Kurz gefasst
- 25.12.„Cats“ kommt in die Kinos
- Ein Jahr nach KinostartDench sagt in einem Interview, sie habe es abgelehnt, den Film anzusehen
- 2021Lloyd Webber nennt den Film völlig daneben, ohne jedes Maß
Ein Urteil in den Memoiren
Dame Judi Dench, 91, hat die Verfilmung des Musicals „Cats“ von Andrew Lloyd Webber aus dem Jahr 2019 als Verschwendung von Talent bezeichnet. Die Äußerungen stehen in ihren kommenden Memoiren „Is It Too Late to Make a Run for It?“, die sie gemeinsam mit dem Schauspieler Brendan O'Hea verfasst hat. Auszüge, die The Guardian am 20. Oktober 2026 veröffentlichte, zeigen, dass sie schreibt, Lloyd Webber, 78, habe lange auf eine Leinwandversion gewartet, und der Film habe das Wohlwollen und das Talent dahinter verspielt. Die Artikel nennen kein Erscheinungsdatum für das vollständige Buch, das sie lediglich als „demnächst erscheinend“ bezeichnen.
Der Film und seine Rezeption
Der Film unter der Regie von Tom Hooper kam am 25. Dezember 2019 in die Kinos, wurde von der Kritik verrissen und gewann nach Angaben des Tagesspiegels sechs Goldene Himbeeren. Eine Szene wurde berüchtigt, weil sie Denchs menschliche Hand samt Ehering zeigte, wo eine Katzenpfote hätte sein sollen. Hooper, der für „The King's Speech“ einen Oscar gewann, hat nach „Cats“ keinen weiteren Film gedreht, heißt es in den Guardian-Auszügen. Die folgende Zeitleiste zeichnet den Kinostart und die öffentlichen Urteile nach.
Dench am Set
Dench schreibt, sie habe sich in der Rolle der Old Deuteronomy von Anfang an unwohl gefühlt. Sie sagt, sie habe die Endfassung nie gesehen und könne den fertigen Film deshalb nicht beurteilen, auch wenn sie klarstellt, dass die Beteiligten es gut gemeint hätten.
„Ich habe verstanden, dass die Kritiker dem Film ziemlich feindselig gegenüberstanden. Ich habe die Endfassung nie gesehen, deshalb kann ich kein Urteil abgeben.“
Sie ergänzt, niemand mache sich auf, einen schlechten Film zu drehen, und das Timing, die Besetzung und die einzelnen Elemente des Projekts hätten nicht zusammengefunden. Ihre Schilderung enthält auch heitere Momente. Sie traf Taylor Swift am Set, und am letzten Drehtag erhielt sie nach Angaben von Spiegel Online 50 goldbesprühte Rosen von ihrem Kollegen Jason Derulo.
„Bei den Dreharbeiten zu „Cats“ gab es keine Bösewichte.“
Lloyd Webbers Reaktion
Lloyd Webber, 78, hat sich öffentlich deutlich kritischer über den Film geäußert. 2021 nannte er ihn „völlig daneben, ohne jedes Maß“ und sagte, die Erfahrung habe ihn emotional so mitgenommen, dass er sich einen Hund gekauft habe, um sich zu erholen. Er hat zudem erklärt, Hooper habe die Menschen hinter der ursprünglichen West-End-Produktion nicht konsultiert, und das Ganze sei lächerlich gewesen. Seinen Havaneser-Welpen bezeichnete er als das einzig Gute, das aus dem Projekt hervorgegangen sei.
Wie es weitergeht
Die Memoiren sind noch nicht erschienen, daher ist Denchs Darstellung des Films bislang nur über die Auszüge zugänglich. Neu ist ihre eigene Beschreibung der Dreharbeiten, einschließlich ihres Unbehagens in der Rolle. Ihre Äußerungen wiederholen das Urteil, das Kritiker und Preisjury nach dem Kinostart 2019 fällten, stammen aber von jemandem, der selbst auf der Besetzungsliste stand.