
Yan Diomande einigt sich mit PSG auf persönliche Bedingungen – Leipzig fordert 130 Mio. Euro für Teenager-Star
Der ivorische Flügelstürmer Yan Diomande hat sich mit Paris Saint-Germain auf einen Fünfjahresvertrag geeinigt. Nun müssen die französischen Meister jedoch eine Ablöse mit RB Leipzig aushandeln, die den 19-Jährigen auf rund 130 Millionen Euro taxieren.
Einigung erzielt
Yan Diomande hat Paris Saint-Germain als seinen nächsten Verein auserkoren, falls er RB Leipzig in diesem Sommer verlässt. Der 19-jährige ivorische Nationalspieler hat sich laut mehreren Berichten mit den Champions-League-Siegern auf einen Fünfjahresvertrag geeinigt. Quellen aus dem Umfeld des Spielers teilten The Athletic mit, dass Diomande an das Projekt von Präsident Nasser Al-Khelaifi und Sportberater Luis Campos glaubt und unter Cheftrainer Luis Enrique spielen möchte.
Der Flügelstürmer sieht in einem Wechsel in die französische Hauptstadt die beste Gelegenheit, regelmäßig um Titel zu kämpfen und möglicherweise zukünftiger Ballon-d'Or-Gewinner zu werden. Der FC Liverpool hatte zuvor seine Bereitschaft signalisiert, ein Paket von knapp 100 Millionen Euro zu schnüren, doch dieses Angebot wurde von Leipzig abgelehnt.
Leipzigs Haltung
Leipzig pocht auf rund 130 Millionen Euro und versucht gleichzeitig, Diomande mit verbesserten Konditionen an sich zu binden. Der Teenager unterschrieb einen Vertrag bis 2030, als er im vergangenen Sommer für nur 20 Millionen Euro vom spanischen Zweitligisten Leganes kam. In seinem aktuellen Vertrag gibt es keine Ausstiegsklausel.
Wenn ich Sportdirektor wäre, würde ich diesen jungen Spieler nicht verkaufen, egal welcher Preis geboten wird.
Leipzigs Aufsichtsratsvorsitzender Oliver Mintzlaff machte diese Aussage im April, doch der Verein befindet sich nun in Gesprächen mit PSG über eine Ablöse. Sollte ein Deal zustande kommen, wäre es Leipzigs größter Verkauf und würde die 76,5 Millionen Euro (plus Boni) übertreffen, die Manchester United 2025 für Benjamin Sekso zahlte, sowie die 90 Millionen Euro, die Manchester City 2023 für Josko Gvardiol überwies.
WM-Kontext
Diomande befindet sich derzeit mit der Elfenbeinküste bei der Weltmeisterschaft und wird voraussichtlich am Dienstag im Sechzehntelfinale in Arlington, Texas, gegen Norwegen zum Einsatz kommen. In dieser Saison verpasste er nur ein Bundesligaspiel, erzielte 12 Tore und bereitete neun Treffer in 33 Ligaeinsätzen vor, half Leipzig damit auf Platz drei und qualifizierte sich für die Champions League.
- Diomande wechselt für 20 Mio. Euro von Leganes zu RB Leipzig
- Leipzigs Vorsitzender Mintzlaff sagt, er würde Diomande zu keinem Preis verkaufen
- Diomande einigt sich mit PSG auf persönliche Bedingungen
- Elfenbeinküste trifft im WM-Sechzehntelfinale auf Norwegen
Die Zahlen
In allen Wettbewerben verbuchte Diomande in seiner ersten Bundesliga-Saison 13 Tore und neun Vorlagen in 36 Spielen. Sein rasanter Aufstieg hat das Interesse der europäischen Spitzenklubs geweckt, doch PSG scheint das Rennen um seine Unterschrift gewonnen zu haben. Die mögliche Ablöse von 130 Millionen Euro würde einen enormen Gewinn gegenüber den 20 Millionen Euro bedeuten, die Leipzig vor einem Jahr an Leganes zahlte.
- Diomande (vorgeschlagen)
- 130 Mio. Euro
- Gvardiol (2023)
- 90 Mio. Euro
- Sekso (2025)
- 76.5 Mio. Euro
Wie es weitergeht
PSG bereitet sich auf die Verhandlungen über die Transfermodalitäten mit Leipzig vor, während Diomande sich auf die WM konzentriert. Der französische Klub wird zudem voraussichtlich Stürmer Gonçalo Ramos an die AC Mailand verlieren – ein Deal, der bis zu 70 Millionen Euro einbringen könnte – und damit Platz im Kader schaffen, auch wenn Diomande hauptsächlich als Flügelstürmer agiert.


