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Gesundheit & Bildung·vor 2 Std.

WHO-Chef besucht Ebola-Epizentrum in der DR Kongo, während sich die Fallzahlen fast verdoppeln – Appell an lokale Gemeinschaften und mehr Geld

WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus besuchte am Samstag die von Ebola heimgesuchte Stadt Bunia, während sich die bestätigten Fälle innerhalb von zwei Tagen auf 225 fast verdoppelten und über 1.000 Verdachtsfälle gemeldet wurden. Der Ausbruch des seltenen Bundibugyo-Virus hat dringende Forderungen nach Einbeziehung der Gemeinschaft und mehr internationaler Finanzierung ausgelöst.

Rasch verschlechternder Ausbruch

Die Zahl der bestätigten Ebola-Infektionen im Osten der DR Kongo hat sich innerhalb von zwei Tagen fast verdoppelt, von 121 auf 225 bis zum 29. Mai, mit über 1.000 Verdachtsfällen und mehr als 220 gemeldeten Todesfällen. Der Ausbruch, der durch das seltene und schwere Bundibugyo-Virus verursacht wird, für das es keinen zugelassenen Impfstoff oder keine Behandlung gibt, wurde von der WHO zu einer globalen Gesundheitsnotlage erklärt. Das benachbarte Uganda hat neun Fälle und einen Todesfall durch eine importierte Infektion bestätigt, was Ängste vor einer grenzüberschreitenden Ausbreitung schürt.

Noch nie hat ein Ebola-Ausbruch so schnell nach seiner Erklärung so viele Fälle verzeichnet.

Tedros vor Ort

WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus traf am Samstag in der Provinzhauptstadt Bunia ein, nachdem er sich am Freitag in Kinshasa mit Premierministerin Judith Suminwa getroffen hatte. Er rief die lokalen Gemeinschaften auf, den Kampf anzuführen, und betonte die Notwendigkeit sicherer Bestattungspraktiken, um eine weitere Übertragung zu vermeiden.

Die Gemeinschaften verstehen die Probleme besser, und sie kennen auch die Lösung.

Tedros besuchte ein neu ausgebautes Labor, das nun innerhalb von 24 Stunden Ebola-Testergebnisse liefern kann, wodurch Verzögerungen vermieden werden, die zuvor einen Versand der Proben über 1.500 km nach Kinshasa erforderten.

Finanzierungs- und Reaktionslücken

Tedros erneuerte seine Appelle an die internationale Unterstützung und wies darauf hin, dass die WHO nur ein Drittel der benötigten Mittel erhalten habe. Die Europäische Union lieferte am Donnerstag medizinische Hilfe nach Ituri, während die Vereinigten Staaten zusätzliche 80 Millionen Dollar zusagten, womit sich ihre Gesamtzusage auf über 112 Millionen Dollar erhöht. MSF warnte jedoch, dass die Anzahl der reagierenden Organisationen und das Niveau der Unterstützung weit unter dem liegen, was benötigt wird. Gesundheitspersonal in Bunia arbeitet rund um die Uhr, und es treffen weiterhin ununterbrochen Patienten ein.

Konflikt und Widerstand in der Gemeinschaft

Die betroffene Region wird von einem langjährigen Konflikt zwischen der kongolesischen Armee und Rebellengruppen heimgesucht, für den Tedros eine Waffenstillstand forderte, um die Reaktion auf den Ausbruch zu erleichtern. Tiefsitzendes Misstrauen erschwert die Eindämmung: Viele in Ituri betrachten Ebola als Mythos, und empfohlene Praktiken wie Isolation und Leichenbeseitigung kollidieren mit lokalen sozialen Normen.

Wir müssen alles tun, damit wir keinen weiteren Menschen verlieren und in einen Kreislauf der Trauer geraten.

Schlüsselereignisse des Ebola-Ausbruchs in der DR Kongo (Mai 2026)
  1. DR Kongo erklärt Ebola-Ausbruch, verursacht durch das Bundibugyo-Virus.
  2. Bestätigte Fälle liegen bei 121.
  3. WHO-Chef Tedros trifft in Kinshasa ein; EU-Hilfe erreicht Ituri; USA sagen zusätzliche 80 Mio. USD Hilfe zu.
  4. Bestätigte Fälle verdoppeln sich fast auf 225; Verdachtsfälle übersteigen 1.000.
  5. Tedros besucht das Epizentrum Bunia; MSF warnt vor beispielloser Ausbreitung.
Bunia · Kinshasa

8 Quellen

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