
Venezuela von zwei schweren Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 erschüttert – Gebäude in Caracas eingestürzt, USGS warnt vor hohen Opferzahlen
Zwei schwere Erdbeben der Stärken 7,2 und 7,5 haben Venezuela am Mittwochabend erschüttert und Gebäude in Caracas zum Einsturz gebracht. Die USGS warnt vor einer möglicherweise hohen Zahl an Todesopfern und erheblichen Schäden.
Die Beben
Zwei schwere Erdbeben erschütterten Venezuela am Mittwochabend, dem 24. Juni 2026. Das erste Beben der Stärke 7,2 ereignete sich um 22:04 Uhr GMT in einer Tiefe von 21,9 Kilometern, etwa 200 Kilometer westlich von Caracas nahe Morón. Nur 39 Sekunden später traf ein zweites, noch stärkeres Beben der Stärke 7,5 in 45 Kilometern Entfernung in einer Tiefe von 10 Kilometern ein, so der United States Geological Survey (USGS). Der USGS bezeichnete das Ereignis als „Doppelereignis“ und „eine Katastrophe beträchtlichen Ausmaßes“.
- Erstes Beben: Stärke 7,2, Tiefe 21,9 km
- Zweites Beben: Stärke 7,5, Tiefe 10 km
Auswirkungen in Caracas
In der Hauptstadt Caracas stürzten mehrere Gebäude ein, darunter ein 22-stöckiges Bauwerk im Stadtteil Altamira, das vollständig zerstört wurde. Augenzeugen berichteten, wie Rettungskräfte Menschen aus den Trümmern zogen und in Krankenwagen brachten. Freiwillige kletterten auf die Trümmerhaufen und riefen die Namen vermisster Angehöriger. In der ganzen Stadt kam es zu Stromausfällen, und Panik breitete sich aus, als Bewohner auf die Straßen flohen.
Offizielle Reaktion
Innenminister Diosdado Cabello bestätigte den Einsturz mehrerer Gebäude und ordnete an, die Gasversorgung zu unterbrechen, um weitere Unfälle zu verhindern.
Einige Gebäude wurden beschädigt, und wir wollen gasbedingte Unfälle vermeiden.
Die venezolanischen Behörden haben noch keine offizielle Opferzahl veröffentlicht.
Warnungen des USGS
Der USGS warnte, dass „eine hohe Zahl an Todesopfern und erhebliche Schäden wahrscheinlich“ seien, und bezeichnete das Ereignis als „Katastrophe beträchtlichen Ausmaßes“. Die Behörde schätzte die anfängliche Zahl der Todesopfer auf 10.000 bis 100.000 Menschen. Die Beben waren flach, was die Zerstörungskraft typischerweise verstärkt, und waren noch in Kolumbien zu spüren.
Augenzeugenberichte
Heidi Romero, eine 42-jährige Ladenbesitzerin, befand sich im obersten Stockwerk eines belebten Einkaufszentrums in Altamira, als das Beben begann.
Es war unglaublich, ich weiß nicht einmal, wie lange es dauerte. Eine ganze Reihe von Gegenständen fiel um.
Sie floh über die Treppe, während um sie herum Gegenstände herabstürzten. Viele andere berichteten von ähnlichen Szenen der Panik und des Chaos.


