
Mehrfahrzeugunfall auf der Egnatia-Autobahn in Griechenland: 9 Migranten verletzt, eine Person eingeklemmt
Ein Transporter mit irregulären Migranten kollidierte nahe der Anschlussstelle Mesti zwischen Alexandroupoli und Komotini mit einem vorausfahrenden Fahrzeug und löste eine Massenkarambolage aus. Rettungskräfte arbeiten daran, eine eingeklemmte Person zu befreien.
Der Unfall
Am Dienstagnachmittag, dem 21. Juli 2026, kollidierte ein Transporter mit irregulären Migranten auf der Autobahn Egnatia Odos nahe der Anschlussstelle Mesti zwischen Alexandroupoli und Komotini in Nordostgriechenland mit einem vorausfahrenden Fahrzeug. Der Aufprall ließ den Transporter von der Fahrbahn abkommen und löste eine Kettenreaktion mit mehreren anderen Fahrzeugen aus, wie lokale Nachrichten berichten. Ein Pkw überschlug sich und blieb auf der Fahrbahn liegen. An der Karambolage waren mindestens drei Fahrzeuge beteiligt, darunter der Transporter und das umgestürzte Auto. Der Unfall ereignete sich auf der westlichen Fahrbahn in Richtung Komotini, zwischen der Anschlussstelle Sapai und der Mautstelle Mesti, einem Autobahnabschnitt, der durch die Region Evros nahe der türkischen Grenze verläuft. Die genauen Umstände der Kollision sind noch unklar. Der Vorfall wurde von mehreren griechischen Medien gemeldet, darunter in.gr, NewsIT und Η Ναυτεμπορική, unter Berufung auf Polizeiquellen.
Opfer und Rettungsaktion
Rettungskräfte, darunter Verkehrspolizei, Krankenwagen und Feuerwehr, wurden zum Unfallort entsandt. Ersten Berichten zufolge wurden neun irreguläre Migranten, die in dem Transporter reisten, verletzt, die meisten davon leicht. Die Verletzten wurden zur Behandlung in nahegelegene Krankenhäuser gebracht. Die Nationalitäten der verletzten Migranten wurden nicht bekannt gegeben. Rettungskräfte arbeiten daran, eine Person zu befreien, die noch im Wrack eingeklemmt ist. Bislang wurden keine Todesfälle bestätigt. Die Zahl der Verletzten könnte sich im Laufe der Bergungsarbeiten am Abend noch ändern.
Ermittlungen und Suche nach flüchtigem Fahrzeug
Die Polizei hat Ermittlungen zur Unfallursache eingeleitet. Laut NewsIT floh das vorausfahrende Fahrzeug, das von dem Migrantentransporter gerammt wurde, vom Unfallort, und die Behörden sind auf der Suche danach. Die Beamten prüfen, ob überhöhte Geschwindigkeit, Fahrfehler oder andere Faktoren eine Rolle spielten. Der Transporter transportierte Berichten zufolge irreguläre Migranten, ein häufiges Vorkommnis auf dieser Route, die von Schleusernetzwerken genutzt wird, um Menschen vom Grenzgebiet ins Innere Griechenlands zu bringen. Der Fahrer des Transporters wurde in ersten Berichten nicht identifiziert.
Verkehrsbehinderungen auf einer wichtigen Autobahn
Der Unfall führte zur vorübergehenden Sperrung und Umleitung des Verkehrs auf der Egnatia Odos, einer wichtigen Ost-West-Autobahn, die Igoumenitsa am Ionischen Meer mit der türkischen Grenze bei Kipoi verbindet. Autofahrer wurden aufgefordert, den Anweisungen der Polizei zu folgen und Ausweichrouten zu nutzen, während die Rettungskräfte am Unfallort arbeiteten. Die Autobahn blieb mehrere Stunden lang teilweise gesperrt, was zu Verzögerungen in der Gegend führte. Die Anschlussstelle Mesti liegt etwa auf halbem Weg zwischen den Städten Alexandroupoli und Komotini, einem kritischen Punkt auf dieser vielbefahrenen Route.


