
Deutschland stellt mit 41,5 °C neuen Hitzerekord auf – am Sonntag weitere Hitze und schwere Gewitter erwartet
Am Samstag wurde der nationale Temperaturrekord in Deutschland vorläufig zum zweiten Mal in Folge gebrochen: In Sachsen-Anhalt wurden 41,5 °C gemessen. Für Sonntag werden schwere Gewitter im ganzen Land vorhergesagt.
Rekordtemperaturen
Am Freitag verzeichnete der Deutsche Wetterdienst (DWD) 41,3 °C in Saarbrücken-Burbach – ein neuer nationaler Rekord. Dieser Bestand hielt nur etwas mehr als 24 Stunden. Am Samstag um 16:20 Uhr stieg der vorläufige Höchstwert in Möckern-Drewitz (Sachsen-Anhalt) auf 41,5 °C. Der bisherige Allzeitrekord von 41,2 °C wurde am 25. Juli 2019 in Tönisvorst und Duisburg-Baerl (Nordrhein-Westfalen) aufgestellt. Bundesweit überschritten 46 Stationen die 40,0 °C-Marke, 250 Stationen meldeten ihre höchsten jemals gemessenen Werte und 211 Stationen brachen Juni-Rekorde, so der DWD.
- Temperaturrekord von 41,3 °C in Saarbrücken-Burbach aufgestellt
- Vorläufiger Rekord von 41,5 °C in Möckern-Drewitz, Sachsen-Anhalt, gemessen
- DWD prognostiziert bis zu 42 °C in der Lausitz, mit schweren Gewittern
- Kühlere Luft trifft ein; Temperaturen sinken auf saisonal übliche Werte
Schwere Gewitterwarnungen
Die Hitze hält bis Sonntag an: Der DWD prognostiziert 39 bis 41 °C im Osten und Südosten sowie bis zu 42 °C in der Lausitz. In den übrigen Regionen werden 32 bis 38 °C erwartet. Die Kombination aus extremer Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit birgt ein hohes Risiko für schwere Gewitter. Es sind Starkregen von bis zu 50 Litern pro Quadratmeter, großer Hagel und Böen mit Geschwindigkeiten von bis zu 120 km/h möglich, insbesondere von Sonntagnachmittag bis in die Montagnacht.
Tropennächte und warme Ostsee
Viele Gebiete erlebten Tropennächte, in denen die Tiefsttemperaturen über 20 °C blieben. Die Oberflächentemperatur der Ostsee hat 20 °C erreicht – weit über dem Juni-Durchschnitt von 12,6 °C im Zeitraum 1991–2020.
Die Oberflächentemperatur der Ostsee hat nun 20 Grad erreicht.
- Juni 2026 (beobachtet)
- 20 °C
- Durchschnitt 1991–2020
- 12.6 °C
Waldbrandgefahr und Tierschutz
Die Waldbrandgefahr bleibt hoch. In Teilen Niedersachsens galt am Samstag die Warnstufe 4 (hohe Gefahr), und für Sonntag wird in Lüchow-Dannenberg die Stufe 5 (sehr hohe Gefahr) erwartet. Der Tierschutzverein Schleswig-Holstein riet Hundebesitzern, ihre Tiere nur in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden auszuführen, da aufgeheizter Asphalt und starkes Hecheln das Herz-Kreislauf-System der Hunde belasten können.
Ausblick und Klimakontext
Ab Montag sinken die Temperaturen spürbar, mit Höchstwerten um 29 °C im Norden und Regen oder Gewittern in einigen Gebieten. Der DWD weist darauf hin, dass extreme Wetterereignisse wie dieses aufgrund der Klimakrise in Deutschland häufiger geworden sind, wobei die durchschnittliche Anzahl der Tage über 30 °C stetig zunimmt.


