
Drei Festnahmen in Glyfada wegen Diebstählen mit platzengelassenen Reifen an Bankkunden-Fahrzeugen
Die griechische Polizei hat am Montag, dem 12. Oktober 2026, in Glyfada zwei Ausländer und eine weitere Person festgenommen. Sie werden einer Gruppe zugerechnet, die Autofahrer beraubt haben soll, die zuvor Bargeld bei Banken abgehoben hatten.
Die Festnahmen
Die Polizei nahm am Nachmittag des Montags, 12. Oktober 2026, in Glyfada drei Personen fest. Die Aktion erfolgte auf Grundlage von Haftbefehlen gegen die beiden Ausländer. Die Ermittlungen führte die Direktion zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität; nach Angaben der Polizei gehörten die beiden Männer einer international agierenden kriminellen Organisation an. Eine dritte Person wurde im Zusammenhang mit demselben Fall festgenommen. Gegen alle drei wurden Verfahren wegen Bildung einer kriminellen Organisation, schweren Diebstahls, Urkundenfälschung, Sachbeschädigung, falscher Zeugenaussage und Verstößen gegen das Ausländerrecht eröffnet. Die drei wurden den zuständigen Staatsanwaltschaften vorgeführt, und die Ermittler arbeiten weiter daran, das volle Ausmaß der Aktivitäten der Gruppe aufzuklären.
- Früheste Straftaten in den aufgeklärten Fällen
- Jüngste Straftaten in den aufgeklärten Fällen
- Drei Personen in Glyfada festgenommen
Wie die Masche funktionierte
Den Ermittlungen zufolge wechselten die Mitglieder der Gruppe vorübergehend zwischen Ländern, um Diebstähle und Einbrüche zu begehen – ein Vorgehen, das die Polizei als kriminellen Tourismus bezeichnete. Zunächst beobachteten die Täter Bankfilialen und suchten Kunden aus, die größere Bargeldbeträge abhoben. Anschließend beschädigten sie einen Reifen am Fahrzeug des Opfers und folgten ihm, bis der Fahrer anhalten musste. Ein Mitglied trat an den Fahrer heran, bot Hilfe an und lenkte ihn ab, während ein Komplize sich von der anderen Seite dem Auto näherte und die Tasche mit dem Bargeld entwendete. Die Masche werde Berichten zufolge weit verbreitet angewandt, unter anderem in Ländern Mitteleuropas.
Fälle, sichergestellte Gegenstände und frühere Festnahmen
Die Ermittler haben drei Diebstähle und zwei versuchte Diebstähle aus Fahrzeugen aufgeklärt, die zwischen Anfang August und Anfang September 2026 begangen wurden. Die Gesamtbeute wird auf mehr als 7.500 Euro geschätzt. Bei Durchsuchungen einer Wohnung in Athen, in der sich die Verdächtigen vorübergehend aufgehalten hatten, sowie bei Personendurchsuchungen wurden zwei gefälschte Reisedokumente, Mobiltelefone, Schmuck und Bankkarten sichergestellt. Die Gruppe nutzte zudem gefälschte Dokumente, um Autos und Kurzzeitunterkünfte zu mieten und nicht zurückverfolgt zu werden. Der Kontakt mit ausländischen Behörden ergab, dass die beiden Ausländer wegen ähnlicher Straftaten in Spanien, Norwegen, Frankreich und Deutschland wiederholt festgenommen worden waren; einer von ihnen wird von den spanischen Behörden wegen Vermögensdelikten verfolgt.
- Vollendete Diebstähle
- 3
- Versuchte Diebstähle
- 2
Video der Diebstähle
Nach den Festnahmen wurden Aufnahmen der Vorgehensweise der Gruppe veröffentlicht. Kathimerini veröffentlichte ein Video, das einen Mann zeigt, der neben dem Auto eines ahnungslosen Opfers steht und kurz die hintere Tür einen Spalt öffnet, bevor der Fahrer aussteigt, um das Fahrzeug abzuschließen. Dann erscheint ein Komplize, blickt sich um, steigt in das Auto und entnimmt Geld, bevor er den Tatort verlässt. To Vima erklärte, Videomaterial der Vorgehensweise der Gruppe erhalten zu haben.
Wie es weitergeht
Die drei Verdächtigen wurden den Staatsanwaltschaften vorgeführt, die Ermittlungen dauern an. Die bisher gemeldeten Zahlen betreffen Straftaten von Anfang August bis Anfang September 2026, und die Ermittler haben das volle Ausmaß der Aktivitäten der Gruppe noch nicht aufgeklärt.


