
Joshua Kimmich geschont – Deutschland rotiert für Nations-League-Spiel in Griechenland
Bundestrainer Jürgen Klopp wird Kapitän Joshua Kimmich für die anstehenden Nations-League-Partien gegen Serbien und Griechenland aus dem Kader lassen – Teil einer geplanten Rotation vor der Qualifikation zur EM 2028.
Kaderrotation und Kimmichs Fehlen
DFB-Kapitän Joshua Kimmich wird die anstehenden Partien der UEFA Nations League der Liga A gegen Serbien und Griechenland verpassen. Der 31-jährige Mittelfeldspieler des FC Bayern München wurde nicht wegen einer körperlichen Verletzung, sondern zur Belastungssteuerung vollständig aus dem Spieltagskader gestrichen. Bundestrainer Jürgen Klopp hatte den Verzicht im Rahmen eines vorab geplanten Rotationssystems angeordnet, das einer Erschöpfung der Spieler durch die Dauerbelastung aus Vereins- und Länderspielen vorbeugen soll. Die Entscheidung lässt Deutschland beim Besuch des Toumba-Stadions in Thessaloniki am Sonntag, 4. Oktober 2026, ohne seinen regulären Kapitän auf dem Platz. Der Trainerstab bestätigte, dass Kimmich in keiner der beiden verbleibenden Partien des aktuellen Länderspielfensters zum Einsatz kommen wird.
Umbruch im deutschen Kader unter Klopp
Klopp hatte für dieses Länderspielfenster einen umfangreichen Auswahlprozess eingeleitet und insgesamt 44 Spieler in den erweiterten Kreis berufen. Für die anstehenden Partien gegen Serbien und Griechenland reduzierte der deutsche Trainerstab die aktive Auswahl auf einen 25-Mann-Kader. Nur sechs Spieler aus der ersten Gruppe des Trainingslagers bleiben auswahlfähig: Finn Dahmen, Nico Schlotterbeck, Philipp Treu, Yannik Engelhardt, Mabassé Konté und Serge Gnabry. Die übrigen Positionen wurden mit neuen Kräften besetzt, darunter neun Spieler, die noch kein Länderspiel für die A-Nationalmannschaft bestritten haben. Dieser umfangreiche Wechsel ist Teil von Klopps übergreifendem Evaluierungsplan, mit dem die Kadertiefe bewertet und neue Talente vor dem Qualifikationszyklus zur EM 2028 getestet werden sollen.
- Gesamter berufener Spielerkreis
- 44 Spieler
- Kader für die Spiele gegen Serbien und Griechenland
- 25 Spieler
- Debütanten im Reisekader
- 9 Spieler
- Aus der ersten Gruppe verbliebene Spieler
- 6 Spieler
Führungsauswahl und Kandidaten für die Binde
Der Verzicht auf Kimmich stellt den deutschen Trainerstab angesichts der relativen Unerfahrenheit des Reisekaders vor ein Kapitänsdilemma. Klopp hatte in der vergangenen Woche eingeräumt, dass er sich nach Kimmichs geplantem Abschied nach den ersten beiden Partien noch nicht auf einen festen Kapitän festgelegt habe. Die endgültige Entscheidung über die Binde sollte auf der Pressekonferenz vor dem Spiel um 18:00 Uhr in der Allianz Arena in München bekannt gegeben werden. Angreifer Serge Gnabry gilt als erster Kandidat, das Team auf dem Platz zu führen; er kommt auf 61 Länderspiele für Deutschland. Neben Gnabry und Verteidiger Nico Schlotterbeck hat der Trainerstab unter den 25 für die Reise nominierten Spielern nur begrenzte Routiniers zur Auswahl.
Vorbereitungen Griechenlands und der Niederlande in Toumba
Griechenland bereitet sich darauf vor, zwei aufeinanderfolgende Partien der Nations-League-Gruppe A im Toumba-Stadion auszurichten, mit der Chance, den ersten Platz in der Gruppenwertung zu sichern und in die nächste Turnierphase einzuziehen. Die von Ivan Jovanović betreute griechische Mannschaft eröffnet das Heimfenster am Donnerstag, 1. Oktober 2026, gegen die Niederlande, ehe sie am Sonntag, 4. Oktober 2026, um 21:45 Uhr Deutschland empfängt. Griechenland hatte Deutschland im Turnierverlauf bereits einmal besiegt – ein Ergebnis, das im deutschen Lager taktische Analysen auslöste. Die niederländische Nationalmannschaft reist unterdessen mit eigenen Kaderunsicherheiten nach Thessaloniki; Verteidiger Jan Paul van Hecke gilt für die erste Partie des Doppelspieltags als fraglich.
- Griechenland empfängt die Niederlande im Toumba-Stadion
- Griechenland empfängt Deutschland im Toumba-Stadion


