Brandenburgs Verkehrsminister verteidigt Einstellung der direkten RE3-Zugverbindung nach Schwedt
Brandenburgs Verkehrsminister Robert Crumbach (SPD) sagt, dass der RE3-Direktverkehr nach Schwedt im Dezember 2026 endet und die Fahrgäste in Angermünde auf die RB61 umsteigen, da die Fahrgastzahlen in Richtung Schwedt nur 1.300 täglich betragen, verglichen mit über 4.000 in Richtung Prenzlau.
Minister verteidigt Ende der Direktverbindung nach Schwedt
Brandenburgs Verkehrsminister Robert Crumbach (SPD) verteidigt die Pläne zur Umstrukturierung des Zugverkehrs nach Schwedt, einer Stadt in der Uckermark im Nordosten Brandenburgs. Der derzeitige RE3, der eine stündliche Direktverbindung nach Schwedt bietet, soll zum Fahrplanwechsel im Dezember 2026 eingestellt werden. Nach der neuen Regelung endet der RE3 in Angermünde und fährt stündlich weiter nach Stralsund an der Ostsee. Reisende nach Schwedt müssen in Angermünde vom RE3 auf die Regionalbahn RB61 für den letzten Abschnitt ihrer Reise umsteigen. Die Änderung betrifft Pendler, Tagesausflügler und Urlauber, die derzeit die direkte RE3-Verbindung nach Schwedt nutzen.
Im aktuellen Fahrplan verkehrt der RE3 stündlich von Berlin über Angermünde, wobei jeder zweite Zug weiter nach Schwedt fährt und die anderen zur Ostseeküste weiterfahren. Der neue Plan sieht vor, dass alle RE3-Züge über Angermünde hinaus nach Stralsund fahren, wodurch eine durchgehende stündliche Verbindung zur Küste entsteht, während der Schwedter Ast durch den RB61-Shuttle bedient wird.
Crumbach rechtfertigte die Umstrukturierung mit einem erheblichen Unterschied bei den täglichen Fahrgastzahlen zwischen den beiden Streckenästen. Er stellte fest, dass täglich mehr als 4.000 Menschen mit dem Zug in Richtung Prenzlau fahren, während nur 1.300 den Service in Richtung Schwedt nutzen.
Richtung Prenzlau fahren täglich über 4.000 Menschen mit dem Zug. Richtung Schwedt sind es nur 1.300. Schon allein anhand dieser Zahlen sieht man, dass es viel sinnvoller ist, den Stundentakt durchgehend bis nach Stralsund zu fahren, weil dort viel mehr Menschen mitfahren.
Auswirkungen auf Pendler in Schwedt
Der Minister räumte ein, dass Fahrgäste, die nach Schwedt unterwegs sind, eine Änderung ihrer Reisegewohnheiten hinnehmen müssen. Im derzeitigen System müssen sie alle zwei Stunden umsteigen. Ab Dezember 2026 müssen sie stattdessen stündlich in Angermünde umsteigen. Crumbach spielte die Unannehmlichkeiten jedoch herunter und erklärte, dass die zusätzliche Reisezeit vernachlässigbar sei.
Es liegt im Bereich von etwa drei Minuten.
Er argumentierte, dass der stündliche Shuttle-Service zwischen Angermünde und Schwedt auf der RB61 zuverlässiger laufen würde als die derzeitige Regelung. Crumbach zeigte sich zuversichtlich, dass die erhöhte Taktung der Verbindung Angermünde-Schwedt die Strecke stabiler machen würde als bisher, was zu einem insgesamt besseren Service für die Fahrgäste führe.
Und dann haben wir insgesamt einen deutlich verbesserten Service.
Fahrgastunterschied treibt Entscheidung
Die Umstrukturierung beruht auf der Lücke bei den Fahrgastzahlen zwischen den beiden Streckenästen. Die Richtung Prenzlau und Ostsee befördert täglich weit mehr Fahrgäste als die Stichstrecke nach Schwedt. Indem der stündliche RE3 durchgehend bis nach Stralsund verlängert wird, anstatt in Angermünde geteilt zu werden, will das Verkehrsministerium die Kapazitäten dort bündeln, wo die Nachfrage am höchsten ist.
- Richtung Prenzlau
- 4000 Fahrgäste/Tag
- Richtung Schwedt
- 1300 Fahrgäste/Tag
Ab Dezember 2026 wird der RE3 Schwedt nicht mehr direkt bedienen. Die Linie fährt stattdessen stündlich zur Ostseeküste, was die Priorisierung der nachfragestärkeren Route durch das Ministerium widerspiegelt. Schwedter Fahrgäste sind auf den RB61-Shuttle ab Angermünde angewiesen, mit einem stündlichen Umstieg und geschätzten drei zusätzlichen Minuten Reisezeit.


