
Drei Bären tot in Nordgriechenland innerhalb von 24 Stunden gefunden: zwei erschossen, einer vergiftet
Die Behörden ermitteln, nachdem drei Bären in Florina und Kozani tot aufgefunden wurden, zwei mit Schusswunden und einer vermutlich durch vergifteten Köder.
Abfolge der Entdeckungen
Innerhalb eines einzigen 24-Stunden-Zeitraums wurden in den Regionen Florina und Kozani in Westmakedonien drei Braunbären tot aufgefunden, was eine polizeiliche und forstbehördliche Untersuchung auslöste.
Erwachsenes Männchen in der Nähe eines Maisfeldes erschossen
Der erste Vorfall betraf einen etwa 8 Jahre alten, 170 kg schweren erwachsenen männlichen Bären. Er wurde auf der Autobahn Egnatia Odos (Abschnitt Florina‑Kozani) gefunden, nachdem er dreimal angeschossen worden war (einmal in den Hals, zweimal in den Rücken). Berichten zufolge war der Bär in ein nahe gelegenes Maisfeld eingedrungen, um nach Nahrung zu suchen, und wurde dort beschossen. Verletzt schaffte er es nur wenige Meter bis auf die Autobahn, wo er von der Verkehrspolizei entdeckt wurde. Der Bär war zunächst noch bei Bewusstsein, starb aber kurz darauf.
Junges Weibchen vermutlich vergiftet
Ein zweiter Vorfall, ebenfalls in Florina, betraf ein erst zwei Jahre altes weibliches Bärenjunges. Es wurde in einem Waldgebiet tot aufgefunden, und erste Hinweise deuten auf den Tod durch die Aufnahme vergifteter Köder (bekannt als φόλα oder „fola") hin. Die Ergebnisse toxikologischer Tests stehen noch aus, um die Todesursache zu bestätigen.
Dritter Bär in Kozani in den Kopf geschossen
Der dritte Fall ereignete sich in Pylori, einem Dorf in der Gemeinde Voio, Kozani. Ein 2,5 Jahre alter männlicher Bär wurde mit drei Schusswunden am Kopf entdeckt. Der Forstdienst von Tsotyli wurde von einem Viehzüchter alarmiert, der einen Schuss gehört hatte; nach einer Obduktion wurde der Bär von den zuständigen Diensten begraben. Forstbeamter Theodoros Palamas erklärte, alle Beweise seien gesammelt worden, um ein Verfahren aufzubauen, und es werde ermittelt, um den oder die Täter zu identifizieren. Auch die Naturschutzorganisation Kallisto gab eine Stellungnahme zu der Tötung ab.
Ermittlungen und Reaktionen
Die Vorfälle haben bei den Behörden und Umweltorganisationen Besorgnis ausgelöst. Polizei und Forstämter führen Ermittlungen durch. Die Wilderei von Bären, einer in Griechenland geschützten Art, stellt weiterhin ein anhaltendes Problem dar. Arktouros, eine weitere Bärenschutzorganisation, wurde im Zusammenhang mit dem auf der Autobahn gefundenen Bären genannt, allerdings wurden keine Festnahmen gemeldet.


