
Französischer Rapper Doums muss sich nach Festnahme in Vitry-sur-Seine am 21. Oktober erneut wegen häuslicher Gewalt vor Gericht verantworten
Mamadou Coulibaly wurde am Sonntag in Vitry-sur-Seine wegen wiederholter Drohungen in Gewahrsam genommen und muss sich in Créteil wegen mutmaßlicher Gewalt mit bis zu acht Tagen Arbeitsunfähigkeit vor Gericht verantworten.
Festnahme und Verhandlungstermin im Oktober
Der französische Rapper Doums, bürgerlich Mamadou Coulibaly, muss sich am 21. Oktober wegen mutmaßlicher häuslicher Gewalt gegen seine Partnerin vor Gericht verantworten. Der 33-jährige Musiker wurde am Sonntag in Vitry-sur-Seine, einer Gemeinde im Département Val-de-Marne südlich von Paris, in Polizeigewahrsam genommen. Die Staatsanwaltschaft in Créteil gab den angesetzten Verhandlungstermin am Mittwochabend, dem 30. September, bekannt, nachdem der Gewahrsam des Rappers beendet worden war. Coulibaly war zunächst wegen des Vorwurfs wiederholter Drohungen gegen seine Ehefrau oder Partnerin zum Verhör vorgeladen worden. Nach der Befragung entließen die Ermittler ihn aus dem Gewahrsam, ohne richterliche Aufsicht anzuordnen, und übergaben ihm stattdessen eine förmliche Ladung vor Gericht. Die von der Staatsanwaltschaft erhobenen Vorwürfe bezeichnen Gewalthandlungen durch einen Ehepartner oder Partner, die zu einer Arbeitsunfähigkeit von höchstens acht Tagen führten.
Verteidigung rügt das Polizeiverfahren
Seine Verteidigerin Marion Coiffier erhob formelle Einwände gegen die Durchführung des Polizeigewahrsams und die daraus entstandenen Unterlagen. Gegenüber der Agence France-Presse erklärte Coiffier, der ursprüngliche Haftgrund des Rappers – wiederholte Drohungen – sei durch keinerlei greifbare Beweise in der Akte gestützt. Sie wies zudem darauf hin, dass die Beamten Coulibaly innerhalb einer einzigen Stunde zwei verschiedene gerichtliche Ladungen ausgehändigt hätten. Laut der Verteidigerin nannten die beiden Mitteilungen unterschiedliche rechtliche Vorwürfe und setzten zwei getrennte Gerichtstermine an.
Die Eigenart dieses Verfahrens fällt mir auf.
Coiffier argumentierte, eine derart schnelle Abfolge von Verfahrensänderungen ziehe zwangsläufig Prüfung nach sich. Sie erklärte, sie warte nun darauf, dass das Gericht diese Unterlagen in Ruhe prüfe und sicherstelle, dass Recht gesprochen werde.
Frühere Verurteilung in Créteil
Der neue Prozess folgt mehrere Monate nach einer strafrechtlichen Verurteilung Coulibalys in einem früheren Fall häuslicher Gewalt in Créteil. Im Februar verurteilte das Gericht in Créteil ihn nach einer nicht öffentlichen Verhandlung zu einer achtmonatigen Bewährungsstrafe. Jenes frühere Verfahren betraf Vorwürfe häuslicher Gewalt gegen seine Partnerin zwischen Dezember 2022 und Januar 2026. Coiffier wies darauf hin, dass das Gericht ihren Mandanten von allen Vorwürfen aus den Jahren 2022, 2023 und 2024 freigesprochen habe. Ausgangspunkt jenes Falls war der Januar, als die Partnerin die Polizeiwache von Vitry-sur-Seine bei Paris aufsuchte, um einen Vorfall häuslicher Gewalt in ihrer gemeinsamen Wohnung anzuzeigen, der sich in Anwesenheit ihrer beiden Kinder ereignete und zu einem Tag Arbeitsunfähigkeit führte.
- Ende der Beziehung zwischen Doums und der Schauspielerin Adèle Exarchopoulos.
- Die Partnerin zeigt einen Vorfall häuslicher Gewalt bei der Polizeiwache von Vitry-sur-Seine an.
- Das Gericht in Créteil verurteilt Doums zu einer achtmonatigen Bewährungsstrafe.
- Doums wird in Vitry-sur-Seine wegen Drohungsvorwürfen in Polizeigewahrsam genommen.
- Angesetzter Termin für die Verhandlung vor dem Gericht in Créteil wegen häuslicher Gewalt.
- Angesetzter Termin für die Verhandlung in Paris zu den Vorwürfen von Adèle Exarchopoulos.
Weiterer Fall mit Adèle Exarchopoulos
Neben dem Verfahren in Créteil muss sich Coulibaly in Paris in einem weiteren Prozess wegen separater Vorwürfe der Schauspielerin Adèle Exarchopoulos stellen. Exarchopoulos und Coulibaly waren bis 2018 liiert und haben einen gemeinsamen Sohn. Die Schauspielerin beschuldigte ihn wiederholter häuslicher Gewalt, was zu einem Verfahren vor dem Pariser Strafgericht führte. Die Justizbehörden in Paris verschoben diesen nicht öffentlichen Prozess kürzlich auf den 8. Februar. Coulibalys Justizakte umfasst bereits drei frühere strafrechtliche Verurteilungen wegen Delikten im Zusammenhang mit Exarchopoulos. Eine Verurteilung erfolgte wegen häuslicher Gewalt, die beiden anderen wegen böswilliger Telefonanrufe und elektronischer Kommunikation.

