
Frankreichs Trainer Didier Deschamps reist zur Beerdigung seiner Mutter ab und verpasst WM-Spiel gegen Norwegen
Frankreichs Trainer Didier Deschamps reist zur Beerdigung seiner Mutter ab und verpasst damit das WM-Gruppenfinale am Freitag gegen Norwegen. Assistent Guy Stéphan übernimmt vorübergehend die Leitung.
Persönlicher Verlust und sofortige Abreise
Der Tod von Deschamps' Mutter wurde der französischen Mannschaft am Dienstagmorgen bekannt gegeben, bestätigte der französische Fußballverband. Der 57-jährige Deschamps kehrt nach Frankreich zurück, um an ihrer Beerdigung teilzunehmen, und verlässt das Teamquartier in den Vereinigten Staaten. Er wird die Trainingseinheiten vor dem Norwegen-Spiel nicht leiten und am Freitag beim letzten Gruppenspiel der Gruppe I in Foxborough, Massachusetts, nicht auf der Bank sitzen.
Vorübergehende Führung der Mannschaft
Assistenztrainer Guy Stéphan wurde damit betraut, die Mannschaft bis zu Deschamps' Rückkehr zu führen. Die Entscheidung wurde in Absprache mit FFF-Präsident Philippe Diallo getroffen, der sich derzeit im französischen Trainingslager befindet. Der Verband drückte in seiner Erklärung seine Solidarität mit dem Trainer aus.
In dieser unglaublich schwierigen Zeit wünschen wir dem Cheftrainer viel Kraft und versichern ihm unsere volle Unterstützung.
Spielkontext und Turnierstand
Frankreich hat sich bereits für die K.o.-Runde qualifiziert, nachdem es seine ersten beiden Spiele mit 3:1 gegen den Senegal und 3:0 gegen den Irak gewonnen hat. Auch Norwegen hat beide Spiele für sich entschieden, sodass beide Mannschaften mit sechs Punkten punktgleich an der Spitze der Gruppe I stehen. Die Partie am Freitag wird entscheiden, wer den ersten Platz in der Gruppe belegt.
Deschamps' Vermächtnis bei Les Bleus
Deschamps hatte zuvor angekündigt, dass er nach dem Turnier als französischer Trainer zurücktreten wird, womit eine 14-jährige Amtszeit endet. Er führte die Mannschaft 2018 zum WM-Titel und 2022 zu einer Finalniederlage im Elfmeterschießen gegen Argentinien. Als Spieler führte er Frankreich 1998 zum ersten WM-Titel und beendete seine Karriere mit damals rekordverdächtigen 103 Länderspielen.


