
Chef der italienischen Staatsbahn Donnarumma tritt früher als geplant nach Regierungsdruck zurück
Stefano Antonio Donnarumma ist am 30. Juni während einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung als CEO und Generaldirektor der Ferrovie dello Stato Italiane zurückgetreten, gedrängt von Verkehrsminister Matteo Salvini. Die Gruppe bestätigte ihre volle operative Kontinuität und ihr Bekenntnis zum Industrieplan.
Politischer Druck erzwingt vorzeitigen Abgang
Donnarumma war von der Regierung faktisch abgesetzt worden, nachdem Verkehrsminister und Vizepremier Matteo Salvini auf einen Wechsel an der Spitze des staatlichen Eisenbahnkonzerns gedrängt hatte. Der Rücktritt, den der Aufsichtsrat während einer außerordentlichen Sitzung am Nachmittag des 30. Juni annahm, erfolgte mehrere Wochen vor dem ursprünglich erwarteten Abgangsfenster zwischen dem 23. Juli und dem 1. August. Italienische Medien bezeichneten den Schritt als Entlassung, und ein Bericht deutete an, dass auch der gesamte Aufsichtsrat zurücktreten werde, obwohl sich die offizielle Erklärung nur auf Donnarummas Abgang konzentrierte.
Aufsichtsrat würdigt scheidenden CEO, gelobt Führungskontinuität
Aufsichtsratsvorsitzender Tommaso Tanzilli sprach dem scheidenden CEO im Namen des Gremiums seinen Dank aus.
Der Vorsitzende Tommaso Tanzilli sprach im Namen des gesamten Aufsichtsrats Stefano Antonio Donnarumma seinen Dank für die geleistete Arbeit an der Spitze der FS Italiane Group aus und würdigte sein Engagement, seine Professionalität und seinen Beitrag zur Verfolgung der strategischen Ziele des Unternehmens und zur Entwicklung der wichtigsten Industrieprogramme.
Der Aufsichtsrat wird Verfahren einleiten, um die volle Kontinuität der Führung und der Aktivitäten zu gewährleisten, in Übereinstimmung mit den gesetzlichen und regulatorischen Bestimmungen. Die Gruppe bekräftigte ihr Bekenntnis zum Industrieplan und garantierte operative Kontinuität, Managementeffizienz und die vollständige Umsetzung der Investitionsprogramme im Dienste der Mobilität des Landes.
Trenitalia-CEO Strisciuglio soll übernehmen
Der vorzeitige Abgang ebnet den Weg für eine schnelle Ernennung von Gianpiero Strisciuglio, derzeit CEO von Trenitalia, der wichtigsten Betriebstochter der FS Group. Es wurde kein Datum für die Nachfolge genannt, aber eine rasche Übergabe wurde allgemein erwartet. Die Änderungen folgen auf Salvinis Forderung nach einem neuen Führungskurs bei der Gruppe, die den Großteil der italienischen Schieneninfrastruktur und des Personenverkehrs verwaltet.


