
Alexander Zverev führt Deutschland mit 3:1 gegen Kroatien in die Davis-Cup-Finale
Alexander Zverev gewann in Halle beide seine Einzelpartien und sicherte Deutschland einen 3:1-Sieg gegen Kroatien sowie einen Platz in den Davis-Cup-Finals in Bologna.
Entscheidendes Einzel in Halle
Deutschland sicherte sich die Qualifikation für die Davis-Cup-Finals in Bologna, nachdem es Kroatien im Qualifikationsspiel in der Heristo-Arena in Halle (Westfalen) mit 3:1 besiegt hatte. Eine Woche nachdem er Ben Shelton besiegt und die US Open in New York gewonnen hatte, kehrte die Nummer zwei der Welt, Alexander Zverev, auf den Platz zurück, um das Team des Deutschen Tennis Bundes (DTB) anzuführen. Am Sonntag traf der 29-jährige Deutsche im zweiten Reverse-Single auf den kroatischen Spitzenspieler Dino Prizmic und erarbeitete sich ein frühes Break zum 2:1 im ersten Satz. Zverev kontrollierte die Grundlinienduelle mit Passierbällen und starken Vorhänden, was Standing Ovations des Heimpublikums auslöste, bevor er den Wettkampf mit 6:2, 6:4 abschloss. Der Sieg brachte Deutschland eine uneinholbare 3:1-Führung und ebnete dem Team den Weg in die K.o.-Phase des Wettbewerbs zum dritten Mal in Folge. Nach dem Matchball feierte Zverev auf dem Court im Kreise seiner Familie, darunter seine Tochter Mayla und seine Partnerin Sophia Thomalla.
Ich bin einfach glücklich, hier für Deutschland zu spielen.
Entscheidender Doppelerfolg am Sonntag
Die Grundlage für Deutschlands Aufstieg wurde bereits am Sonntag durch das Doppel Kevin Krawietz und Tim Pütz gelegt. Das deutsche Duo traf auf Nikola Mektic und Mate Pavic, die bei den Olympischen Spielen in Tokio gemeinsam die Goldmedaille gewonnen hatten. Krawietz und Pütz gelang ein spätes Break im ersten Satz zum 7:5, bevor sie den zweiten Satz mit 6:2 dominierten und Deutschland eine 2:1-Gesamtführung bescherten. Der Sieg brachte Deutschland bis auf einen Punkt an die Qualifikation heran und verhinderte, dass Kroatien nach einem ausgeglichenen Eröffnungstag in Führung ging.
- Alexander Zverev besiegt Matej Dodig 6:4, 7:6 (7:3) und bringt Deutschland mit 1:0 in Führung.
- Dino Prizmic besiegt Daniel Altmaier 6:4, 6:3 und gleicht zum 1:1 aus.
- Kevin Krawietz und Tim Pütz besiegen Nikola Mektic und Mate Pavic 7:5, 6:2 und bringen Deutschland mit 2:1 in Führung.
- Alexander Zverev besiegt Dino Prizmic 6:2, 6:4 und besiegelt den 3:1-Sieg Deutschlands.
Geteilter Eröffnungstag und kroatischer Widerstand
Die Begegnung begann am Samstag damit, dass die beiden Nationen die ersten Einzelpartien teilten. Zverev bescherte Deutschland eine 1:0-Führung, indem er Matej Dodig mit 6:4, 7:6 (7:3) besiegte und dabei Anzeichen von Müdigkeit aufgrund seiner Turnierreise in Nordamerika überwand. Kroatien konterte im zweiten Einzel, als Prizmic, die Nummer 101 der Welt, Daniel Altmaier glatt mit 6:4, 6:3 bezwang. Prizmic hatte zuvor in der Saison bei Masters-Turnieren Siege über Novak Djokovic und Ben Shelton erzielt, und sein Sieg über Altmaier brachte die Mannschaft von Kapitän Ivan Dodig zum 1:1-Ausgleich zur Halbzeit. Am Sonntag im Match gegen Zverev fiel es Prizmic jedoch schwer, diese defensive Widerstandsfähigkeit aufrechtzuerhalten, und er zeigte mehrfach Frustration gegenüber der kroatischen Teambank.
Jagd nach dem Teamtitel in Bologna
Der Sieg Deutschlands verschafft dem Team einen Platz in den Davis-Cup-Finals in Bologna, Italien, wo vom 24. bis 29. November 2026 die besten acht Nationen gegeneinander antreten. Die deutsche Mannschaft erreichte in der vorherigen Ausgabe das Halbfinale, bevor sie von Spanien ausgeschaltet wurde. Nachdem er in dieser Saison sowohl Roland Garros in Paris als auch die US Open in New York gewonnen hatte, nahm Zverev die Nominierung für Halle gegen den Rat seines Managementteams an, um seine Spielpraxis zu erhalten und die Weltranglistenführung zu verfolgen – ein Meilenstein, den zuletzt Boris Becker als deutscher Spieler 1991 erreicht hatte. Das deutsche Team strebt seinen ersten Davis-Cup-Titel seit 33 Jahren an, nach dem Sieg unter der Führung von Michael Stich, um die Position Deutschlands hinter den Vereinigten Staaten und Italien in der ewigen Rangliste des Wettbewerbs zu verbessern.
Wir als deutsches Team werden irgendwann älter. Ich glaube, dass wir dieses Jahr und vielleicht auch die nächsten zwei oder drei Jahre die Chance haben. Und ich möchte jede Chance nutzen, den Davis Cup zu gewinnen.


