
Deutschland besiegt Argentinien 2:1 und erreicht Finale der Hockey-Weltmeisterschaft 2026 gegen Spanien
Paul-Philipp Kaufmann erzielte in der 54. Minute den Siegtreffer in Wavre, schickte den Titelverteidiger Deutschland gegen Argentinien ins Finale am Sonntag gegen Spanien.
Torlose erste Halbzeit in Wavre
Deutschland sicherte sich am Freitagabend mit einem 2:1-Sieg gegen Argentinien in Wavre, Belgien, den Einzug ins Finale der Herren-Hockey-Weltmeisterschaft 2026. Der Titelverteidiger und amtierende Europameister traf im Halbfinale auf eine hoch pressende argentinische Mannschaft, die in der Anfangsphase das Mittelfeld umkämpfte. Deutschland hatte in der sechsten Minute die erste Torchance, als Kapitän Tom Grambusch einen langen Pass auf Michel Struthoff spielte, der die Partie begann. Struthoff konnte die Gelegenheit aus spitzem Winkel nicht nutzen. Grambusch stabilisierte in der ersten Hälfte die deutsche Abwehr und fing mehrere tiefe Vorwärtspässe der Südamerikaner ab. Deutschland kontrollierte in den ersten beiden Vierteln knapp 60 % Ballbesitz, aber Torchancen blieben selten. Christopher Rühr hatte in der 29. Minute einen weiteren Versuch, doch keine Mannschaft konnte vor der Pause treffen, sodass es zur Halbzeit torlos stand.
Druck in der zweiten Halbzeit und erster Treffer
Deutschland erhöhte den Offensivdruck direkt nach dem Wiederanpfiff im dritten Viertel. In der 32. Minute griff Stürmer Justus Weigand innerhalb des Schusskreises an, aber der argentinische Verteidiger Thomas Habif klärte den Ball auf der Torlinie. Eine Minute später nutzte Deutschland die Dynamik, als Moritz Ludwig einen Pass in den Kreis spielte und Weigand den Ball ins Netz abfälschte – sein viertes Turniertor. Die deutsche Mannschaft konnte zwei weitere Torchancen nicht nutzen, um die Führung auf zwei Tore auszubauen. Argentinien antwortete in der 46. Minute zu Beginn des vierten Viertels mit der ersten Strafecke des Spiels. Spezialist Tomas Domene verwandelte die Standardsituation und glich zum 1:1 aus.
- Michel Struthoff vergibt aus spitzem Winkel nach einem Pass von Tom Grambusch.
- Christopher Rühr hat die letzte Torchance Deutschlands in der torlosen ersten Halbzeit.
- Thomas Habif klärt einen Schuss von Justus Weigand aus kurzer Distanz auf der argentinischen Torlinie.
- Justus Weigand verwandelt einen Pass von Moritz Ludwig zur 1:0-Führung für Deutschland.
- Tomas Domene trifft per Strafecke zum 1:1-Ausgleich für Argentinien.
- Paul-Philipp Kaufmann erzielt nach Videobeweis das Siegtor für Deutschland.
- Argentinien nimmt seinen Torhüter vom Feld und bringt einen zusätzlichen Feldspieler.
Entscheidender Treffer und Abwehrschlacht in der Schlussphase
Das Spiel wurde in den letzten zehn Minuten intensiver, was kurze verbale Auseinandersetzungen zwischen Spielern beider Teams mit sich brachte. Verteidiger Moritz Ludwig hatte vor dem Spiel bei MagentaSport ein „sehr enges Match“ vorhergesagt, was den ausgeglichenen Spielverlauf widerspiegelte. Deutschland ging in der 54. Minute wieder in Führung, als sie mit einem Spieler mehr auf dem Feld standen. Ludwig leitete den entscheidenden Angriff mit einer Flanke ein, die Weigand weiterleitete, bevor Paul-Philipp Kaufmann aus kurzer Distanz abschloss. Die Schiedsrichter bestätigten das Tor nach einer Überprüfung durch den Video-Assistenten. Argentinien wechselte drei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit den Torhüter gegen einen zusätzlichen Feldspieler aus. Deutschland verteidigte den Kreis gegen wiederholte späte Hereingaben und bewahrte das 2:1 bis zum Schlusspfiff.
Endspiel gegen Spanien
Mit diesem Ergebnis bestreitet Deutschland zum sechsten Mal ein Finale der Herren-Weltmeisterschaft. Das Team unter Cheftrainer André Henning will den 2023 gewonnenen Weltmeistertitel verteidigen. Deutschland trifft am Sonntag um 16:30 Uhr im Finale auf Spanien. Spanien hatte sich zuvor am Freitag in Amsterdam mit einem 4:3-Sieg gegen Olympiasieger und Co-Gastgeber Niederlande für das Meisterschaftsspiel qualifiziert. Spanien ging mit einer 1:0-Führung in die Pause und hielt die Niederländer auf Distanz, um das erste WM-Finale seit 1998 zu erreichen. Das Endspiel zwischen Deutschland und Spanien wird auf Magenta übertragen.


