
Italienische Taucher kämpfen bei Sichtweite nahe null um die Suche nach dem Ehemann einer Ministerin im Vico-See
Luigi Cavallari, 84, verschwand, nachdem er am Samstagnachmittag in den Vico-See tauchte. Retter mit Spezialausrüstung suchen seit über 24 Stunden ununterbrochen, behindert durch extrem schlechte Unterwassersicht.
Was geschah
Am Nachmittag des Samstags, 27. Juni, tauchte Luigi Cavallari (84) von einem kleinen Boot aus in den Vico-See, wo er sich mit seiner Frau, der italienischen Familienministerin Eugenia Roccella, befand. Nachdem er kurz wieder auftauchte und sagte, ihm sei unwohl, verschwand er unter Wasser. Die Ministerin selbst schlug gegen 17:00 Uhr Alarm.
Suchoperationen
Taucher der römischen Feuerwehr trafen sofort ein. In der Nacht stießen Spezialteams aus Neapel hinzu, und gegen 06:00 Uhr am 28. Juni setzten Taucher aus Florenz ferngesteuerte Fahrzeuge, Sonar und Wärmebildkameras ein. Die Suche lief ununterbrochen. Die Teams aus Florenz beendeten ihren Einsatz gegen 10:30 Uhr, während eine Tauchereinheit der Guardia di Finanza zur Verstärkung erwartet wurde.
Die Suche ist besonders komplex aufgrund der Gegebenheiten: Die Sicht ist bereits an der Wasseroberfläche sehr gering, und je tiefer man geht, desto mehr nimmt sie ab und nähert sich null.
- Cavallari taucht vom Boot, kommt kurz wieder an die Oberfläche und schlägt Alarm, bevor er verschwindet
- Taucher der römischen Feuerwehr beginnen erste Suchoperationen
- Über Nacht: Spezialtaucher aus Neapel treffen am Ort ein
- Spezialtaucher aus Florenz treffen mit ROVs, Sonar und Wärmebildkameras ein
- Einheiten aus Florenz beenden Einsatz; Taucherteam der Guardia di Finanza wird erwartet
Bedingungen
Vize-Präfekt Andrea Nino Caputo beschrieb die Sicht im See als „nahe null“ bereits an der Oberfläche und sagte, die Temperaturen nähmen mit der Tiefe rapide ab. Ein Kälteschock wird als mögliche Ursache für Cavallaris Unwohlsein vermutet, angesichts des plötzlichen Übergangs von der Nachmittagshitze zum kalten Wasser. Die Teams setzen sowohl Taucher als auch Instrumente ein, um ihn zu orten.
Reaktionen
Ministerpräsidentin Giorgia Meloni drückte Ministerin Roccella ihre Verbundenheit in den „schweren Stunden“ aus. Politische Kräfte des gesamten Spektrums sandten Solidaritätsbekundungen. Cavallari, ein Ingenieur, war im Kreis der Familie gut bekannt.


