Gesundheit & Bildung · Kinshasa, Butembo und Mongbwalu
Ebola-Ausbruch im Kongo übersteigt 1.100 Fälle – USA beantragen 1,4 Milliarden Dollar, WHO bereitet Studien vor
Der Bundibugyo-Ebola-Ausbruch in der östlichen Demokratischen Republik Kongo hat über 1.100 Menschen infiziert und 291 getötet, während das Weiße Haus einen Finanzierungsantrag über 1,4 Milliarden Dollar vorbereitet und die WHO plant, klinische Studien mit zwei experimentellen Therapien zu starten.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Reuters, NPR und RP Online. Geändert . So entsteht er
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Kurz gefasst
Bestätigte Bundibugyo-Ebola-Fälle erreichten am 23. Juni 1.118 mit 291 Todesfällen – die höchste Gesamtzahl des ersten Monats aller Ebola-Episoden, so die kongolesische Regierung.
Das Weiße Haus plant, den Kongress um über 1,4 Milliarden Dollar zu bitten, darunter 800 Millionen Dollar für humanitäre Hilfe und ein Quarantänezentrum in Kenia sowie 500 Millionen Dollar für globale Gesundheitssicherheit.
Die Vorbereitungen für den Start der Tests mit MBP134 und Remdesivir in der Woche vom 29. Juni in der Provinz Ituri sind abgeschlossen, wo es für den Bundibugyo-Stamm keine zugelassenen Impfstoffe oder Behandlungen gibt.
Bewaffnete Gruppen haben Kliniken angegriffen, und am 15. Juni wurden eine infizierte Frau und ein Kind aus einer Einrichtung in Nord-Kivu entführt. Die WHO meldet sieben Sicherheitsvorfälle gegen Helfer.
Generaldirektor Jean Kaseya sagte, der Ausbruch könnte schlimmer sein als die Westafrika-Krise von 2014–2016, wenn er nicht bald gestoppt werde; zehntausende Kontakte seien nicht zurückverfolgt.
- 16.06.Africa CDC warnt vor schlimmstem Ausbruch; Interessengruppen fordern USA auf, experimentelles Medikament MBP134 freizugeben
- 24.06.Weißes Haus plant Finanzierungsantrag über 1,4 Milliarden Dollar; WHO sagt, Ausbruch überhole weiterhin die Reaktion, Gesundheitspersonal bedroht; bestätigte Fälle erreichen 1.118 (291 Tote)
- 29.06.WHO beginnt klinische Studien mit MBP134 und Remdesivir
Ursprung und Ausmaß des Ausbruchs
Der seltene Bundibugyo-Stamm des Ebola-Virus, der zuvor im Goldbergbauort Mongbwalu entdeckt wurde, wurde am 15. Mai offiziell als Ausbruch erklärt, nachdem das Virus bereits monatelang zirkuliert hatte. Seither haben sich die Infektionen stark beschleunigt. Bis zum 23. Juni meldete das kongolesische Gesundheitsministerium 1.118 bestätigte Fälle und 291 Todesfälle, während andere Zählungen etwas niedriger liegen: 1.048 Infektionen und 277 Todesfälle. Das benachbarte Uganda verzeichnet 20 Fälle.
Der Generaldirektor des Africa CDC, Jean Kaseya, warnte am 16. Juni, dass der Ausbruch die Westafrika-Epidemie von 2014–2016 mit über 11.000 Toten übertreffen könnte. Zehntausende Kontakte seien noch nicht zurückverfolgt.
„Wenn wir den Ausbruch nicht sehr bald stoppen, wird er schlimmer sein als das, was wir in Westafrika und im Osten der DR Kongo erlebt haben.“
Reaktion und Finanzierung
Am 24. Juni teilte ein Vertreter der Trump-Administration Reuters mit, dass das Weiße Haus den Kongress um mehr als 1,4 Milliarden Dollar bitten werde, um den Ausbruch zu bekämpfen. Der Antrag umfasst 800 Millionen Dollar für humanitäre Krisenreaktionen, darunter ein Quarantänezentrum in Kenia für exponierte Amerikaner, sowie Lieferungen, Behandlung, Kontaktverfolgung und Infektionskontrolle. Weitere 500 Millionen Dollar sollen für globale Gesundheitsmaßnahmen (Krankheitsüberwachung, Laborkapazitäten, grenzüberschreitende Koordination) und 90 Millionen Dollar für diplomatische Bemühungen, einschließlich Evakuierung und Transport von US-Bürgern mit dem Virus, bereitgestellt werden.
- Humanitäre Hilfe
- 800 Millionen USD
- Globale Gesundheitssicherheit
- 500 Millionen USD
- Diplomatische Bemühungen
- 90 Millionen USD
Daten aus dem Artikeltext
Die USA haben bereits Nicht-Bürgern, die nach Kongo, Uganda oder Südsudan gereist sind, die Einreise verboten. Ein Arzt, der kürzlich von einem humanitären Einsatz im Kongo nach Frankreich zurückgekehrt war, wurde positiv getestet – der erste bestätigte Fall in Frankreich im Zusammenhang mit dem Ausbruch.
Sicherheits- und Gemeinschaftsprobleme
Gesundheitspersonal ist schweren Risiken ausgesetzt. Die WHO meldete sieben Vorfälle, bei denen sie Ziel von Entführungen oder Straftaten wurden. Tiefes Misstrauen gegenüber Behörden und Außenstehenden, geschürt durch jahrzehntelange Konflikte, hat Einheimische dazu veranlasst, Behandlungszentren anzugreifen und sichere Bestattungen zu verhindern. Am 15. Juni stürmten bewaffnete Angreifer mit Klingenwaffen eine Klinik nahe Butembo in Nord-Kivu und entführten eine Frau und ihre sechsjährige Tochter, die positiv auf Ebola getestet worden waren.
„Wir appellieren eindringlich an sie, so schnell wie möglich ein Ebola-Behandlungszentrum aufzusuchen, denn ihre Rückkehr in die Gemeinschaft riskiert eine Verschlechterung ihres Gesundheitszustands und vor allem die Ansteckung ihrer Angehörigen.“
Die Provinz Ituri ist für über 90 % der Fälle verantwortlich, aber die bergbaubedingte Bevölkerungsmobilität macht die Kontaktverfolgung äußerst schwierig. Die tägliche Testkapazität des Kongo wurde von 30 auf etwa 2.000 erhöht.
Internationale Bemühungen und Studien
Da es keine zugelassenen Impfstoffe oder Behandlungen gegen Bundibugyo gibt, kündigte die WHO am 24. Juni an, dass klinische Studien mit dem monoklonalen Antikörper MBP134 und dem antiviralen Medikament Remdesivir in der folgenden Woche in Ituri beginnen würden. Die Agentur dankte den USA und Gilead Sciences für die Bereitstellung der Dosen. Interessengruppen hatten Washington erst Tage zuvor aufgefordert, MBP134 für Studien und den Notfalleinsatz in betroffenen Ländern verfügbar zu machen.
Ausblick
Der WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus erkannte Fortschritte an, betonte jedoch, dass der Ausbruch weiterhin schneller voranschreite als die Reaktion. Während sich das Virus auf neue Gebiete ausbreitet und Sicherheitsvorfälle anhalten, wird das Zeitfenster, um eine größere Katastrophe zu verhindern, immer kleiner.
„Trotz der guten Fortschritte, die wir erzielt haben, stehen wir immer noch vor großen Herausforderungen, und der Ausbruch holt die Reaktion immer noch ein.“
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- ReutersCongo says number of confirmed Ebola cases rises to 1,118
- ReutersEXCLUSIVE: Trump to seek more than $1.4 billion in Ebola funding from Congress
- NPRThe town where the latest Ebola outbreak likely began : State of the World from NPR
- ReutersWHO says Congo's Ebola outbreak still fast-moving and health workers under threat
- Tedros Adhanom Ghebreyesus
- WHO-Generaldirektor
- Jean Kaseya
- Generaldirektor des Africa CDC
- Dr Lubambo Maboko Gaston
- Ebola-Einsatzleiter für Nord-Kivu
- Orte
- Genf, Vereinigte Staaten, Nairobi, Dhaka, London, Washington, D.C.
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