
DEDDIE-Netzmanager unter Auflagen freigelassen nach Waldbrand in Rethymno, bei dem zwei Feuerwehrleute starben
Der Netzbetriebsleiter des griechischen Stromverteilers erschien am Samstag vor einem Ermittlungsrichter, angeklagt wegen Brandstiftung durch Unterlassen im Zusammenhang mit dem Brand in Krya Vrysi, der zwei Menschenleben forderte.
Die Anklage
Am Samstag, dem 1. August 2026, erschien der Netzbetriebsleiter von DEDDIE für Rethymno, ein Elektroingenieur, vor einem Ermittlungsrichter. Ihm wird ein schweres Vergehen der Brandstiftung mit Eventualvorsatz durch Unterlassen vorgeworfen – konkret die Unterlassung einer Handlung, zu der er als zur Gefahrenabwehr verpflichtete Person verpflichtet war – im Zusammenhang mit dem Waldbrand, der durch Krya Vrysi im Süden Rethymnos fegte. Bei dem Feuer kamen zwei Feuerwehrleute ums Leben, und es verbrannten Zehntausende Stremma Land. Der Angeklagte ist nicht der Leiter von DEDDIE in der Präfektur und bestreitet die Anschuldigung.
Freilassung mit Auflagen
Nach seiner Aussage ordneten der Ermittlungsrichter und der Staatsanwalt seine Freilassung mit einschränkenden Auflagen an: Ausreiseverbot aus Griechenland und Auflage, regelmäßig auf der örtlichen Polizeidienststelle zu erscheinen. Die Entscheidung fiel am Samstagnachmittag, noch am selben Tag, an dem er dem Gericht vorgeführt wurde. Er war zuvor aufgrund eines Berichts der Direktion zur Bekämpfung von Brandstiftungsdelikten festgenommen worden, den die Verteidigung als übereilt bezeichnet.
Verteidigung wehrt sich
Der Verteidiger Andreas Argyropoulos bezeichnete das Verfahren als "einen sehr schwierigen Prozess" und argumentierte, dass der Druck durch die Katastrophe und der Verlust von zwei Menschenleben zu übereilten Verfahrenshandlungen während der Voruntersuchung geführt hätten. Er erklärte, sein Mandant sei als für die Netzwartung Verantwortlicher dargestellt worden, "ohne es zu sein", und die Justizbehörden hätten diese Behauptungen geprüft. Argyropoulos sagte, der Angeklagte habe vollumfänglich kooperiert und detaillierte Erklärungen abgegeben, und nannte ihn "einen der wertvollsten Mitarbeiter des Netzes", der aktiv an der Fehlerbehebung und einem reibungslosen Betrieb beteiligt sei.
Es war ein sehr schwieriger Prozess. Der Druck durch die Ereignisse, die Zerstörung und der Verlust von zwei Menschenleben führten zu übereilten Verfahrenshandlungen während der Voruntersuchung.
Die Verteidigung kritisierte zudem die Erkenntnisse der Brandermittlungseinheit als übereilt und argumentierte, dass vor Erhebung der schweren Anklage eine Voruntersuchung hätte durchgeführt werden müssen. Sie warten auf ein entscheidendes Sachverständigengutachten von DEDDIE, das nach eigenen Angaben konkrete technische Beweise für die Brandentstehung liefern soll.
Reaktion von DEDDIE
Am Freitag, dem 31. Juli, veröffentlichte DEDDIE eine Stellungnahme, in der es sogenannte willkürliche öffentliche Verweise zurückwies, die ohne jeden Nachweis versuchen, die Schuld für Waldbrände dem Stromnetz zuzuschieben. Der Betreiber berief sich auf Daten des Unified Coordination Center for Operations and Crisis Management aus dem Jahr 2025, wonach nur 1 % der Vorfälle tatsächlich auf das Stromnetz zurückzuführen seien, verglichen mit 3 % in den Vereinigten Staaten. Die Stellungnahme besagt, dass eine solche Zielsetzung falsche Eindrücke erzeuge und manchmal vorübergehenden Zweckmäßigkeiten und eigennützigen Interessen diene, wobei lokale Verantwortlichkeiten vertuscht würden.
Es wiederholen sich willkürliche öffentliche Verweise, die versuchen, die Schuld für die Brände ohne Beweise dem Stromnetz zuzuschreiben. Die leichte Zielscheibe DEDDIE bei jedem Brandausbruch dient weder der Wahrheit noch dem Schutz der Bürger.
Das Unternehmen erklärte, seine Einsatzkräfte seien an allen Brandfronten präsent gewesen, um die Löschkräfte zu unterstützen und die Stromversorgung wiederherzustellen, und sagte zu, weiterhin uneingeschränkt mit den Behörden zusammenzuarbeiten.
Wie es weitergeht
Der Angeklagte bleibt unter den Auflagen, während die Ermittlungen fortgesetzt werden. Das erwartete Sachverständigengutachten von DEDDIE soll technische Einzelheiten zum Brandhergang klären. Der Fall hat die Aufmerksamkeit auf die rechtliche Behandlung von Infrastrukturbetreibern im waldbrandgefährdeten Griechenland gelenkt, wo der Netzbetreiber darauf beharrt, dass nur ein winziger Bruchteil der Brände mit dem Stromnetz zusammenhängt.
- Im Süden Rethymnos bricht ein Waldbrand aus, bei dem zwei Feuerwehrleute ums Leben kommen und Zehntausende Stremma Land verbrennen.
- Netzbetriebsleiter von DEDDIE nach Bericht der Direktion zur Bekämpfung von Brandstiftungsdelikten festgenommen.
- DEDDIE veröffentlicht Stellungnahme, in der es die Schuldzuweisung an das Stromnetz zurückweist und auf eine Zurechnungsrate von 1 % verweist.
- Angeklagter erscheint vor Ermittlungsrichter, wird mit einschränkenden Auflagen freigelassen.


