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Fußball·28. Juni

Charlie-Hebdo-Karikatur zeigt Frankreichs Trainer Deschamps mit Urne seiner Mutter als Trophäe – Empörung

Eine Karikatur im Satiremagazin Charlie Hebdo zeigt Frankreichs Trainer Didier Deschamps, wie er eine Urne mit der Aufschrift „Maman“ wie eine WM-Trophäe emporhebt – der französische Fußballverband und Politiker verurteilen die Darstellung.

Die am 28. Juni veröffentlichte Karikatur zeigt Deschamps lächelnd, wie er die Urne über seinen Kopf hebt. Die Bildunterschrift lautet: „Didier Deschamps ramène la Coupe à la maison“ („Didier Deschamps bringt den Pokal nach Hause“) – eine direkte Anspielung auf die WM-Hymne 2018 von Vegedream. Das Bild folgt auf den Tod von Deschamps' Mutter Ginette, die wenige Tage zuvor verstorben war, woraufhin der Trainer kurz das WM-Camp der Mannschaft verließ, um an ihrer Beerdigung teilzunehmen.

Empörung von Verband und Politik

Der Präsident des französischen Fußballverbandes, Philippe Diallo, bezeichnete die Zeichnung als schockierend.

Diese Karikatur hat mich schockiert. Unangemessen gegenüber einem Mann, der große Schmerzen durchlebt. Der Verband unterstützt die Meinungsfreiheit, aber diese Titelseite bleibt respektlos und geschmacklos.

— Philippe Diallo

In den sozialen Medien wurde die Karikatur als „widerlich“, „beschämend“ und „grundlose Grausamkeit“ bezeichnet. Der Hashtag „Je ne suis pas Charlie“ tauchte auf – eine Umkehrung des Solidaritätsslogans, der nach dem Anschlag auf das Magazin im Jahr 2015 Trend war. Antoine Léaument, Abgeordneter von La France Insoumise, sagte, die Karikatur zeige mangelndes Einfühlungsvermögen für einen trauernden Sohn.

Diese Karikatur ist nicht lustig. Man muss gegenüber dem Schmerz anderer gefühllos sein, um darüber zu lachen und so etwas zu veröffentlichen. Didier Deschamps ist nicht nur eine öffentliche Person: Er ist ein Sohn in Trauer. Ist ein bisschen Respekt zu viel verlangt?

— Antoine Léaument

Bachir Nehar, der technische Leiter des FFF, bezeichnete die Zeichnung in einem Instagram-Beitrag als „ekelhaft“ und „grundlose Grausamkeit“.

Deschamps kehrt zu WM-Pflichten zurück

Deschamps nahm an der Beerdigung seiner Mutter in Frankreich teil und kehrte am 27. Juni zur Mannschaft in die USA zurück. Am Sonntag leitete er sein erstes Training an der Bentley University in Waltham, Massachusetts, wobei er hauptsächlich mit Ersatzspielern des vorherigen Spiels arbeitete. Mittelfeldspieler N'Golo Kanté und Stürmer Marcus Thuram nahmen nicht teil. Die Einheit wurde von Adil Rami, dem Weltmeister von 2018, beobachtet.

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WM-Kontext

Frankreich belegte den ersten Platz in der Gruppe I und trifft am Dienstag in East Rutherford, New Jersey, im Achtelfinale auf Schweden. Die Kontroverse um die Titelseite von Charlie Hebdo ist nun zu einem unerwarteten Nebenschauplatz der WM-Kampagne des Teams geworden.

Paris · Waltham · East Rutherford
Didier DeschampsPhilippe DialloAntoine LéaumentBachir NeharGinette Deschamps
BostonDidier Deschamps

5 Quellen

  • Vignetta di Charlie Hebdo sulla mamma morta di Deschamps, insorge la Francia - Calcio
    ANSA.it·28. Juni
  • Deschamps solleva un'urna funeraria con la scritta "Maman", la vignetta di Charlie Hebdo sul lutto del ct. Insorge la Francia
    Open·28. Juni
  • Charlie Hebdo, la vignetta choc sul lutto di Deschamps. La Francia si indigna: "Terribile"
    Corriere della Sera·28. Juni
  • Vignetta di Charlie Hebdo sulla mamma morta di Deschamps: in Francia è polemica
    La Repubblica.it·28. Juni
  • Deschamps, vignetta satirica di Charlie Hebdo contro la mamma morta. La reazione: "Disgustoso". Cosa è successo
    Il Messaggero·28. Juni

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