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Dziki Warszawa holt historische erste Bronzemedaille, Arka Gdynia unterlegen, Adam Hrycaniuk beendet Karriere

Dziki Warszawa besiegte AMW Arka Gdynia im zweiten Spiel der Bronzeserie der Orlen Basket Liga mit 92:78 und sicherte sich damit den ersten Podestplatz der Vereinsgeschichte. Die Niederlage, die durch Verletzungen zweier Schlüssel-Guards von Arka noch verschärft wurde, war das letzte Profispiel des 42-jährigen Centers Adam Hrycaniuk.

Historisches Bronze für den Hauptstadt-Neuling

Dziki Warszawa drehte eine Fünf-Punkte-Hypothek aus dem ersten Spiel und besiegte AMW Arka Gdynia in der Hala Koło mit 92:78, um sich die Bronzemedaille der Orlen Basket Liga zu sichern. Der erst 2017 aus einem Drittliga-Team gegründete Klub hatte bereits mit dem Einzug in die Playoffs alle Erwartungen übertroffen und kann nun den ersten Senioren-Titel seiner Geschichte verbuchen.

Nach der 84:89-Auswärtsniederlage im ersten Aufeinandertreffen in Gdynia brauchte die Warschauer Mannschaft einen starken Start. Rivaldo Soares gab früh den Ton an, und ein 35:15-Zwischenspurt im dritten Viertel entschied die Partie. Soares beendete das Spiel mit 22 Punkten und 7 Rebounds, Darnell Edge steuerte 19 Punkte bei. Für Arka erzielte Einaras Tubutis 19 Punkte und 15 Rebounds.

Ich bin müde, aber glücklich. Ein wunderbarer Tag.

Verletzungen durchkreuzen Arkas Medaillenambitionen

Arka war nach dem Viertelfinalerfolg über Śląsk Wrocław in die Bronzeserie gestartet, wurde aber von Verletzungen auf den Guard-Positionen gebeutelt. Guard Milan Barbitch verließ das erste Spiel bereits nach zwei Minuten mit einem offensichtlichen Beinproblem, und vor dem Rückspiel fiel auch der amerikanische Spielmacher Mike Okauru aus. Ohne zwei primäre Ballhandler konnte die Mannschaft aus Gdynia nicht an den offensiven Spielfluss anknüpfen, der sie gegen Śląsk ausgezeichnet hatte.

Der Fünf-Punkte-Vorsprung aus dem ersten Spiel verpuffte schnell, als die Dzikis im dritten Abschnitt 35 Punkte erzielten und aus einem Ein-Punkt-Rückstand zur Halbzeit einen 81:60-Vorsprung machten. Arka verkürzte den Rückstand im vierten Viertel, kam aber nie näher als 13 Punkte heran.

Top-Scorer im Bronzemedaillen-Spiel
Rivaldo Soares (Dziki)
22
Darnell Edge (Dziki)
19
Einaras Tubutis (Arka)
19
Bennett Vander Plas (Dziki)
14
Luke Barrett (Arka)
16
Ody Oguama (Dziki)
13
Landrius Horton (Dziki)
12
Jarosław Zyskowski (Arka)
11
Kamil Łączyński (Arka)
10
Jakub Garbacz (Arka)
10
Kresimir Ljubicić (Arka)
10

Eine 19-jährige Reise geht zu Ende

Für Adam Hrycaniuk war diese Niederlage das letzte Kapitel einer Karriere, die 19 Spielzeiten und 644 Erstliga-Einsätze umfasst – die fünfthöchste Gesamtzahl in der Ligageschichte. Der 42-jährige Center gewann sieben nationale Meisterschaften (drei mit Stelmet Zielona Góra, drei mit Arka, eine mit Trefl Sopot), bestritt 137 Länderspiele für Polen und nahm an drei Europameisterschaften sowie der Weltmeisterschaft 2019 teil.

Wir haben bis zum Ende gekämpft, obwohl uns zwei Schlüsselspieler fehlten. Ich spüre ein wenig Traurigkeit und ein wenig Freude, dass dieser lange Weg nun endet. Ich bin glücklich, dass meine Karriere so lange gedauert hat, denn als ich anfing, hat das niemand erwartet. Jetzt beginne ich einen neuen Abschnitt.

Eine Saison der Meilensteine über das Bronze hinaus

Der Triumph der Dzikis krönte eine Saison, in der sie im Viertelfinale den letztjährigen Bronzemedaillengewinner Energa Trefl Sopot mit 3:1 besiegten, bevor sie im Halbfinale gegen den Stadtrivalen Legia Warszawa mit 0:3 unterlagen. Unter dem 32-jährigen italienischen Trainer Marco Legovich gewann der Klub zudem die North European Basketball League, indem er Manchester BC in Weissenfels mit 109:97 besiegte und als drittes polnisches Team diesen Pokal in die Höhe stemmte.

Warschau · Gdynia

4 Quellen

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