
Griechische Polizei verhaftet Psychologen und Rädelsführer bei Drogenrazzia in Westattika
Die griechische Polizei hat am 27. August 2026 in Athen drei Verdächtige festgenommen und mehr als zwei Kilogramm Betäubungsmittel beschlagnahmt, darunter Ketamin, Kokain und MDMA, die über die Praxis eines Psychologen in Piräus geliefert wurden.
Ermittlungen und Festnahmen in Attika
Beamte der griechischen Polizei zerschlugen einen Drogenverteilungsring, der in Westattika operierte, und nahmen am 27. August 2026 bei Razzien am Mittag in Athen drei Personen fest. Die koordinierte Aktion wurde von der Unterdirektion für besondere operative Aktionen der Direktion für Strafverfolgung und Aufdeckung von Straftaten in Attika durchgeführt. Ihr vorausgegangen waren Informationen, die von Beamten der Abteilung für sofortige Drogenintervention gesammelt und analysiert worden waren. Die Ermittler nahmen einen 41-jährigen Mann fest, der als operativer Rädelsführer identifiziert wurde, sowie einen praktizierenden Psychologen aus Piräus, der angeblich synthetische Betäubungsmittel geliefert hatte. Ein 45-jähriger Käufer wurde ebenfalls auf frischer Tat festgenommen, nachdem er Betäubungsmittel von dem Verteiler erworben hatte. Die formelle Anklageschrift, die den Justizbehörden vorgelegt wurde, umfasst zwei weitere flüchtige Verdächtige sowie 18 nicht identifizierte Personen, die mit dem Verteilungsring in Verbindung stehen.
Verteilernetz und operative Methoden
Der 41-jährige Verdächtige betrieb das Drogenverteilernetz von seiner Wohnung in Chaidari aus und begann seine systematische Tätigkeit Anfang Juli 2026. Er nutzte sein Zuhause als zentrales Lager und Verarbeitungswerkstatt, wobei er technisches Fachwissen einsetzte, um Cannabis und Kokain vor dem Vertrieb zu verfeinern, zu mischen und zu verpacken. Die Lieferungen erfolgten über drei verschiedene Kanäle: direkte Abholungen in der Wohnung in Chaidari, Treffen an nahegelegenen Orten mit dem Privatwagen des Verdächtigen und Sendungen über ein gewerbliches Frachtunternehmen. Um der Strafverfolgung zu entgehen, kommunizierte der Verteiler ausschließlich über ein nicht registriertes Ghost-Phone und verwendete verschlüsselte Slangausdrücke, um Mengen, Preise und Treffpunkte zu besprechen. Polizeiakten zeigten, dass das Netzwerk einen etablierten Kundenstamm unterhielt, zu dem ein bekannter Volkssänger mit den Initialen R.G. gehörte, und dass der Rädelsführer versuchte, einen Helfer anzuwerben, der zehn tägliche Kundenlieferungen für bis zu 100 Euro pro Tag abwickeln sollte.
- Rohes Cannabis
- 834.9 g
- Ketamin
- 522.5 g
- Verarbeitetes Cannabis
- 131.6 g
- Kokain
- 122.7 g
- 3-MMC
- 103 g
- MDMA
- 56.2 g
- Ecstasy
- 39 g
Versorgungslinie aus Piräus
Im Rahmen der Ermittlungen gesammelte Beweise ergaben, dass der Psychologe aus Piräus, der in Netzwerkkreisen unter dem Spitznamen Doktor bekannt war, als Hauptlieferant für synthetische Drogen und verschreibungspflichtige Medikamente diente. Über diese Verbindung sicherte sich der 41-jährige Verteiler regelmäßigen Zugang zu MDMA, LSD, Ecstasy, 3-MMC, Ketamin und verschiedenen Betäubungstabletten. In den Transaktionsprotokollen der Polizei wurden 90 separate Drogenverkäufe dokumentiert, die der 41-Jährige zwischen Anfang Juli 2026 und dem 23. August 2026 durchführte und die Gesamterlöse von 3.800 Euro erbrachten. Erste Leibesvisitationen bei den Mittagsrazzien ergaben eine kleine Menge Cannabis, 445 Euro Bargeld und ein Mobiltelefon, das zur Koordinierung der Transaktionen diente.
- Ring beginnt systematische Drogenverteilung in Westattika
- Polizei dokumentiert 90 abgeschlossene Drogenverkäufe im Wert von 3.800 Euro seit Juli
- Beamte nehmen Rädelsführer, Psychologen-Lieferant und einen Käufer in Athen fest
Beschlagnahmte Betäubungsmittel und Beweismittel
Anschließende Durchsuchungen der Wohnungen der Verdächtigen und der Praxis des Psychologen in Piräus, unterstützt durch einen ausgebildeten Polizeihund, führten zur Beschlagnahmung von über zwei Kilogramm illegaler Substanzen. Die beschlagnahmten Mengen umfassten 834,9 Gramm Roh-Cannabis, 522,5 Gramm Ketamin, 131,6 Gramm verarbeitetes Cannabis-Pressblech, 122,7 Gramm Kokain, 103 Gramm der synthetischen Droge 3-MMC, 56,2 Gramm MDMA und 39 Gramm Ecstasy. Die Behörden beschlagnahmten außerdem 180 Arzneimitteltabletten, 100 mit Cannabis versetzte Bonbons, sechs Präzisionswaagen, zwei Pkw, ein Motorrad, umfangreiche handschriftliche Aufzeichnungen und 15.565 Euro Bargeld. Die drei Festgenommenen wurden der zuständigen Staatsanwaltschaft vorgeführt, wo sie sich wegen Drogenhandels im schweren Fall zu verantworten haben.


