Kurz gefasst
Joseph Strange, 48, räumte am 22. Oktober 2026 vor einem Gericht in Detroit eine Urheberrechtsverletzung ein, nachdem er zugegeben hatte, mindestens zehn unveröffentlichte Titel für rund 50.000 US-Dollar verkauft zu haben.
Die Urteilsverkündung ist für den 27. Januar 2027 angesetzt, Strange droht eine Höchststrafe von fünf Jahren Haft.
Studiomitarbeiter wandten sich im Januar 2025 an das FBI, Ermittler fanden Käufer, die angaben, die Musik von Strange gekauft zu haben.
Das Justizministerium beziffert den Wert des geleakten Materials auf mindestens 750.000 Dollar, die Ermittlungen dauern an.
- März 2025Strange wird festgenommen und beschuldigt
- 22.10.Strange bekennt sich vor Gericht in Detroit schuldig
- 27.01.Urteilsverkündung angesetzt
Ein Schuldbekenntnis in Detroit
Joseph Strange, ein 48-jähriger ehemaliger Mitarbeiter von Eminem, hat sich vor einem Gericht in Detroit der Urheberrechtsverletzung schuldig bekannt, wie das US-Justizministerium mitteilte. Er räumte ein, mindestens zehn unveröffentlichte Audiodateien für insgesamt rund 50.000 US-Dollar verkauft zu haben. Das Bekenntnis wurde am Donnerstag, 22. Oktober 2026, abgegeben. Nach seiner Festnahme im März 2025 war Strange der strafrechtlichen Urheberrechtsverletzung und des zwischenstaatlichen Transports gestohlenen Eigentums beschuldigt worden. Auf die Urheberrechtsverletzung steht eine Höchststrafe von fünf Jahren Haft.
Wie der Leak ans Licht kam
Eminem gilt weithin als eine der einflussreichsten Figuren der Rap-Geschichte. Strange arbeitete von etwa 2007 bis 2021 für den Rapper und hatte Zugang zu passwortgeschützten Festplatten mit Musik, die sich noch in Entwicklung befand und nicht zur Veröffentlichung bestimmt war, so das Ministerium. Er verkaufte die Dateien im Juli und August 2024, danach tauchten sie im Internet und auf Streaming-Plattformen auf. Bis November 2025 waren die Titel mehr als acht Millionen Mal abgerufen worden. Mitarbeiter des Studios des Künstlers in Ferndale, Michigan, wandten sich im Januar 2025 an das FBI, nachdem unveröffentlichte Songs im Internet aufgetaucht waren; El País datiert diesen Kontakt auf den 16. Januar. Ermittler erreichten später einige der Käufer, die angaben, die Musik von Strange gekauft zu haben – so wurde der Verkäufer identifiziert.
Wert des Materials und die Ermittlungen
Das Justizministerium hat den Wert der geleakten Musik auf mindestens 750.000 Dollar beziffert, die Ermittlungen dauern jedoch an. Der stellvertretende Generalstaatsanwalt A. Tysen Duva erklärte nach dem Schuldbekenntnis, Strange habe eine Vertrauensstellung missbraucht, um Musik zu kopieren und zu verkaufen, die nicht zur öffentlichen Veröffentlichung freigegeben war. Duva fügte hinzu, das Verhalten habe sowohl rechtliche als auch künstlerische Rechte verletzt, und die Strafrechtsabteilung bleibe dem Schutz geistigen Eigentums verpflichtet. Die US-Staatsanwältin Julie Beck sagte in einer Erklärung der Vertretung in Michigan, es sei grundlegend, das Originalwerk von Kreativen vor Kopieren und Verbreitung durch Menschen zu schützen, die aus der Kreativität anderer Profit schlagen wollen.
- Erlös aus dem Verkauf von mindestens zehn Titeln
- 50000 USD
- Vom Justizministerium veranschlagter Wert des geleakten Materials (mindestens)
- 750000 USD
Daten aus dem Artikeltext
Das Urteil steht bevor
Die Urteilsverkündung ist für den 27. Januar 2027 angesetzt, dann wird das Gericht das Strafmaß festlegen. Strange ist 48 Jahre alt und muss mit einer Höchststrafe von fünf Jahren Haft rechnen. Das Justizministerium teilt mit, seine Ermittlungen liefen weiter, daher könne sich der Wert des geleakten Materials noch ändern. Der Fall begann mit der Meldung des Studios an das FBI und endete mit dem Schuldbekenntnis des Verkäufers selbst.