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Konflikte·vor 59 m

Ukrainische Drohne trifft Bus auf der Strecke Moskau-Krim, sieben Zivilisten in russisch besetztem Donezk getötet

Eine ukrainische Drohne hat in der russisch besetzten Region Donezk einen Reisebus auf der Strecke von Moskau nach Simferopol getroffen und dabei nach Angaben der von Moskau eingesetzten lokalen Verwaltung sieben Zivilisten getötet und elf weitere verletzt.

Der Angriff auf den Bus

Eine ukrainische Drohne traf einen Bus auf der Route Moskau–Simferopol in der Stadt Jenakijewe im von russischen Kräften kontrollierten Teil der ukrainischen Region Donezk. Denis Puschilin, der Chef der von Russland eingesetzten lokalen Verwaltung, gab den Angriff auf Telegram bekannt. Er erklärte, dass nach vorläufigen Informationen sieben Zivilisten getötet wurden. Elf weitere Menschen erlitten Verletzungen unterschiedlichen Schweregrades und werden medizinisch versorgt.

In Jenakijewe traf eine Drohne einen Bus auf der Strecke Moskau–Simferopol; nach vorläufigen Informationen wurden sieben Zivilisten getötet. Elf weitere Menschen erlitten Verletzungen unterschiedlichen Schweregrades, alle erhalten die notwendige Versorgung.

Denis Puschilin

Der Bus verband die russische Hauptstadt mit Simferopol, der Hauptstadt der Krim, die Russland 2014 annektiert hatte. Der Angriff ereignete sich in den frühen Morgenstunden des Mittwochs, 3. Juni 2026.

Nächtlicher Drohnenaustausch im großen Stil

Das russische Verteidigungsministerium meldete, dass in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch 354 ukrainische Drohnen über russischem Territorium abgeschossen wurden. Alexander Drosdenko, der Gouverneur der Region Leningrad, sagte, allein in seiner Region seien 50 Drohnen abgefangen worden. Diese Zahlen deuten auf einen groß angelegten ukrainischen Drohneneinsatz hin, der mehrere Gebiete tief im Inneren Russlands traf und mit dem Busanschlag im besetzten Donezk zusammenfiel.

Abfolge der gemeldeten Ereignisse, 2.–3. Juni 2026
  1. Russischer Angriff auf mehrere ukrainische Städte fordert 23 Todesopfer
  2. Ukrainische Drohne trifft Bus Moskau–Simferopol in Jenakijewe, tötet 7 Zivilisten
  3. Russland meldet 354 über Nacht abgeschossene ukrainische Drohnen, darunter 50 in der Region Leningrad
  4. Russischer Drohnenangriff tötet 86-jährige Frau in Cherson, Ukraine

Zivile Opfer auf beiden Seiten

Der Busanschlag erfolgte einen Tag, nachdem ein massiver russischer Angriff auf mehrere ukrainische Städte nach Angaben französischer Medien 23 Menschen getötet hatte. Am selben Tag wie der Busvorfall wurde nach Angaben des Chefs der örtlichen Militärverwaltung, Jaroslaw Schanko, eine 86-jährige Frau bei einem russischen Drohnenangriff auf die südukrainische Stadt Cherson getötet. Die parallelen zivilen Opferzahlen verdeutlichen die sich verschärfenden gegenseitigen Angriffe fernab der Frontlinien.

Schauplätze

Jenakijewe liegt im russisch besetzten Teil der Region Donezk, die seit 2014 Schauplatz schwerer Kämpfe ist. Die Busroute selbst ist eine symbolische Verbindung zwischen dem russischen Festland und der annektierten Halbinsel Krim. Die Region Leningrad, in der angeblich 50 Drohnen abgeschossen wurden, umgibt Sankt Petersburg im Nordwesten Russlands und veranschaulicht die geografische Ausdehnung der nächtlichen Drohnenwelle.

Jenakijewe · Simferopol · Moskau · Cherson

7 Quellen

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