
51 Prozent der Deutschen lehnen Kürzungen der Wärmepumpenförderung durch schwarz-rote Koalition ab, zeigt Civey-Umfrage
Eine repräsentative Umfrage zeigt, dass 51 Prozent der Deutschen die geplanten Kürzungen der Zuschüsse für Wärmepumpen ablehnen – SPD-Wähler sind besonders kritisch gegenüber der schwarz-roten Koalition.
Stimmung in der Bevölkerung kippt gegen Subventionsreform
Eine repräsentative Umfrage von Civey im Auftrag der Klimaschutzorganisation GermanZero zeigt eine breite Ablehnung der Bevölkerung gegenüber den Plänen der schwarz-roten Koalition, die Subventionen für Wärmepumpen und andere klimafreundliche Heizsysteme zu kürzen. Die Umfrage, für die zwischen dem 8. und 9. Juli 2.500 Personen befragt wurden, ergibt, dass 51 Prozent der Befragten die geplanten Kürzungen negativ sehen. Bei einer genaueren Betrachtung der Intensität dieser Stimmung zeigt sich, dass 38 Prozent der Gesamtstichprobe ihre Meinung als sehr negativ beschreiben.
- Insgesamt negative Meinung
- 51 %
- Sehr negative Meinung
- 38 %
Parteilinien beim Klimaausgaben
Die Haltungen unterscheiden sich stark nach Parteipräferenz. Unter den Anhängern der regierenden SPD ist die Ablehnung besonders ausgeprägt: 58 Prozent lehnen den Subventionsabbau ab, während nur 28 Prozent eine positive Meinung äußern. Im Lager der CDU/CSU ist das Bild uneinheitlicher. Laut den Civey-Daten sehen 42 Prozent der bürgerlichen Wähler die Pläne positiv, aber 34 Prozent lehnen sie ab, ein beträchtlicher Teil ist unentschlossen.
- SPD-Anhänger dagegen
- 58 %
- CDU/CSU-Anhänger dagegen
- 34 %
Der schrumpfende Anreiz für grünes Heizen
Derzeit können Haushalte, die von fossilen Brennstoffen auf Wärmepumpen umsteigen, eine Förderung von bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten in Anspruch nehmen. Die maximale Investitionsförderung ist auf 21.000 Euro gedeckelt. Diese Anreize, die im bestehenden staatlichen Förderrahmen für die Wärmewende verankert sind, sollen nicht über Nacht verschwinden, sondern schrittweise abgebaut werden. Die Regierung beabsichtigt, das maximale Förderniveau bis zum Ende des Jahrzehnts um mehrere tausend Euro zu senken – ein Weg, den Berlin mit der angespannten Haushaltslage und der Notwendigkeit zur Haushaltskonsolidierung begründet.
- Maximale Förderung von bis zu 70 % (bis zu 21.000 €)
- Förderung wird schrittweise um mehrere tausend Euro reduziert
Begründung und nächste Schritte
Beamte stellen die geplante Senkung als pragmatische Reaktion auf die angespannte Haushaltslage dar. Die geplante Absenkung bedeutet, dass Hauseigentümer, die Ende der 2020er Jahre einen Heizungstausch planen, deutlich weniger staatliche Unterstützung erhalten werden als frühe Umsteiger. Die Civey-Umfrage bringt eine neue politische Dimension in die Debatte, während die Koalition zwischen ihren Klimazielen und Ausgabenbeschränkungen navigiert – eine entscheidende Gruppe ihrer eigenen Wähler signalisiert tiefe Unruhe über die eingeschlagene Richtung.


