Ihre Datenschutzeinstellungen

Wir verwenden Analyse, um Pollar zu verbessern, und mit Ihrer Einwilligung Marketing-Tools (Meta, X), um unsere Werbung zu messen. Sie können dies jederzeit in den Einstellungen ändern.

Datenschutzerklärung
Pollar
StartFragenLiveBriefSucheKarteMärkteBenachrichtigungenFür Sie
SträngeMärkte
NewsroomPollar unterstützen
Datenschutz
Von Leserinnen und Lesern getragen

Kostenlos, und das bleibt so

Keine Werbung. Die Mitgliedschaft hält Pollar unabhängig.

ab3,49 €/Monat

Pollar unterstützen
Mitgliedschaft

Mitglieder sehen dieses Feld nicht.

  • Unterstützer3,49 €/Monat
  • Förderer7,99 €/Monat
Pollar unterstützen

Heutiger Brief

Tabriz, Kyjiw und 45 Grad

Trump weitet Iran-Angriffe aus, Selenskyj wechselt Kommandeure und Hitze setzt Südeuropa zu

Der vergangene halbe Tag brachte eine vertraute Sommermischung: Krieg, Energienerven und Regierungen, die nützlich aussehen wollen. Der Golfkonflikt zog nach Norden in den Iran, die Ukraine wechselte ihren obersten Soldaten, und Südeuropa wappnete sich gegen Hitze, die gewöhnliche Verwaltung heldenhaft wirken lässt.

Brief lesen

Im Rampenlicht

Alle Stränge

Welt · Aktualisiert vor 2 Std.

Die USA unter Trump: zweite Amtszeit

Die USA verschärften den Handelsdruck durch die Verhängung neuer 50-Prozent-Zölle auf kanadische Waren und die Ankündigung von Section-301-Zöllen auf 60 Handelspartner, während die Militäroperationen gegen Iran die elfte Nacht andauerten.

StartBriefSträngeFragen
Kategorien
© Al Jazeera Online
Konflikte·7. Juni

Russischer Drohnenangriff auf Lager für abgebrannte Brennelemente bei Tschernobyl – IAEA meldet erhebliche Schäden

Eine russische Shahed-Drohne traf am frühen Sonntagmorgen ein Gebäude zur Aufnahme abgebrannter Brennelemente nahe des stillgelegten Kernkraftwerks Tschernobyl. Dabei entstand ein Brand, und die IAEA sprach von erheblichen strukturellen Schäden. Die Strahlenwerte blieben jedoch im normalen Bereich.

Ein russischer Drohnenangriff beschädigte in den frühen Morgenstunden des Sonntags eine kritische nukleare Infrastrukturanlage in der Sperrzone von Tschernobyl. Kiew und die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) verurteilten den Angriff scharf. Ziel war das Empfangsgebäude der zentralen Lagerstätte für abgebrannte Brennelemente (CSSF), einer Anlage zur langfristigen Lagerung abgebrannter Brennelemente aus ukrainischen Kernkraftwerken.

Der Angriff und seine unmittelbaren Folgen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, eine Shahed-Angriffsdrohne habe die Anlage gegen 2 Uhr Ortszeit getroffen. Der staatliche Nuklearbetreiber Energoatom berichtete, dass ein Brand auf einer Fläche von rund 40 Quadratmetern ausgebrochen und anschließend gelöscht worden sei. Verletzt wurde niemand. Entscheidend sei, dass sich zum Zeitpunkt des Angriffs keine Behälter mit abgebrannten Brennelementen in dem Gebäude befanden und die Strahlenwerte an dem Standort innerhalb der festgelegten Grenzen blieben.

Stand jetzt gibt es keine Überschreitung der Strahlenschutzgrenzwerte. Aber es gibt eindeutig eine Steigerung der ohnehin schon maßlosen russischen Arroganz.

— Volodymyr Zelenskyy

Reaktion der IAEA und Schadensbewertung

Die IAEA, die von Ukraine unterrichtet worden war, bezeichnete die Schäden als erheblich. Betroffen seien die Fassade, Fenster und Türen des Gebäudes. Auch benachbarte Strukturen seien von der Druckwelle getroffen worden. IAEA-Generaldirektor Rafael Mariano Grossi nannte den Vorfall äußerst besorgniserregend, da er sich an einer Anlage ereignete, die große Mengen nuklearen Materials beherbergt, das nur wenige Meter von dem angegriffenen Gebäude entfernt gelagert ist.

Angriffe auf Nuklearanlagen sind absolut inakzeptabel und verstoßen direkt gegen die grundlegenden Prinzipien der nuklearen Sicherheit, insbesondere gegen die sieben unverzichtbaren Säulen der nuklearen Sicherheit während eines militärischen Konflikts.

— Rafael Mariano Grossi

Ein IAEA-Team, das in Tschernobyl stationiert ist, bereitet einen Besuch des Geländes vor, um die Auswirkungen zu begutachten.

Unabhängigen Pollar unterstützen

Die Mitgliedschaften Unterstützer und Förderer halten jeden Artikel kostenlos lesbar und fügen Offline-Lesen, Audio und einen sponsorenfreien Brief hinzu.

Mitgliedschaftsstufen ansehen

Ein Muster nuklearer Risiken

Der Angriff vom Sonntag ist nicht der erste auf die Tschernobyl-Zone. Im Februar 2025 beschädigte eine russische Shahed-Drohne den Schutzmantel über dem bei der Katastrophe von 1986 zerstörten Reaktor – ein Vorfall, für den Moskau jede Verantwortung bestritt. Auch das von russischen Truppen besetzte Kernkraftwerk Saporischschja im Süden der Ukraine ist immer wieder ein Brennpunkt gewesen, wobei sich beide Seiten gegenseitig Angriffe auf die Anlage vorwarfen.

Dies ist nicht das erste Mal, dass russische Streitkräfte ukrainische Nuklearanlagen gefährden. Die nukleare Erpressung Russlands und die Bedrohung der nuklearen Sicherheit sind systemisch, vorsätzlich und inakzeptabel.

— Andrii Sybiha

Breitere Luftangriffskampagne und diplomatischer Kontext

Der Angriff auf Tschernobyl erfolgte vor dem Hintergrund einer sich intensivierenden Schlacht mit weitreichenden Luftangriffen. Am Samstag hatte ein ukrainischer Drohnenangriff die historische Marinestadt Kronstadt bei St. Petersburg getroffen, als dort das Wirtschaftsforum der Stadt zu Ende ging. Das russische Verteidigungsministerium behauptete, seine Luftabwehr habe in den vorangegangenen 24 Stunden 500 ukrainische Drohnen abgeschossen. Unterdessen berichtete die ukrainische Luftwaffe, Russland habe über Nacht 236 Drohnen gestartet, von denen 215 abgefangen worden seien. Anderswo in der Ukraine töteten russische Angriffe mindestens zwei Zivilisten: einen 56-jährigen Kleinbusfahrer in der Region Saporischschja und einen 59-jährigen Mann in der Region Dnipropetrowsk.

Der Angriff bildet auch den Hintergrund für einen Gipfel in London am Sonntag, bei dem Selenskyj mit dem britischen Premierminister Keir Starmer, dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und dem deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz zusammentrifft, um über weiteren Druck auf Moskau im vierten Jahr seines Krieges zu beraten.

Zeitleiste der Angriffe auf ukrainische Nuklearanlagen
  1. 26. Apr. 1986Explosion und Kernschmelze in Tschernobyl Block 4 – die schlimmste Nuklearkatastrophe der Welt.
  2. 1. Feb. 2025Russische Shahed-Drohne beschädigt den Schutzmantel über dem zerstörten Reaktor von Tschernobyl. Russland bestreitet die Verantwortung.
  3. 7. Juni, 02:00Russische Shahed-Drohne trifft das Gebäude zur Aufnahme abgebrannter Brennelemente bei Tschernobyl und verursacht erhebliche Schäden, aber kein Strahlungsleck.
Tschernobyl · London · Kronstadt
Volodymyr ZelenskyyRafael Mariano GrossiAndrii SybihaKeir StarmerEmmanuel MacronFriedrich MerzOleksandr Ganzha
LondonVladimir PutinMoscowVolodymyr ZelenskyyEmmanuel MacronKeir StarmerFriedrich MerzZaporizhzhia

8 Quellen

  • Russian drone strike damages site near Chornobyl nuclear plant
    Al Jazeera Online·7. Juni
  • Spent nuclear fuel storage building near Chornobyl power plant damaged by Russian drone strike
    Irish Examiner·7. Juni
  • Raid russo su Chernobyl, Aiea: "Danni significativi ma no radiazioni"
    Adnkronos·7. Juni
  • Krieg: Tschernobyl-Anlage für Kernmaterial getroffen - IAEA besorgt
    Handelsblatt·7. Juni
  • Ucrania denuncia un ataque ruso en Chernóbil cerca de un depósito de combustible nuclear usado
    La Razón·7. Juni
  • Krieg in der Ukraine: Russische Drohne trifft Atommülllager nahe Tschernobyl
    ZEIT ONLINE·7. Juni
  • "Erhebliche Schäden": Russische Drohne trifft Atommülllager bei Tschernobyl
    N-tv·7. Juni
  • Russian drone hits building storing spent nuclear fuel near Chornobyl
    The Guardian·7. Juni

Pollar Weekly abonnieren

Die Woche in Nachrichten, jeden Freitag. Kostenlos.

Kostenlos. Keine Werbung. Jederzeit abbestellbar.

Mehr aus Politik & Wirtschaft
KI-generiert·Mehr erfahren
Konflikte·seit 20. Juli·akt. vor 2 Std.
© El Periódico

Plus-Ultra-Führungskräfte bestätigen Aussagen, die Ex-Premier Zapatero mit 53-Millionen-Euro-Rettungspaket in Verbindung bringen

Julio Martínez, ein langjähriger Vertrauter des ehemaligen spanischen Ministerpräsidenten, sagte am 21. Juli einem Richter der Nationalen Audienz, dass Rodríguez Zapatero die Beratungsfirma gesteuert habe, die zur Sicherung des staatlichen Kredits für Plus Ultra im Jahr 2021 eingesetzt wurde. Zwei Fluggesellschaftsführer reichten ebenfalls schriftliche Aussagen ein, die diese Darstellung stützen.

Artikel lesen
Energie & Handel·seit 22. Juli·akt. vor 4 Std.
© Mediafax.ro

Trump kündigt 100% Zoll auf Generika ab August 2028 an, ein Jahr später auf 200% steigend

Importierte Generika werden ab August 2028 mit einem Zoll von 100% belegt, der 2029 auf 200% steigt, nach einer zweijährigen Zollfreiheitsfrist, die am 1. August 2026 beginnt.

Artikel lesen
Regierung·seit 19. Juli·akt. vor 2 Std.
© Irish Independent

Indische Polizei setzt Tränengas gegen Gen-Z-Protestierende ein: Marsch der Kakerlaken-Volkspartei wird gewalttätig, Rahul Gandhi festgenommen

Mindestens 180 Menschen wurden verletzt, als die Polizei von Delhi am Montag Tränengas und Schlagstöcke gegen Tausende von Studierenden einsetzte, die zum Parlament marschierten – die größten Demonstrationen unter Premierminister Narendra Modi. Oppositionsführer Rahul Gandhi wurde am Dienstag festgenommen, nachdem er Modis Rücktritt gefordert hatte.

Artikel lesen