
Russische Drohnen treffen Zug nahe Polen, kurz nach Durchreise europäischer Delegierter
Russische Drohnenangriffe trafen am 13. September 2026 die Eisenbahninfrastruktur zwei Kilometer von der polnischen Grenze entfernt und trafen eine Passagierlokomotive wenige Minuten hinter einem Zug, der den früheren britischen Premierminister Boris Johnson beförderte.
Angriffe nahe dem Grenzübergang
Russische Drohnenangriffe trafen in der Nacht und am frühen Morgen des 13. September 2026 die ukrainische Eisenbahn- und Grenzinfrastruktur in der Westukraine. Ein Angriff traf den Motor eines Personenzugs auf der Strecke zwischen Kiew und Warschau, etwa zwei Kilometer von der polnischen Grenze entfernt. Eine weitere Drohne schlug nahe einer Tankstelle in der Nähe des Grenzübergangs Jahodyn-Dorohusk ein, einer der wichtigsten Transitadern zwischen der Ukraine und der Europäischen Union. Die Bahnbehörden evakuierten die Passagierwaggons vor dem Einschlag, sodass trotz struktureller Schäden an der Lokomotive keine Verletzten zu beklagen waren.
Der staatliche Bahnbetreiber Ukrsalisnyzja warnte die Fahrgäste, sich auf Notfallevakuierungen im gesamten Netz vorzubereiten, und versetzte sein Überwachungspersonal nach dem Angriff in höchste Alarmbereitschaft.
Ein systematischer Angriff auf die Eisenbahnen ist im ganzen Land im Gange. Unser Überwachungszentrum und die Mitarbeiter wurden in höchste Alarmbereitschaft versetzt.
- Westliche Delegierte verlassen Kiew mit einem Sonderzug nach der Jalta-European-Strategy-Konferenz
- Sonderzug mit europäischen Delegierten hält nahe der Grenze und bereitet sich nach einer Drohnenwarnung auf Evakuierung vor
- Drohnenalarm aufgehoben, Delegationszug setzt Reise nach Polen ohne Verletzte fort
- Russische Drohne trifft Motor des nachfolgenden Personenzugs Kiew–Warschau zwei Kilometer von der polnischen Grenze
- Polnischer Premierminister Donald Tusk leitet eine Notfall-Kabinettssitzung zu den grenznahen Angriffen
Würdenträger per Sonderzug evakuiert
Der getroffene Zug fuhr nur wenige Minuten hinter einem Sonderzug, der hochrangige europäische Politiker auf der Rückreise von der Jalta-European-Strategy-Sicherheitskonferenz in Kiew beförderte. Auf dem Gipfeltreffen hatten ausländische Delegationen über den Verlauf des Krieges und die Aussichten auf Friedensverhandlungen mit der ukrainischen Führung beraten. Zu den Fahrgästen des vorderen Zuges gehörten der frühere britische Premierminister Boris Johnson, der frühere schwedische Premierminister Carl Bildt und Günter Sauter, der als Berater von Bundeskanzler Friedrich Merz fungiert.
Gegen 5:00 Uhr weckte das Bordpersonal die Fahrgäste und leitete Notfallevakuierungsmaßnahmen ein, nachdem eine Drohnenwarnung für den Sektor ausgesprochen worden war. Der Zug hielt auf den Gleisen an, bis die Gefahr vorüber war. Kurz darauf wurde Entwarnung gegeben, sodass die Delegation unversehrt die Grenze nach Polen überqueren konnte. Carl Bildt bestätigte, dass der nachfolgende Zug, der nur Minuten hinter ihrem Waggon fuhr, einen direkten Treffer am Motor erlitten habe.
Offizielle Reaktionen aus Kiew und Moskau
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, die Angriffe hätten gezielt nichtmilitärische Transport- und Energienetze in westlichen Regionen getroffen, die im Vergleich zu den östlichen Frontlinien selten angegriffen werden. Außenminister Andrij Sybiha argumentierte, dass die russischen Militäraktionen direkt an die Grenzen westlicher Allianzen heranreichten.
Russische Barbaren stehen vor euren Toren, liebe Partner.
Sybiha rief die verbündeten Nationen dazu auf, als Reaktion das gesamte Gewicht internationaler Sanktionen gegen Moskau zu verhängen. Das russische Verteidigungsministerium bestätigte Angriffe auf die Eisenbahninfrastruktur in der Westukraine und erklärte, diese Transportnetze würden aktiv genutzt, um europäisches Militärmaterial ins Land zu liefern.
Sicherheitsalarm in Polen
Die unmittelbare Nähe der Angriffe veranlasste den polnischen Premierminister Donald Tusk, ein Krisentreffen mit Sicherheitsbeamten in Warschau einzuberufen. Tusk bewertete die Lage dahingehend, dass die russischen Militäraktionen in Grenznähe zunehmende Risiken für benachbarte NATO-Mitglieder darstellten.
Die kommenden Wochen und Monate werden eine Phase sehr intensiver Aktionen der russischen Seite sein.
Tusk fügte hinzu, dass Polen nicht ausschließen könne, dass diese militärische Eskalation in naher Zukunft direkt polnisches Territorium betreffen könnte. Der deutsche Bundestagsabgeordnete Robin Wagener erklärte, die Angriffe stellten eine gefährliche Eskalation dar, die als direkte politische Botschaft an die europäischen Regierungen gedacht sei, die Kiew unterstützen.


