
DFB hebt Sperre von Elversberg-Trainer Vincent Wagner vor Bayern-Spiel auf
Das DFB-Sportgericht hat eine Sperre für die Trainerbank von SV Elversberg-Coach Vincent Wagner aufgehoben, nachdem Schiedsrichter Martin Petersen in einer Anhörung einen Fehler eingeräumt hatte.
Gerichtsentscheidung und Schiedsrichter-Aussage
Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat am Freitag eine automatische Ein-Spiel-Sperre für die Trainerbank von SV Elversberg-Cheftrainer Vincent Wagner aufgehoben. Wagner hatte am vorherigen Samstag beim 4:3-Auswärtssieg gegen Borussia Mönchengladbach von Schiedsrichter Martin Petersen die Gelb-Rote Karte erhalten. Der vorsitzende Sportrichter bezeichnete die Entscheidung, die Platzverweis-Entscheidung aufzuheben, als absoluten Ausnahmefall im deutschen Verbandsrecht. Während der mündlichen Verhandlung sagte Petersen aus, dass seine Reaktion im Nachhinein unangemessen gewesen sei und bestätigte, dass er die gleiche Disziplinarmaßnahme nicht noch einmal ergreifen würde. Da der Schiedsrichter vor der Richterbank formell einen Wahrnehmungsfehler einräumte, erhielt das Gericht die erforderlichen rechtlichen Grundlagen, um die zweite Gelbe Karte zurückzunehmen und den Trainer freizusprechen.
- Vincent Wagner erhält die Gelb-Rote Karte beim 4:3-Sieg von Elversberg in Mönchengladbach.
- Das DFB-Sportgericht hebt die Sperre von Wagner nach der Aussage von Schiedsrichter Martin Petersen auf.
- SV Elversberg empfängt Bayern München in der Bundesliga um 17:30 Uhr.
- Bayern München empfängt Union Berlin im nächsten Bundesliga-Spiel.
Reaktionen aus beiden Trainerstäben
Nach dem Urteil zeigte sich der 40-jährige Elversberg-Manager erleichtert und dankbar gegenüber Petersen und den vorsitzenden Regel-Experten, bevor er Frankfurt in Richtung Saarland verließ. Wagner erklärte, dass sich die Anhörung streng darauf konzentriert habe, festzustellen, ob ein Wahrnehmungsfehler während des Mönchengladbach-Spiels vorlag, und lobte den Schiedsrichter für seine persönliche Integrität. Auch Bayern Münchens Cheftrainer Vincent Kompany begrüßte das Ergebnis, nachdem er den Platzverweis zuvor gemeinsam mit mehreren Offiziellen, die sich für eine Aufhebung der Sperre ausgesprochen hatten, als Fehlentscheidung eingestuft hatte. Kompany betonte, dass die Anwesenheit seines Trainerkollegen an der Seitenlinie die richtigen sportlichen Rahmenbedingungen für das Sonntagsspiel gewährleiste.
Wenn man über Fairplay spricht, dann war das ein Beispiel dafür.
Tabellenkontext und Bayern-Vorbereitung
Die rechtliche Klärung ermöglicht es Wagner, Elversberg am Sonntag um 17:30 Uhr von der Coaching-Zone aus zu coachen, wenn die Mannschaft den amtierenden Bundesliga-Meister empfängt. Der Verein aus der 10.000-Einwohner-Gemeinde im Saarland ging nach aufeinanderfolgenden Siegen gegen Bayer Leverkusen und Borussia Mönchengladbach als Tabellenführer vor Bayern in das Wochenende. Bayern verlor zuletzt Punkte in der Liga, als sie bei Schalke 0:0 unentschieden spielten. Kompany wies Spekulationen zurück, dass Bayern seine Startelf rotieren oder Schlüsselspieler gegen den Aufsteiger schonen würde. Der belgische Trainer bekräftigte, dass seine Mannschaft den Besuch mit der gleichen Motivation wie ein Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund angeht.
Jede Saison bringt neue Herausforderungen. Das ist ein Teil dessen, was ich am Fußball eigentlich liebe.
Kader-Update und Bayern-Reisepläne
Die Partie ist der erste offizielle Spielbesuch des FC Bayern München in Elversberg. Kompany deutete an, dass Bayern nahezu den gesamten Kader zur Auswahl hat, und lobte Elversberg als Gegner mit einer klaren und eigenständigen Spielidentität. Stürmer Serge Gnabry nähert sich nach mehr als vier Monaten Pause aufgrund einer schweren Oberschenkelverletzung der Rückkehr in den Spieltagskader. Kompany erklärte, dass der Trainerstab entscheiden werde, ob Gnabry für das Spiel am Sonntag in Elversberg wieder zum Kader stößt oder seine Rückkehr auf das Heimspiel am Freitag gegen Union Berlin verschiebt.


