
Neun Spanier tot bestätigt, während Erdbebenopfer in Venezuela 1.400 übersteigt und Retter Kind lebend aus Trümmern bergen
Ein elfjähriger Junge wurde nach 72 Stunden unter Trümmern lebend gerettet, während das spanische Außenministerium die Zahl der getöteten Staatsangehörigen auf neun erhöhte und über 1.600 internationale Retter die Suche fortsetzten.
Zahl der Toten übersteigt 1.400
Zwei Erdbeben der Stärken 7,2 und 7,5 erschütterten am vergangenen Mittwoch die Küste Venezuelas. Bis Samstag war die offizielle Zahl der Toten von 920 auf 1.430 gestiegen, so der Präsident der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez. Er berichtete, dass 3.238 Menschen verletzt und 3.142 Familien betroffen seien, 73.736 seien bisher betreut worden. Die Interimspräsidentin Delcy Rodríguez hatte zuvor von 3.328 Verletzten gesprochen. Der Bundesstaat La Guaira nördlich von Caracas bleibt die am schwersten betroffene Zone.
30.000 Soldaten, Polizisten, Retter, medizinisches Personal, Sanitäter und Psychologen sind in den betroffenen Gebieten im Einsatz.
Aktualisierung der spanischen Opfer
Das spanische Außenministerium teilte mit, dass neun spanische Staatsangehörige gestorben seien, sechs mehr als am Vortag. Die Zahl der weiterhin vermissten Spanier sei leicht auf 131 gesunken, während 14 geortet, aber noch unter Trümmern eingeschlossen seien. Die Rettungsteams konzentrierten sich auf diese 14, betonte das Ministerium. Alle konsularischen Notrufleitungen seien offen und die Botschaft in Caracas voll einsatzbereit.
Das erste Finanzpaket der Spanischen Agentur für Internationale Entwicklungszusammenarbeit wurde bereits übergeben.
Überlebende aus Trümmern geborgen
Retter haben am Samstag, drei Tage nach den Beben, einen elfjährigen Jungen lebend geborgen. Angehörige der spanischen militärischen Notfalleinheit befreiten zudem eine Person nach fast 72 Stunden Verschüttung in der Wohnzone Vistamar in La Guaira. Mehr als 1.600 internationale Retter seien nun im Einsatz, darunter Feuerwehrleute aus der Autonomen Gemeinschaft Madrid, so Vize-Minister Oliver Blanco.
Ein Kind von 11 Jahren wurde 72 Stunden nach den beiden Erdbeben lebend aus den Trümmern gerettet.
Hilfe und Maschinen treffen ein
Das erste spanische Hilfspaket, koordiniert von der AECID, wurde für den unmittelbaren Bedarf übergeben. Die Behörden baten Zivilisten, Reisen nach La Guaira zu vermeiden, um die Straßen für schwere Maschinen und Einsatzfahrzeuge freizuhalten. Der Parlamentspräsident forderte weitere Zusammenarbeit, um den Transport von Ausrüstung zu beschleunigen.
- Zwei Erdbeben der Stärken 7,2 und 7,5 erschüttern die venezolanische Küste.
- Zahl der Toten von 920 auf 1.430 aktualisiert; elfjähriger Junge lebend gerettet.
- Spanisches Außenministerium erhöht Zahl der spanischen Toten von sechs auf neun.
Die Rettungsarbeiten konzentrieren sich nun auf die 14 noch eingeschlossenen Spanier und Hunderte weitere Vermisste entlang des betroffenen Küstenstreifens.


