
Drei Tote bei Feldbrand mit mehreren Brandausbrüchen in Westfrankreich
Drei Menschen starben, als ein Feuer mit mehreren Ausgangspunkten etwa 20 Hektar in Lhoumois (Deux-Sèvres) erfasste und am 11. August ein gemietetes Haus und ein landwirtschaftliches Gebäude zerstörte.
Feuer erfasst ländliches Dorf
Ein Feuer, das am Dienstag, den 11. August, in einem Feld nahe des Dorfes Lhoumois im Département Deux-Sèvres in Westfrankreich ausbrach, zerstörte ein gemietetes Haus und einen landwirtschaftlichen Hangar und tötete drei Menschen. Die Gendarmerie wurde gegen 16:10 Uhr über mehrere Brandausbrüche in einem Feld nahe Lhoumois alarmiert, einer Gemeinde mit etwa 150 Einwohnern, etwa 50 Kilometer westlich von Poitiers im Département Vienne. Die Flammen breiteten sich schnell durch Hecken und Wiesen aus, verwüsteten etwa 20 Hektar und erreichten schließlich die Gebäude. Bürgermeister Jean Pillot, der mit BFMTV sprach, sagte, das Feuer sei in der Nähe einer Straße ausgebrochen, die Lhoumois mit einem Nachbardorf verbindet. Das Feuer erreichte zunächst einen Futterhangar und griff dann auf das angrenzende Haus über, das BFMTV als Gîte beschrieb. Die rasche Ausbreitung über die landwirtschaftliche Fläche ließ den Bewohnern wenig Zeit zu reagieren.
- Gendarmerie über mehrere Brandausbrüche in einem Feld nahe Lhoumois alarmiert
- Zwei verkohlte Leichen in den Trümmern des zerstörten Hauses gefunden
- Dritte Leiche aus den Trümmern geborgen
Opfer noch nicht identifiziert
Rettungskräfte fanden am Dienstagabend zunächst zwei völlig verkohlte Leichen in den Trümmern des Hauses. Eine dritte Leiche wurde am Mittwochmorgen gefunden, wie eine mit der Untersuchung vertraute Quelle der AFP mitteilte. Die Opfer wurden noch nicht offiziell identifiziert. Die Gendarmerie erklärte, die ersten geborgenen Leichen seien so stark verbrannt, dass sie vor Ort nicht identifizierbar waren. Laut der Regionalzeitung La Nouvelle République wurde das Haus seit mehreren Jahren von einem Paar und ihrem etwa 20-jährigen Kind gemietet. Der Bürgermeister sagte der Zeitung, alles deute darauf hin, dass es sich bei den Opfern um die Mieter handele, die nicht ans Telefon gingen. Pillot vermutete, die Opfer hätten das Vordringen des Feuers möglicherweise nicht bemerkt, wie die spanische Nachrichtenagentur EFE zitierte.
Bei der Hitze hatten sie vielleicht die Fensterläden heruntergelassen.
Ermittlungen und Brandstiftungsverdacht
Die Untersuchung wurde der Ermittlungsbrigade Parthenay übertragen, die am Dienstagabend einen großen Sicherheitsbereich um das betroffene Gebiet errichtete. Ermittler des Institut de Recherche Criminelle de la Gendarmerie Nationale (IRCGN) mit Sitz in Pontoise in der Region Paris wurden ebenfalls zum Tatort entsandt, um Untersuchungen durchzuführen und die Ermittlungen zu unterstützen. Die Feststellung mehrerer anfänglicher Brandherde hat den Verdacht aufkommen lassen, dass das Feuer vorsätzlich gelegt wurde, obwohl die Behörden diese Hypothese nicht bestätigt haben. Die Polizei ermittelt weiterhin zu den Brandursachen. BFMTV berichtete zunächst, dass am Dienstag, den 11. August, mindestens zwei Menschen gestorben seien und eine dritte Person in den Trümmern gesucht werde, bevor die dritte Leiche am Mittwochmorgen geborgen wurde.
Hitze und Dürrebedingungen
Frankreich erlebt wie weite Teile Europas Hitzewellen und Dürre mit Folgen für die öffentliche Gesundheit und einem erhöhten Risiko von Waldbränden. Das Feuer in Lhoumois brach an mehreren Stellen in einem Feld aus und breitete sich mit großer Geschwindigkeit über etwa 20 Hektar landwirtschaftlicher Fläche aus, bevor es die Wohn- und landwirtschaftlichen Gebäude erreichte. Die schnelle Ausbreitung durch trockene Hecken und Wiesen wurde durch die Dürrebedingungen in der Region begünstigt. Die Flammen zerstörten sowohl einen Futterhangar als auch das angrenzende gemietete Haus und forderten drei Todesopfer.
