
Filmfestival Venedig zeigt restaurierten Thriller „Deadly Sweet“ aus dem Jahr 1967 als Vorabend-Hommage an Tinto Brass
Die restaurierte 4K-Fassung von Tinto Brass’ Pop-Thriller „Deadly Sweet“ aus dem Jahr 1967 mit Jean-Louis Trintignant und Ewa Aulin wird am 1. September als Vorabendveranstaltung der bevorstehenden Filmfestspiele von Venedig gezeigt, die vom 2. bis 12. September stattfinden.
Hommage an Tinto Brass
Die Filmfestspiele von Venedig zollen dem italienischen Regisseur Tinto Brass (93) Tribut mit einer Vorabendvorführung seines Pop-Thrillers „Deadly Sweet“ aus dem Jahr 1967 (italienischer Originaltitel: „Col cuore in gola“). Brass, eine nonkonformistische Figur des italienischen Kinos, hatte den Film 1967 außer Konkurrenz auf dem Festival präsentiert. Die restaurierte digitale 4K-Fassung wird nun das Programm „Venedig-Klassiker“ eröffnen.
Der restaurierte Film
„Deadly Sweet“ wurde in London gedreht und zeigt Jean-Louis Trintignant als Bernard, einen Mann, der Jane (Ewa Aulin) am Tatort eines Mordes begegnet und in eine Reihe von Tötungsdelikten verwickelt wird. Die Restaurierung wurde vom Centro Sperimentale di Cinematografia in Rom mit Unterstützung von Netflix durchgeführt, wobei Material des Rechteinhabers Compass Film verwendet wurde. Der Film enthält grafische Beiträge des Comiczeichners Guido Crepax, der Actionszenen als Storyboards illustrierte.
Festival-Details
Die Vorabendveranstaltung ist für den 1. September auf dem Lido geplant. Während die meisten italienischen Quellen von der 83. Ausgabe des Festivals sprechen, bezeichnet Variety sie als die 84. Die Diskrepanz könnte auf unterschiedliche historische Zählweisen zurückzuführen sein, da das erste Festival 1932 stattfand. Das vollständige Programm wird am 23. Juli bekannt gegeben.
- Bekanntgabe des Vorabendfilms und der Restaurierungsdetails
- Vorabendvorführung des restaurierten „Deadly Sweet“ auf dem Lido
- Offizieller Beginn der 83. Filmfestspiele von Venedig
Was der Regisseur sagte
Die Figur, die ich im Film präsentiere, ist ein Mann, der sich in ein Mädchen verliebt, selbst wenn er ihr vor einer Leiche begegnet. Er verzichtet auf jede Vorsicht, jede Zweckmäßigkeit und stürzt sich kopfüber in dieses Abenteuer, das ihn völlig kompromittiert. Der Film ist auch die Geschichte einer Desillusionierung, da die Figur sich die Frau als etwas vorstellt, was sie nicht ist.
Vermächtnis des Films
Der Film gehört zu Brass’ Londoner Schaffensperiode, zusammen mit „Attraction“ (1969) und „Dropout“ (1970), die alle mit Pop-Art- und Comic-Bezügen gefüllt sind. „Deadly Sweet“ wurde von Ermanno Donati und Luigi Carpentieri produziert, lose basierend auf dem Roman „Il sepolcro di carta“ von Sergio Donati. Das Drehbuch stammt von Brass, Francesco Longo und Pierre Lévy-Corti, die Musik von Armando Trovajoli und die Kamera von Silvano Ippoliti.


