
RB Leipzig ernennt Ex-Bayern- und Argentinien-Verteidiger Martín Demichelis zum Cheftrainer nach Entlassung von Ole Werner
Der ehemalige argentinische Verteidiger Martín Demichelis wurde mit einem Zweijahresvertrag zum Cheftrainer von RB Leipzig ernannt. Er ersetzt Ole Werner, der trotz der Qualifikation für die Champions League letzte Woche entlassen wurde.
Die Ernennung
RB Leipzig bestätigte am Montag die Verpflichtung von Martín Demichelis (45) als neuen Cheftrainer. Der ehemalige argentinische Nationalspieler kommt vom spanischen Klub RCD Mallorca, den er seit Februar trainierte. Leipzig aktivierte eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag, die Berichten zufolge bei rund 2,5 Millionen Euro liegt. Demichelis unterschrieb einen Vertrag bis Juni 2028 und kehrt damit schnell nach Deutschland zurück – der Ex-Bayern-Verteidiger absolvierte 259 Pflichtspiele für den Verein.
Martin verbindet eine klare Fußballphilosophie mit Intensität und herausragender Fachkenntnis. Wir sind überzeugt, dass er der Mannschaft neuen Schwung verleihen und eine Schlüsselrolle für den weiteren Erfolg und die Entwicklung des Vereins spielen wird.
Werners abruptes Aus
Ole Werner wurde am Mittwoch entlassen, nur wenige Tage nach dem Ende der Bundesliga-Saison. Obwohl er Leipzig zu einem dritten Platz (einige Quellen sagen vierter) und zur Champions-League-Qualifikation führte, führten interne Differenzen zu dieser Entscheidung. Der 38-jährige Werner hatte nach den Verkäufen von Xavi Simons, Benjamin Sesko und Lois Openda einen Kaderumbau überwacht und Talente wie Christoph Baumgartner, Antonio Nusa und Yan Diomande gefördert – letzterer ist nun ein Ziel des FC Liverpool.
Die überraschende Entlassung wurde Berichten zufolge von Red Bulls Fußballchef Jürgen Klopp und Aufsichtsratsvorsitzendem Oliver Mintzlaff unterstützt, die nach nur einem Jahr einen Wechsel für notwendig hielten.
Demichelis' Trainerstationen
Demichelis begann seine Trainerkarriere als Assistent bei Málaga, arbeitete dann mit den Jugendmannschaften und der zweiten Mannschaft des FC Bayern München in der Regionalliga. Seine erste Cheftrainerrolle übernahm er 2022 bei seinem Jugendverein River Plate, wo er in seiner Debütsaison das Double aus Meisterschaft und Pokal gewann. Nach einer Station bei Monterrey in Mexiko übernahm er im Februar 2026 den Job bei Mallorca, konnte den Abstieg aus der La Liga jedoch nicht verhindern. Trotzdem verlängerte er Ende Mai seinen Vertrag bei Mallorca, bevor Leipzig zuschlug.
- Als Cheftrainer von River Plate ernannt, gewinnt in der Debütsaison das Double aus Meisterschaft und Pokal
- Übernimmt das Amt bei Monterrey in Mexiko
- Als Cheftrainer von Mallorca ernannt
- Als Cheftrainer von RB Leipzig mit Zweijahresvertrag ernannt
Demichelis im Aufbruch
„Ich habe andere wichtige Angebote erhalten, die ich abzulehnen beschloss, aber es ergab sich die Möglichkeit, eine neue berufliche Herausforderung anzunehmen, die mit einem sehr wichtigen Kapitel meiner Karriere und meines Lebens verbunden ist“, sagte Demichelis über soziale Medien und dankte Mallorca für ihren Respekt und ihre Zuneigung.
In Leipzig zeigte er sich ähnlich optimistisch: „Das ist genau die Art von Herausforderung, nach der ich gesucht habe. Ich habe enormen Respekt vor der Arbeit, die hier geleistet wurde. Ich möchte auf diesen Grundlagen aufbauen und gemeinsam mit der Mannschaft die nächsten Schritte gehen.“
Ich möchte eine Mannschaft formen, die mutigen, intensiven und aufregenden Fußball spielt, Verantwortung auf dem Platz übernimmt und die Menschen in Leipzig mit ihrer Leidenschaft begeistert.
Hohe Erwartungen und Skepsis
Demichelis übernimmt eine Mannschaft, die nach dem Verkauf ihrer Top-Torschützen über sich hinausgewachsen ist. Obwohl seine Kenntnisse der deutschen Sprache und der Bundesliga-Umgebung ein Plus sind, stößt die Ernennung aufgrund seiner begrenzten Erfahrung im europäischen Spitzenfußball auf Skepsis. Die New York Times merkte an, dass Werners Erfolg bei der Spielerentwicklung weitere Fragen zu seinem Abgang aufwirft, und Demichelis steht vor der Aufgabe, den Champions-League-Schwung mit einem Kader aufrechtzuerhalten, der erneut vom Transfermarkt herausgefordert wird.


