Russischer Drohnenangriff auf Luzk tötet sechs Menschen und verletzt zwölf in der Westukraine
Eine russische Düsendrohne traf am 14. Oktober ein Großhandelsgeschäft in Luzk, rund 80 Kilometer von der polnischen Grenze entfernt. Die ukrainischen Behörden gaben die Zahl der Toten mit sechs an, zwölf Menschen wurden verletzt, während Kiew am selben Tag fünf Tote meldete.
Angriff auf ein Großhandelsgeschäft in Luzk
Bei einem russischen Drohnenangriff auf Luzk, der Hauptstadt der Oblast Wolhynien im Westen der Ukraine, wurden nach Angaben des ukrainischen Innenministeriums gegenüber AFP sechs Menschen getötet und zwölf verletzt. Eine düsengetriebene Drohne traf ein Großhandelsgeschäft für Lebensmittel in der Konjakina-Straße, ein Feuer breitete sich im Gebäude aus. Fünf der Toten bargen Rettungskräfte aus den Trümmern des Lagers von Eurogurt, eine sechste Person starb im Krankenhaus, wie der Regionalgouverneur Roman Romanjuk mitteilte. Augenzeugen berichteten ukrainischen Medien, die Menschen hätten nach dem Luftalarm keine Zeit mehr gehabt, Schutzräume zu erreichen. Bei den meisten Toten und Verletzten handelte es sich um Beschäftigte oder Kundinnen und Kunden des Geschäfts.
Trümmer und die Druckwelle beschädigten zudem ein neunstöckiges Wohngebäude in der Nähe, in dem zwei Menschen verletzt wurden, darunter ein Kind.
Jetzt gibt es 6 Tote: Fünf Menschen wurden in den Trümmern gefunden, und eine Person starb im Krankenhaus.
Schwankende erste Zahlen und frühere Angriffe
Erste Berichte nannten eine niedrigere Opferzahl. Die Regionalpolizei sprach zunächst von vier Toten und zehn Verletzten, bevor Romanjuk sechs Tote meldete. Die Gesamtzahl des Innenministeriums, die AFP genannt wurde, liegt bei zwölf Verletzten. Die Stadt war bereits am 13. Oktober Ziel eines Angriffs, als russische Streitkräfte sie mit düsengetriebenen Shahed-Drohnen attackierten. Trümmer einer abgeschossenen Drohne fielen auf das Unterhaltungszentrum Adrenalin City, niemand wurde verletzt.
Luzk und die Oblast Wolhynien wurden seit Beginn der groß angelegten Invasion im Jahr 2022 mindestens 15 Mal von russischen Streitkräften angegriffen. Der tödlichste frühere Angriff galt am 11. März 2022 einem Militärflugplatz und tötete vier Soldaten. Ein Raketenangriff auf ein Werk der Firma SKF am 15. August 2023 tötete drei zivile Beschäftigte.
- Russische Düsendrohnen greifen Luzk an, Trümmer einer abgeschossenen Drohne fallen auf das Zentrum Adrenalin City, keine Opfer
- Regionalpolizei meldet vier Tote und zehn Verletzte
- Regionalgouverneur Roman Romanjuk meldet sechs Tote
Kiew und Saporischschja
Am selben Tag kam es zu tödlichen Angriffen auf Kiew. Die Kiewer Polizei meldete fünf Tote und 36 Verletzte, während der Staatliche Katastrophenschutz zuvor drei Tote in der Hauptstadt gemeldet hatte. Russische Truppen griffen am 14. Oktober auch Wohngebiete von Saporischschja an und zielten auf mehrere Straßen im Stadtteil Wosnesseniwskyj, wo es Opfer gab und mehrere Gebäude beschädigt wurden.
- Luzk Tote
- 6 Personen
- Luzk Verletzte (Innenministerium)
- 12 Personen
- Kiew Tote
- 5 Personen
- Kiew Verletzte
- 36 Personen
Washington und Starlink
Ein hochrangiger ukrainischer Vertreter beschuldigte die Vereinigten Staaten, Russland zu helfen. Der Vertreter sagte, Washington habe Kiew nicht vor den unmittelbar bevorstehenden Angriffen gewarnt und Starlink verlangsamt, das Satellitensystem, auf das Kiew für Kommunikation und Logistik angewiesen ist. Die Artikel verzeichnen keine Reaktion aus Washington.