
FC-Utrecht-Spiel gegen Go Ahead Eagles nach Feuerwerk- und Becherwürfen von Fans abgebrochen
Schiedsrichter Martin van den Kerkhof hat das Eredivisie-Spiel am Samstag zwischen dem FC Utrecht und Go Ahead Eagles im Stadion Galgenwaard abgebrochen, nachdem Heimfans Pyrotechnik und Plastikbecher auf das Spielfeld geworfen hatten.
Pyrotechnik unterbricht Spiel im Stadion Galgenwaard
Das Eredivisie-Spiel des fünften Spieltags zwischen dem FC Utrecht und Go Ahead Eagles im Stadion Galgenwaard endete am Samstagabend vorzeitig nach wiederholten Fan-Störungen. Go Ahead Eagles ging Mitte der ersten Halbzeit in Führung, als Mathis Suray Torwart Vasilios Barkas mit einem Distanzschuss überwand. Die Gäste bauten ihre Führung kurz nach der Halbzeit durch Søren Tengstedt aus, der einen Abpraller zu seinem vierten Saisontor verwertete, nachdem Utrecht-Einwechselspieler Adrian Blake eine freie Chance vergeben hatte. Als Victor Edvardsen in der 60. Minute zum 0:3 traf, warfen Heimfans im Bunnikside-Bereich Feuerwerkskörper von unter einem Tuch mit zwei Löchern auf das Spielfeld. Schiedsrichter Martin van den Kerkhof unterbrach das Spiel und schickte beide Mannschaften in die Kabinen.
Zweite Störung führt zu endgültigem Abbruch
Das Spiel wurde nach einer vorübergehenden Abkühlungsphase wieder aufgenommen, und FC-Utrecht-Kapitän Dani de Wit traf in der 64. Minute zum 1:3. Unmittelbar danach kam es im Go-Ahead-Strafraum zu einer Auseinandersetzung, als ein Gästespieler den Ball zurückhielt, um eine schnelle Wiederaufnahme zu verzögern. Heimfans hinter dem Tor warfen daraufhin Plastikbecher und andere Gegenstände auf das Spielfeld. Van den Kerkhof unterbrach die Partie zum zweiten Mal und befahl den Mannschaften, das Feld zu verlassen. Nach Beratungen zwischen Spieloffiziellen und lokalen Behörden brach der Schiedsrichter das Spiel endgültig ab.
- Mathis Suray trifft aus der Distanz und bringt Go Ahead Eagles mit 1:0 in Führung.
- Søren Tengstedt trifft per Abpraller zum 2:0, nachdem Adrian Blake eine Chance vergibt.
- Victor Edvardsen trifft zum 3:0; Feuerwerkskörper vom Bunnikside erzwingen eine erste Unterbrechung.
- Dani de Wit verkürzt auf 1:3, bevor Plastikbecher von den Rängen das Spiel erneut stoppen.
- Schiedsrichter Martin van den Kerkhof und das lokale Sicherheitsdreieck brechen die Partie endgültig ab.
Reaktion des Vereins und Sicherheitsprotokolle
Die Entscheidung, die Partie abzusagen, betraf Schiedsrichter Martin van den Kerkhof, Vertreter des KNVB und das lokale Sicherheitsdreieck, zu dem die Gemeinde, die Polizei und die Staatsanwaltschaft gehören. FC-Utrecht-Geschäftsführer Edo Keuning verurteilte das Verhalten der beteiligten Fans und bestätigte, dass der Verein die Vorfälle untersuchen wird.
Wir sind als Verein enttäuscht. Wir stehen für gastfreundlichen und sicheren Fußball. Heute Abend haben einige Personen ein Verhalten gezeigt, das die Sicherheit von Spielern, Mitarbeitern, Schiedsrichtern und anderen Fans gefährdete.
Teile der Heimfans skandierten während der Störungen Protestrufe in Richtung des Bunnikside-Bereichs. Go-Ahead-Eagles-Verteidiger Joris Kramer gab gegenüber ESPN an, dass die verbleibenden Minuten des Spiels, beginnend beim Stand von 1:3, voraussichtlich am Montag oder Dienstag unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen werden.
Disziplinärer Kontext und Tabellensituation
Der Abbruch ist das erste Mal in der laufenden Eredivisie-Saison, dass ein Spiel aufgrund von Fan-Unruhen endgültig abgesagt wurde. Zwei Wochen zuvor war ein Ligaspiel zwischen SC Cambuur und Feyenoord in Leeuwarden vorübergehend unterbrochen worden, nachdem Gästefans Feuerwerkskörper in den Heimbereich geworfen und sieben Menschen verletzt hatten; das Spiel wurde jedoch letztlich zu Ende gespielt. Die Unterbrechung verschärft eine schwierige Phase für den FC Utrecht unter dem neuen Cheftrainer Anthony Correia, der Verein hat aus den ersten vier Spielen einen Punkt geholt, nach Niederlagen gegen den FC Groningen, AZ und einer 1:6-Heimniederlage gegen PSV Eindhoven. Go Ahead Eagles ging nach einer 5:2-Niederlage bei AZ in die Partie, wobei Trainer Joseph Oosting eine Änderung vornahm, indem er Stefan Sigurdarson anstelle von Erik Flataker im Sturm aufstellte.


