
Elfenbeinküste besiegt Ecuador mit Last-Minute-Tor – Deutschland erhält WM-Warnung
Amad Diallo erzielte in der 90. Minute das Siegtor zum 1:0-Erfolg der Elfenbeinküste gegen Ecuador in Philadelphia. Die intensive Partie war eine Warnung an Deutschland, dass in der Gruppe E härtere Prüfungen bevorstehen.
Die Elfenbeinküste und Ecuador trafen in einem lebhaften Duell der Gruppe E im Lincoln Financial Field in Philadelphia aufeinander. 68.274 Zuschauer verfolgten eine Partie, in der beide Teams von Beginn an nach vorne drängten.
Frühe Chancen und Aluminiumpech
Ecuador sorgte für die erste klare Gefahr. John Yeboah, der in Hamburg geborene Flügelspieler, traf in der 16. Minute die Latte. Sieben Minuten später schepperte auch Alan Mindas Schuss am Aluminium – für die Südamerikaner eine frustrierende Angelegenheit. Die Elfenbeinküste konterte schnell: Hoffenheims Bazoumana Touré zwang den Torhüter aus spitzem Winkel zu einer Parade, und Elye Wahi vergab aus kurzer Distanz. Mit einem 0:0 ging es in die Pause.
Nullnummer in der zweiten Hälfte und späte Erlösung
Auch nach der Pause blieb das Tempo hoch. Yan Diomande, der 19-jährige Flügelstürmer von RB Leipzig, machte Ecuadors Abwehr immer wieder zu schaffen und zog sogar die Aufmerksamkeit von Arsenal-Innenverteidiger Piero Hincapié auf sich. Ecuador, lautstark von seinen in Gelb gekleideten Fans unterstützt, fand kein Mittel gegen die ivorische Defensive. Ein Unentschieden zeichnete sich ab, bis der eingewechselte Amad Diallo in der 90. Minute zum ivorischen Sieg einschob.
Was das für Deutschland bedeutet
Nachdem Deutschland mit einem 7:1-Kantersieg gegen Curaçao in das Turnier gestartet war, bot diese Partie eine Realitätsprüfung vor den schwereren Gruppenspielen. Der Experte Mats Hummels fand klare Worte.
Die nächsten zwei Spiele werden eine ganz andere Kaliber als Curaçao sein.
Deutschland spielt am Samstag in Toronto gegen die Elfenbeinküste und trifft am 25. Juni in East Rutherford auf Ecuador. Beide Gegner zeigten Physis und Angriffslust, die von Julian Nagelsmanns Mannschaft deutlich mehr abverlangen werden.
Situation in Gruppe E
Die Elfenbeinküste liegt mit drei Punkten auf Platz zwei der Gruppe E, hinter Deutschland (bessere Tordifferenz). Ecuador, das zuvor 19 Länderspiele in Folge ungeschlagen geblieben war, reist als Nächstes zum Duell mit Curaçao, bevor es auf Deutschland trifft. Das Fehlen der verletzten Innenverteidiger Evan Ndicka und Odilon Kossounou war in der ivorischen Defensive zu spüren, doch der Sieg hält die Hoffnung auf das erstmalige Erreichen der K.o.-Runde am Leben. Die 68.274 Zuschauer in Philadelphia, die überwiegend Ecuador unterstützten, sorgten für eine hitzige Atmosphäre.


