
Spanisches Gericht nimmt Eltern ohne Kaion in Untersuchungshaft, nachdem Babyleiche in Haus in Santa Bàrbara gefunden wurde
Ein Richter in Amposta hat am Freitag die vorläufige Untersuchungshaft ohne Kaution für die Eltern eines 18 Monate alten Babys angeordnet, dessen Überreste in einem Haus in Santa Bàrbara entdeckt wurden, in dem sich 150 tote Hunde befanden.
Gerichtliche Entscheidung und Anklage
Die vorsitzende Richterin des Ermittlungsgerichts Nummer 2 in Amposta hat am Freitag die vorläufige, unbedingte Untersuchungshaft ohne Kaution für die Eltern eines 18 Monate alten Kindes angeordnet, dessen sterbliche Überreste in Santa Bàrbara, Tarragona, geborgen wurden. In einer offiziellen Stellungnahme bestätigte der Oberste Gerichtshof Kataloniens, dass das Verfahren unter dem Verdacht auf Totschlag, Kindesvernachlässigung und Tierquälerei weiterhin läuft. Neben der Untersuchungshaft verfügte der Richter zivilrechtliche Maßnahmen, die das Sorgerecht für die weiteren Kinder des Paares aussetzen. Das gesamte Gerichtsverfahren unterliegt weiterhin der Geheimhaltung, während die Gerichtsmedizin ihre Untersuchungen abschließt.
- Großvater zeigt das 18 Monate alte Kleinkind als vermisst an
- Nationalpolizei verhaftet die Eltern am Bahnhof Estació del Nord in Valencia
- Ermittler durchsuchen das Haus in Santa Bàrbara und entdecken die Überreste des Kindes
- Richter in Amposta ordnet unbedingte Untersuchungshaft ohne Kaution an und entzieht das Sorgerecht
Entdeckung im Haus und Lebensbedingungen
Die polizeilichen Maßnahmen begannen, nachdem der Großvater des Kindes am vergangenen Wochenende eine Vermisstenanzeige für das 18 Monate alte Kleinkind namens Nizan erstattet hatte. Beamte der Nationalpolizei orteten und nahmen beide Eltern am Mittwochmorgen am Bahnhof Estació del Nord in Valencia fest. Am Donnerstag brachten die Behörden das Paar zurück zu ihrem Anwesen in der Carrer Major in Santa Bàrbara, wo Ermittler anschließend im Inneren des Hauses Skelettreste fanden, die dem vermissten Kleinkind zuzuordnen sind.
Im Inneren des Gebäudes stießen Reinigungskräfte und Gerichtsmediziner auf erhebliche Abfallansammlungen und Exkremente, sodass für das Betreten biologische Schutzanzüge erforderlich waren. Einsatzkräfte fanden 150 verendete Hunde, die in Dutzenden von Käfigen auf dem Grundstück gehalten wurden. Die Retter befreiten außerdem 28 überlebende Hunde, die unter schwerer Dehydrierung, Unterernährung und schlechten hygienischen Bedingungen litten. Spezialisierte Einheiten entfernten unter Einhaltung von Gesundheitsprotokollen biologisches Material, und die überlebenden Tiere wurden in die Obhut der Gemeinde zur tierärztlichen Versorgung übergeben.
- Verendete Hunde
- 150 Hunde
- Gerettete lebende Hunde
- 28 Hunde
Reaktion der Gemeinde und Verwaltungsunterlagen
Der Gemeinderat von Santa Bàrbara verfügte zwei offizielle Trauertage, ließ die Flaggen am Rathaus auf halbmast setzen und sagte institutionelle Veranstaltungen ab. Am Freitagnachmittag versammelten sich rund 200 Anwohner vor dem Rathaus zu einer Schweigeminute. Der Bürgermeister von Santa Bàrbara, Josep Lluís Gimeno, erklärte, die Familie lebe seit 2019 nach ihrem Umzug aus Castellón in der Gemeinde, und das Opfer sei das erste Baby gewesen, das 2025 in der Stadt geboren wurde.
Der Bürgermeister beschrieb den Zustand des Privathauses in seiner Ansprache an die Presse.
Das Haus, in dem sie wohnten, gehört ihnen und sieht von außen normal aus, aber innen war es in einem völlig erbärmlichen und unhygienischen Zustand. Ich weiß nicht, wie sie so viel Müll ansammeln und die Tiere so schlecht behandeln konnten.
Die Sozialdienste des Consell Comarcal del Montsià führten aktive Akten über den Haushalt und hatten zuvor bereits Maßnahmen wegen der Tiere auf dem Grundstück ergriffen. Die Generalitat Valenciana hatte zuvor das Sorgerecht für zwei ältere Kinder der Familie inne, verlor jedoch nach deren Umzug nach Katalonien den Kontakt. Gimeno erläuterte, dass die überlebenden Kinder örtliche Schulen besuchten und die Mutter sich regelmäßig am Gemeindeleben beteiligte, sogar einen Monat zuvor an einem Festwagen während der örtlichen Feierlichkeiten teilnahm, während der Vater selten Kontakt zur Gemeinschaft hatte. Anwohner berichteten, dass sie seit über vier Jahren Beschwerden über üble Gerüche und ständiges Hundegebell eingereicht hatten, und stellten fest, dass das Kleinkind seit seinem fünften Lebensmonat alle pädiatrischen Vorsorgetermine versäumt hatte.


