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Heutiger Brief

NATO schießt eine Drohne ab

NATO feuert über Litauen, Gerichte stoppen Trump und EPA lockert CO₂-Grenzen

Die brisantesten Meldungen des Tages hatten ein gemeinsames Thema: Institutionen mussten schneller reagieren, als ihre Regelbücher es vorsahen. NATO-Jets feuerten, Richter stoppten improvisierte Wahlregeln, und Regulierungsbehörden in Washington versuchten, ein Jahrzehnt Klimarecht mit einem Schlag auszuradieren.

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  • Sabotage am deutschen Stromnetz

    Der Absturz ereignete sich einen Kilometer von einem Militärflugplatz entfernt. Die Polizei durchsucht das Gebiet.

  • Alarm im polnischen Luftraum

    Italienische Eurofighter haben über Litauen eine Drohne abgefangen und abgeschossen. Verteidigungsminister Guido Crosetto vermutet Russland als Herkunftsort.

  • USA bestätigen Waffen im Weltraum

    Washington bestätigt die Stationierung von Weltraumwaffen zur Verteidigung eigener Streitkräfte. Peking und Moskau reagieren mit scharfem Protest.

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Sonstiges · Aktualisiert vor 13 m

Kultur, Medien und die neuen Gräben

Ungarn hat eine Reform des Kinderschutzgesetzes eingereicht, die das Verbot der ‚Förderung von Homosexualität‘ ersetzt, und ein polnischer Ermittlungsbericht hat einen TV-Manager mit einem angeblichen Fall der Begnadigungsvermittlung in Verbindung gebracht; beides sind nationale Entwicklungen ohne EU-weite regulatorische Verschiebung.

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© 20 Minuten
Klima·1. Aug.

Erdbeben der Stärke 4,7 bei Neapel verletzt 26 Menschen, stärkstes in den Phlegräischen Feldern seit 40 Jahren

Ein Erdbeben der Stärke 4,7 erschütterte am Freitagabend die Phlegräischen Felder westlich von Neapel, gefolgt von Dutzenden Nachbeben bis Samstagmorgen. Mindestens 26 Menschen wurden verletzt, rund 300 mussten ihre Häuser verlassen.

Ein Erdbeben der Stärke 4,7 erschütterte am Freitag, 31. Juli 2026, um 19:46 MESZ die dicht besiedelte Vulkanregion westlich von Neapel, gefolgt von Dutzenden Nachbeben, die bis Samstagmorgen andauerten. Das Italienische Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) lokalisierte das Epizentrum zwischen Pozzuoli und Quarto in drei Kilometern Tiefe. Es war das stärkste Beben, das in den Phlegräischen Feldern seit rund 40 Jahren registriert wurde, so Lorenzo Benedetto, Vorsitzender des Geologenverbandes der Region Kampanien.

Verletzte und Schäden

Die Behörden meldeten mindestens 26 Verletzte, wobei die Küstenstadt Pozzuoli am stärksten betroffen war. Mauern und Fassadenteile stürzten ein, Tuffsteinhänge gaben nach, herabstürzende Felsen und Trümmer beschädigten Autos und Gebäude. Mehrere unbewohnte Bauwerke stürzten vollständig ein. Zivilschutzminister Nello Musumeci bestätigte kleinere Erdrutsche und Steinschläge in der gesamten Region. Ein Hochspannungsmast stürzte in Neapel um und verursachte vorübergehende Stromausfälle, obwohl Notstromversorgung bereitgestellt wurde. Die Hafenbehörde schloss den Pier von Pozzuoli.

Es ist das stärkste Erdbeben, das sich in den Phlegräischen Feldern seit 40 Jahren ereignet hat.

— Lorenzo Benedetto

Anwohner flüchten auf die Straßen

Der erste Stoß und die folgenden Nachbeben waren in Pozzuoli, den Städten rund um die Phlegräischen Felder, in Neapel selbst sowie auf den Inseln Ischia und Procida deutlich zu spüren. Verängstigte Anwohner verließen ihre Häuser und verbrachten die Nacht im Freien. Rund 300 Menschen mussten ihre Wohnungen und Häuser verlassen. In Neapel und Pozzuoli wurden Aufnahmestellen für Hilfesuchende eingerichtet.

Das Beben war so stark und lang anhaltend, dass ich nicht einmal meine Wohnungstür öffnen konnte, weil sie verklemmt war. Nach dem Schrecken von gestern war es unmöglich, die Nacht zu Hause zu verbringen.

— Ein Anwohner gegenüber der Nachrichtenagentur Ansa

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Nachbeben und anhaltende Warnung

Dutzende schwächere Nachbeben folgten in der Nacht, das stärkste erreichte am Samstagmorgen um 05:47 Uhr die Stärke 3,8, so das INGV. Minister Musumeci warnte, dass die vulkanische Aktivität noch nicht vorbei sei, und riet der Bevölkerung, vorsichtig zu bleiben. Die Zivilschutzbehörde hält derzeit die Alarmstufe Gelb aufrecht, was bedeutet, dass der Vulkan aktiver als üblich ist und genau beobachtet wird.

Europas größter aktiver Supervulkan

Die Phlegräischen Felder erstrecken sich unterirdisch über rund 150 Quadratkilometer und werden als Supervulkan eingestuft, der sich durch eine außergewöhnlich große Magmakammer auszeichnet. Sein letzter Ausbruch ereignete sich im Jahr 1538. Das Gebiet wird seit einiger Zeit von häufigen kleinen und gelegentlich stärkeren Erdbeben erschüttert; ein Beben der Stärke 4,4 ereignete sich im Mai 2026, ein weiteres derselben Stärke löste im März 2025 Panik aus. Im vergangenen Jahr leitete die Regierung in Rom neue Maßnahmen und Evakuierungspläne für Hunderttausende von Anwohnern ein. Ministerpräsidentin Giorgia Meloni steht nach Angaben ihres Büros in ständigem Kontakt mit den örtlichen Behörden.

Eine halbe Million Menschen in der roten Zone müssten das Gebiet innerhalb von drei Tagen verlassen. Das ist eine sehr optimistische Hypothese, fast so, als hätten wir einen Vertrag mit dem Vulkan unterschrieben.

— Giuseppe Mastrolorenzo

Experten schätzen das Risiko eines Ausbruchs mit extremen Folgen derzeit als „sehr unwahrscheinlich“ ein, berichtete National Geographic im Juni 2026.

Seismische Abfolge in den Phlegräischen Feldern, 31. Juli – 1. August 2026
  1. 31. Juli, 19:46Hauptbeben der Stärke 4,7 erschüttert Gebiet zwischen Pozzuoli und Quarto in 3 km Tiefe.
  2. Über NachtDutzende Nachbeben folgen; Anwohner flüchten aus ihren Häusern und verbringen die Nacht im Freien.
  3. 1. Aug., 05:47Stärkstes Nachbeben der Stärke 3,8 vom INGV registriert.
  4. Morgen des 1. August 2026Behörden bestätigen 26 Verletzte, rund 300 Vertriebene; Krisenzentrum und Aufnahmestellen aktiv.
Pozzuoli · Neapel
Nello MusumeciGiorgia Meloni
NaplesGiorgia Meloni

7 Quellen

  • 26 Verletzte und Gebäudeschäden nach Erdbeben bei Neapel
    newsORF.at·1. Aug.
  • Campi Flegrei: Darum macht der Supervulkan Angst
    20 Minuten·1. Aug.
  • Neapel: Erdbeben bei Neapel verursacht Verletzte und Schäden
    ZEIT ONLINE·1. Aug.
  • Erdbeben bei Neapel - mehrere Menschen verletzt
    Bayerischer Rundfunk·1. Aug.
  • Erdbeben in Italien: Stärkster Erdstoß seit 40 Jahren erschüttert Region bei Neapel
    Spiegel Online·1. Aug.
  • Nach einem Erdbeben bei Neapel gibt es Verletzte und Schäden
    Neue Zürcher Zeitung·1. Aug.
  • Phlegräische Felder: Verletzte und Schäden nach Erdbeben bei Neapel
    Der Tagesspiegel·1. Aug.

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