
Armand Duplantis verliert ersten Stabhochsprung-Wettkampf seit fast drei Jahren, besiegt von Kurtis Marschall in Stockholm
Der schwedische Stabhochsprung-Star Armand Duplantis erlitt am Sonntag seine erste Niederlage seit fast drei Jahren und belegte beim Diamond-League-Meeting in Stockholm den zweiten Platz hinter dem Australier Kurtis Marschall.
Armand Duplantis, der Weltrekordhalter und dominierende Figur im Stabhochsprung der Männer, verlor am Sonntag erstmals seit Juli 2023 einen Wettkampf und wurde beim Diamond-League-Meeting in seinem Heimstadion, dem Stockholmer Olympiastadion, Zweiter. Der 26-jährige Schwede, der 40 Wettkämpfe in Folge gewonnen hatte, übersprang 5,80 Meter, scheiterte jedoch bei drei anschließenden Versuchen und ließ dem Australier Kurtis Marschall die Tür offen, der mit 5,90 Metern den Sieg holte.
Ein ungewohnter Start
Der Wettkampf begann für Duplantis mit einem ungewöhnlichen Fehltritt: Er verpasste seine Einstiegshöhe von 5,60 Metern beim ersten Versuch. Beim zweiten Anlauf meisterte er sie und überwand dann 5,80 Meter beim ersten Versuch. In der Zwischenlichte sich das Feld: Der Franzose Thierry, der Niederländer Vloon und der US-Amerikaner Bradford schieden bei 5,90 Metern aus. Marschall, zweifacher WM-Bronzemedaillengewinner, benötigte drei Versuche, um 5,90 Meter zu überspringen – eine Höhe, die Duplantis übersprungen hatte.
Die entscheidenden Fehlversuche
Als die Latte auf 6,00 Meter gelegt wurde, vergab Duplantis zwei Versuche. Für seinen letzten Versuch ließ er die Latte auf 6,05 Meter legen – eine Höhe, die er normalerweise mühelos meistert –, aber er konnte sie nicht überqueren. Der Fehlversuch besiegelte seine erste Niederlage nach 40 Siegen in Folge, von denen 20 bei Diamond-League-Wettkämpfen erzielt wurden. Seine letzte Niederlag war beim Meeting in Monaco am 21. Juli 2023, als der Amerikaner Chris Nilsen gewann und Duplantis Vierter wurde.
Ich wünschte, ich wäre etwas wütender, aber das bin ich nicht wirklich. Ich entschuldige mich bei allen, die hier sind. Ich wäre gerne etwas besser gewesen. Gleichzeitig heirate ich direkt danach.
Ein großzügiger Zweiter
Trotz des überraschenden Ergebnisses war zu sehen, wie Duplantis Marschall nach dem Wettkampf herzlich gratulierte. Der Schwede, der die 17 besten Höhen der Geschichte hält und zuletzt am 12. März in Uppsala mit 6,31 Metern seinen eigenen Weltrekord verbesserte, bereitet sich in den kommenden Tagen auf seine Hochzeitsfeier in Südfrankreich vor. Im März hatte er das schwedische Model Désiré Inglander standesamtlich geheiratet.
Weitere Höhepunkte in Stockholm
Das Meeting bot mehrere weitere bemerkenswerte Leistungen. Die Schweizer 800-Meter-Läuferin Audrey Werro lief 1:53,98, die drittschnellste Zeit der Geschichte, und besiegte Olympiasiegerin Keely Hodgkinson aus Großbritannien. Im Weitsprung der Frauen verlor Italiens Larissa Iapichino um einen einzigen Zentimeter: Ihr Sprung von 6,84 Metern wurde von der Französin Hilary Kpatcha mit 6,85 Metern knapp übertroffen. Die US-Sprinterin Melissa Jefferson-Wooden gewann die 100 Meter der Frauen in 10,84 Sekunden und erholte sich damit von einer Niederlage über 200 Meter in Rom am Donnerstag.
- Duplantis wird Vierter in Monaco; der US-Amerikaner Chris Nilsen gewinnt. Letzte Niederlage vor der Serie.
- Beginn der 40-Siege-Serie, die fast drei Jahre andauert.
- Duplantis stellt mit 6,31 Metern in Uppsala, Schweden, seinen jüngsten Weltrekord auf.
- Duplantis überspringt 5,80 m, scheitert zweimal bei 6,00 m und einmal bei 6,05 m. Kurtis Marschall gewinnt mit 5,90 m.


