
Griechische Polizei zerschlägt georgischen Einbrecherring mit Verbindung zu 23 Einbrüchen in Attika
Die griechische Polizei hat drei georgische Staatsangehörige festgenommen und fünf weitere identifiziert, die im Zusammenhang mit 23 Wohnungseinbrüchen in ganz Attika stehen, bei denen über 179.000 Euro erbeutet wurden.
Polizeioperation und Struktur des kriminellen Netzwerks
Die griechische Polizei (Direktion zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität) hat einen transnationalen Einbrecherring zerschlagen, der in der Region Attika operierte. Bei morgendlichen Razzien am 17. September 2026 nahmen die Beamten drei georgische Staatsangehörige fest: eine 43-jährige Frau und zwei Männer im Alter von 36 und 22 Jahren. Die Behörden identifizierten fünf weitere Bandenmitglieder, darunter zwei bereits in den Gefängnissen von Korydallos und Amfissa einsitzende Männer sowie drei Verdächtige im Ausland. Das Netzwerk operierte unter der Leitung eines nicht gefassten 37-jährigen Koordinators, der operative Verbindungen zu kriminellen Organisationen in Mailand unterhielt. Die griechische Staatsanwaltschaft erhob gegen alle acht Personen Anklage wegen krimineller Vereinigung, fortgesetzten schweren Diebstahls über 120.000 Euro, Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und Geldwäsche. Mehrere von ihnen waren bereits wegen Verbrechen vorbestraft und standen unter restriktiven Kautionsauflagen.
- Kriminelles Netzwerk beginnt koordinierte Wohnungseinbrüche in ganz Attika
- Bewohner trifft auf gepflegte Eindringlinge bei versuchtem Wohnungseinbruch
- Einbruch in der Filellinon-Straße in Chalandri erbringt 24.500 Euro Bargeld und Schmuck
- Beamte der griechischen Kriminalpolizei nehmen drei Verdächtige bei morgendlichen Razzien fest
Überwachungstaktiken und Gebäudeeinbrüche
Seit mindestens Juli 2025 aktiv, wird die Gruppe mit 23 aufgeklärten Einbrüchen in Athen, Chalandri, Kallithea, Palaio Faliro, Agia Paraskevi, Nea Ionia, Galatsi, Zografou, Petralona, Spata und Pagkrati in Verbindung gebracht. Die Verdächtigen operierten vom Haus des Anführers aus und teilten sich in zwei tägliche Teams auf, die Fahrzeuge benutzten, die auf Dritte zugelassen oder gemietet waren. Die Täter brachten Klebstoff auf Türrahmen auf, um festzustellen, ob die Bewohner abwesend waren, und kehrten am nächsten Tag zurück, um zu überprüfen, ob der Klebestreifen noch unversehrt war. Die Eindringlinge zielten auf Wohnungen während der Feiertage und in den Abendstunden ab, umgingen Sicherheitsschlösser, ohne sichtbare Schäden zu hinterlassen, oder drangen durch Lüftungsschächte und Balkontüren ein, während ein Ausguck draußen Wache hielt.
Ein Wohnungsbewohner in Attika schilderte, wie er am 4. Februar auf Mitglieder der Gruppe bei einem Einbruchsversuch traf:
Am 4. Februar kam ich von der Arbeit zurück. Ich betrat die Wohnung, musste aber zu einem Geschäftsessen. Es war etwa halb acht oder Viertel vor acht. Ich öffnete die Tür und bemerkte Bewegung im Flur. Als ich das Licht einschaltete, waren sie geflohen. Aber ruhig, sie gingen langsam die Treppe hinunter, ordentlich gekleidet mit kurzen Haaren, sauberen Klamotten und Turnschuhen.
Informantennetzwerke und dokumentierte Diebstähle
Die Bande verließ sich auf Insiderinformationen, um Ziele auszukundschaften und Zeitpläne zu überprüfen. In Chalandri arbeitete die 48-jährige Ehefrau eines Bandenmitglieds als Putzfrau in einem Wohnhaus, um logistische Informationen zu liefern. Bei einem Einbruch im August in der Filellinon-Straße erbeutete der Ring 23.500 Euro in Goldschmuck und 1.000 Euro Bargeld, bevor die Putzfrau aus Griechenland nach Georgien floh. Im Februar ließen die Verdächtigen einen Schlüssel im Schloss einer unbewohnten Wohnung stecken, deren Besitzer verstorben war, und kehrten am 23. Februar zurück, um einen Diebstahl im Wert von über 10.000 Euro zu vollenden.
Finanzströme und illegale Vermögensverteilung
Die dokumentierten Gesamtverluste aus den 23 Fällen übersteigen 179.000 Euro. Die Gruppe teilte die erbeuteten Gelder gleichmäßig unter den Mitgliedern auf, behielt jedoch spezielle Rücklagen für Anwaltskosten und Kautionen im Falle einer Festnahme. Finanzermittlungen ergaben, dass die Mitglieder 76.000 Euro ins Ausland auf ausländische Bankkonten überwiesen. Im Inland wuschen die Verdächtigen die Erlöse, indem sie Personenkraftwagen kauften (darunter einen dokumentierten Kauf für 10.000 Euro), große private Partys veranstalteten und 4.933 Euro für Glücksspiel ausgaben. Bei den Razzien am 17. September beschlagnahmte die Polizei versilbertes Besteck, Computer, Markenuhren, Luxus-Sonnenbrillen, Handtaschen, Kommunikationsgeräte mit SIM-Karten Dritter und 1.300 Euro Bargeld.
- Geschätzter Gesamtbeute
- 179000 EUR
- Überweisungen ins Ausland
- 76000 EUR
- Schmuckdiebstahl in Chalandri
- 23500 EUR
- Fahrzeugkauf
- 10000 EUR
- Glücksspielausgaben
- 4933 EUR
- Bei Festnahme beschlagnahmtes Bargeld
- 1300 EUR


