
UN warnt: El Niño erreicht bis September starke Intensität – erhöht globale Risiken extremer Wetterereignisse
Die Weltorganisation für Meteorologie erklärt, dass das anhaltende El-Niño-Phänomen zwischen Juli und September rasch auf Stufe 3 von 4 ansteigen wird, was die Wahrscheinlichkeit von Hitzewellen, Dürren und Starkregen weltweit erhöht.
UN-Alarm
Am 3. Juli 2026 warnten die Vereinten Nationen, dass sich das anhaltende Klimaphänomen El Niño rasch verstärken und zwischen Juli und September „starke Intensität“ (Stufe 3 auf einer 4-stufigen Skala) erreichen wird. Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) gab die Warnung in ihrem monatlichen saisonalen Klimabulletin heraus und stellte fest, dass El-Niño-Bedingungen im tropischen Pazifik bereits aufgetreten sind und die Wahrscheinlichkeit von Hitzewellen, Dürren, Starkregen und anderen extremen Wetterereignissen in vielen Regionen erhöhen werden.
El Niño ist bereits vorhanden und sollte sich rasch verstärken, um eine starke Intensität zu erreichen. Es wird die Wahrscheinlichkeit von Dürren und Starkregen sowie die Risiken von Land- und Meereshitzewellen in vielen Regionen der Welt erhöhen.
Was ist El Niño?
El Niño ist ein natürlicher Klimazyklus, der alle zwei bis sieben Jahre auftritt und in der Regel neun bis zwölf Monate dauert. Er erwärmt die Meeresgewässer im zentralen und östlichen äquatorialen Pazifik und stört die globalen Wind-, Druck- und Niederschlagsmuster. Sein stärkster Einfluss auf die globalen Temperaturen ist im Jahr nach seinem Einsetzen zu spüren. Die vorherige El-Niño-Episode 2023–2024 trug dazu bei, dass diese Jahre die beiden heißesten seit Aufzeichnungsbeginn waren.
Vorhersagedetails und Modellvertrauen
Die WMO berichtet, dass führende globale Vorhersagezentren einen stetigen und signifikanten Anstieg der Meerestemperaturen im zentralen und östlichen äquatorialen Pazifik anzeigen. Es wird erwartet, dass die saisonalen durchschnittlichen Meeresoberflächentemperaturanomalien in den wichtigsten überwachten Gebieten 2 °C überschreiten. Die Organisation stellt fest, dass die Vorhersagemodelle „bemerkenswert übereinstimmen, was ein hohes Maß an Vertrauen in die Aussichten gibt.“ Es wird prognostiziert, dass sich El Niño während des borealen Herbstes (September bis November) weiter verstärken und seinen Einfluss auf viele Teile der Welt ausdehnen wird.
- WMO-Bulletin kündigt bevorstehende El-Niño-Episode an.
- NOAA bestätigt, dass El Niño im Mai begonnen hat.
- UN-Alarm: El Niño erreicht zwischen Juli und September starke Intensität (Stufe 3/4).
- El Niño verstärkt sich auf ein starkes Niveau und erhöht die Risiken von Hitzewellen, Dürren und Starkregen.
- El Niño verstärkt sich während des borealen Herbstes weiter und dehnt seinen Einfluss global aus.
Regionale Auswirkungen
In Europa wird ein Nord-Süd-Kontrast erwartet, mit mehr Niederschlag im Süden und weniger im Norden, obwohl die Vorhersagen dort weniger zuverlässig sind als in vielen anderen Regionen. Inzwischen wird erwartet, dass die Temperaturen im äquatorialen Atlantikbecken allgemein über dem Normalwert bleiben. Die WMO prognostiziert eine „überwältigende Wahrscheinlichkeit“ überdurchschnittlicher Temperaturen in fast allen besiedelten Gebieten außerhalb der Polarregionen für den Zeitraum Juli–September.
Kontext und Überwachung
Das aktuelle Bulletin aktualisiert die Ankündigung der WMO vom 2. Juni über eine bevorstehende El-Niño-Episode. Am 11. Juni bestätigte die US-amerikanische National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA), dass das Phänomen im Mai begonnen hatte. Die WMO und andere Behörden werden die Entwicklung von El Niño in den kommenden Monaten weiterhin überwachen, um seine Auswirkungen zu bewerten und die saisonalen Klimavorhersagen zu aktualisieren.

