaft Kiel hat ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung gegen die Eltern der dreijährigen Bella eingeleitet, die nach ihrer Vermisstenmeldung tot in einem Gartenteich in Preetz (Schleswig-Holstein) aufgefunden wurde.
Ermittlungen eingeleitet
Am Mittwoch, den 12. August 2026, gaben Polizei und Staatsanwaltschaft Kiel gemeinsam bekannt, dass die Staatsanwaltschaft Kiel ein Strafverfahren gegen beide Elternteile der dreijährigen Bella S. eröffnet hat. Die Ermittlungen richten sich gegen den Verdacht der fahrlässigen Tötung durch Unterlassen sowie mutmaßliche Verstöße gegen die Aufsichts- und weitere Fürsorgepflichten. Das Amtsgericht erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Durchsuchungsbeschluss für das Familienhaus in Preetz, den Beamte des Polizeidirektion Kiel am Mittwoch zu vollstrecken begannen. Oberstaatsanwalt Michael Bimler bestätigte gegenüber Bild, dass ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung gegen beide Elternteile des verstorbenen Kindes eingeleitet wurde. Die Durchsuchung der Wohnung wurde als bis Mittwoch andauernd beschrieben, wobei ein Bericht den Beginn am Morgen, andere am Mittag verorteten. Die Maßnahmen dienten der Sicherung möglicher Beweise und der weiteren Dokumentation der Umgebung und des Fundortes der Leiche.
Die Stellungnahme der Behörden
Die gemeinsame Erklärung von Polizei und Staatsanwaltschaft in Kiel legte die Grundlage für die Ermittlungen.
Es besteht der Anfangsverdacht, dass eine Verletzung der Aufsichts- und weiterer Fürsorgepflichten zum Ertrinkungstod des Kindes geführt haben könnte.
Die Erklärung wurde am Mittwoch in Kiel von Polizei und Staatsanwaltschaft gemeinsam abgegeben. Die Behörden beschrieben die Durchsuchung des Familienhauses als darauf abzielend, Beweise zu finden und zu sichern sowie die Umgebung des Fundortes der Leiche weiter zu dokumentieren.
Die Suche und der Fund
Bella, die in Berichten als autistisch beschrieben wird, wurde Anfang letzter Woche aus dem Familienhaus in Preetz, einer Stadt im Kreis Plön im nördlichen Bundesland Schleswig-Holstein, als vermisst gemeldet. Die Dreijährige wurde nach einer von einem Artikel als „lange Suche“ der Polizei bezeichneten Aktion tot in einem Pool hinter dem Haus der Familie aufgefunden. Einem Bericht zufolge wurde die Leiche einen Tag nach der Vermisstenanzeige entdeckt; eine andere Darstellung besagt, die Leiche sei zwei Tage später gefunden worden. Die Polizei ortete das Mädchen am vorherigen Donnerstag. Nach der Bergung der Leiche gingen die Ermittler zunächst nicht von einem Verbrechen aus. Wie und zu welcher Zeit das Mädchen in den Pool gelangte, bleibt unklar. Die Frage, wie Bella das Haus verlassen und in den Pool gelangen konnte, beschäftigt die Ermittler seit Anfang August, wie ein Bericht feststellt.
- Die dreijährige Bella wird aus dem Familienhaus in Preetz als vermisst gemeldet
- Leiche nach Polizeisuche im Pool hinter dem Haus der Familie gefunden
- Staatsanwaltschaft kündigt Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung gegen die Eltern an; Familienhaus durchsucht
Polizei prüft eigenes Vorgehen
Die Welt berichtete, dass die Polizei auch ihr eigenes mögliches Versagen während der Suche nach Bella untersucht. Die Überprüfung läuft parallel zu den strafrechtlichen Ermittlungen gegen die Eltern. Der Artikel spezifizierte nicht, worin dieses Versagen bestanden haben könnte, aber die Doppelspur bedeutet, dass sowohl die Umstände des Ertrinkens als auch die Durchführung der Suchaktion nun offiziell unter die Lupe genommen werden. Die interne polizeiliche Überprüfung wurde im Rahmen derselben Mittwoch-Ankündigung aus Kiel bekannt gegeben, die auch die strafrechtlichen Ermittlungen gegen die Eltern offenlegte.

