Kurz gefasst
Der bereinigte Nettogewinn erreichte in den ersten neun Monaten des Jahres 2026 6,4 Milliarden Euro, ein Plus von 70 Prozent; der ausgewiesene Nettogewinn lag bei 7,595 Milliarden Euro, ein Plus von 202 Prozent.
Im Dezember wird eine Sonderdividende von 0,46 Euro je Aktie (rund 1,3 Milliarden Euro) gezahlt, und der Rückkauf für 2026 steigt um 12 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro.
Die Nettoverschuldung sank um 33 Prozent auf 6,702 Milliarden Euro, die Prognose für den operativen Cashflow 2026 liegt bei 16,5 Milliarden Euro.
Ergebnisse für das dritte Quartal und die ersten neun Monate
Eni hat seine Zahlen am Freitag, 23. Oktober 2026, vorgelegt: Der bereinigte Nettogewinn lag in den ersten neun Monaten bei 6,4 Milliarden Euro und damit 70 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Der ausgewiesene Nettogewinn betrug in den neun Monaten 7,595 Milliarden Euro, ein Plus von 202 Prozent. Im dritten Quartal erreichte der bereinigte Nettogewinn 2,8 Milliarden Euro (plus 125 Prozent), der ausgewiesene Nettogewinn lag bei 3,2 Milliarden Euro (plus 299 Prozent). Das bereinigte Proforma-EBIT verdoppelte sich im Quartal von 3 Milliarden Euro auf 6 Milliarden Euro und stieg über neun Monate um 59 Prozent auf 14,905 Milliarden Euro. Das Unternehmen führte die Zuwächse auf die starke Entwicklung aller Geschäftsbereiche zurück, insbesondere der Upstream-Satellitengesellschaften, sowie auf Restrukturierungsmaßnahmen im Chemiegeschäft und ein straffes Kostenmanagement.
Konzernchef Claudio Descalzi brachte die Zahlen mit dem Operating Model und gezielten Investitionen ins Portfolio in Verbindung.
„Die hervorragenden Ergebnisse des dritten Quartals resultieren aus der Stärke unseres Operating Models und aus gezielten Investitionen in unser Portfolio wettbewerbsfähiger Assets.“
Cashflow, Verschuldung und Aktionärsrendite
Der operative Cashflow stieg über neun Monate um 12 Prozent auf 10,056 Milliarden Euro und im dritten Quartal um 42 Prozent auf 4,359 Milliarden Euro. Die organischen Investitionen sanken in den neun Monaten um 14 Prozent auf 5,055 Milliarden Euro und im Quartal um 32 Prozent auf 1,345 Milliarden Euro. Die Nettoverschuldung fiel um 33 Prozent auf 6,702 Milliarden Euro, der Pro-forma-Verschuldungsgrad erreichte mit einem Wert unterhalb der Bandbreite von 10 bis 15 Prozent einen Rekordtiefstand. Eni beschloss, im Dezember eine Sonderdividende von 0,46 Euro je Aktie (rund 1,3 Milliarden Euro) auszuschütten. Das Rückkaufprogramm für 2026 steigt um 12 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro, nach zuvor angekündigten 3,4 Milliarden Euro.
- Nettogewinn
- 7.595 Mrd. Euro
- Bereinigter Nettogewinn
- 6.436 Mrd. Euro
- Bereinigtes Proforma-EBIT
- 14.905 Mrd. Euro
- Operativer Cashflow
- 10.056 Mrd. Euro
Daten aus dem Artikeltext
Zudem bestätigte das Unternehmen seine Prognose für die ordentliche Dividende 2026 von 1,1 Euro je Aktie, 5 Prozent mehr als 2025.
Förderung und Exploration
Die organische Öl- und Gasförderung stieg im dritten Quartal preisbereinigt um 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 1,83 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag. Das lag 2 Prozent über dem Vorquartal. Ein weiterer Bericht nannte einen Anstieg um 4 Prozent auf 1,829 Millionen Barrel pro Tag. Das Wachstum kam aus neuen Projekten in Westafrika, vor der Küste Mexikos und in Norwegen sowie aus dem Vollbetrieb des Joint Ventures Searah. Die Förderung in den neun Monaten erreichte 1,805 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag, ein Plus von 7 Prozent. Descalzi verwies zudem auf neue Funde.
„Dank unserer hervorragenden Explorationstätigkeit haben wir in diesem Jahr 1,23 Milliarden Barrel neuer Kohlenwasserstoffressourcen entdeckt.“
Ausblick für 2026
Für das Gesamtjahr erwartet Eni nun einen operativen Cashflow von 16,5 Milliarden Euro und Nettoinvestitionen unter 4,5 Milliarden Euro. Das Unternehmen hob seine Schätzung für das Förderwachstum auf 6 bis 7 Prozent an. Eni erklärte, die Ergebnisse verbesserten die Aussichten für 2026 weiter und bestätigten das Jahr als eines mit Ergebnissen über den früheren Prognosen. Descalzi schloss seine Ausführungen mit einem Versprechen an die Kunden.
„Wir sind gut aufgestellt, um unsere Kunden weiterhin nachhaltig, sicher und zunehmend dekarbonisiert mit Energie zu versorgen.“
Die Sonderdividende soll im vierten Quartal ausgezahlt werden.
- 3. Quartal 2025
- 1.247 Mrd. Euro
- 3. Quartal 2026
- 2.801 Mrd. Euro
Daten aus dem Artikeltext