Curro-Statue über Nacht von Sevilla-Bank gerissen; in Brunnen gefunden, Stadt verspricht Restaurierung
Einen Monat nach ihrer Aufstellung im Rahmen einer halben Million Euro teuren Neugestaltung wurde das geliebte Maskottchen der Expo 92 herausgerissen und mitgenommen; später in einem Cartuja-Brunnen entdeckt und wartet nun auf Reparatur.
Eine kurze Hommage an das Maskottchen der Expo 92
Die Statue, die Curro sitzend auf einer Steinbank zeigt, wurde am 11. Juni als krönender Abschluss eines umfassenden Neugestaltungsprojekts rund um die Barqueta-Brücke aufgestellt. Die Arbeiten umfassten 5.000 Quadratmeter öffentlichen Raum und kosteten 500.000 Euro. Sie brachten auch die Zierbrunnen aus der Expo-92-Ära zurück und restaurierten das Wandbild „Verbo América“ des chilenischen Bildhauers Roberto Matta. Die Stadtregierung hatte das Stück als „eine Geste an die historische und sentimentale Erinnerung“ beschrieben, mit dem Ziel, ein lange vernachlässigtes Gebiet wiederzubeleben.
Nächtlicher Vandalismus
Irgendwann zwischen Mitternacht am Samstag und der Morgendämmerung am Sonntag wurde die Statue von ihrer Halterung gerissen. Am frühen Morgen war die Bank leer, nur Schäden am Sockel bestätigten, dass sie herausgerissen worden war. Niemand hat sich zu der Tat bekannt, und die Polizei ermittelt.
Bergung aus einem Brunnen
Am Sonntagnachmittag bemerkte eine Gruppe von Passanten die fehlende Statue, die in einem der stillgelegten Brunnen im Cartuja-Gebiet lag, nur wenige Dutzend Meter von ihrem ursprünglichen Standort entfernt. Sie riefen die örtliche Polizei unter der Nummer 092 an, um den Fundort zu melden. Städtische Arbeiter trafen kurz darauf ein und brachten das beschädigte Stück in städtische Einrichtungen, wo es restauriert wird, bevor es schließlich auf seine Bank zurückkehrt.
- Statue an der Puerta de la Barqueta nach Neugestaltung von 5.000 Quadratmetern (Kosten 500.000 Euro) aufgestellt.
- Statue in der Nacht von Samstag auf Sonntag herausgerissen und entfernt.
- Statue von Passanten in einem Cartuja-Brunnen gefunden, die die 092 anriefen.
- Städtische Arbeiter bergen die Statue und bringen sie zur Restaurierung in städtische Einrichtungen.
Verurteilung und Anzeige
Bürgermeister José Luis Sanz verurteilte den Vandalismus umgehend in den sozialen Medien, bezeichnete ihn als „injustificable“ und betonte, dass solche Taten „keinen Platz in einer Stadt haben, die ein Vorbild für Zusammenleben ist.“ Die Stadt hat bei der Polizei offiziell Anzeige erstattet, um die Verantwortlichen zu ermitteln.
Wir erleiden erneut einen neuen und unerträglichen Akt des Vandalismus.
Eine fingierte Todesanzeige und kollektives Gedächtnis
Während der Suche im Gange war, hinterließ ein anonymer Bürger ein ausgedrucktes Blatt auf der leeren Bank, gestaltet wie eine Todesanzeige. Es zeigte ein Farbfoto der unbeschädigten Statue und den Text: „Denkmal für Curro. Geboren am 11. Juni. Gestorben in Sevilla am 12. Juli 2026 aufgrund von Unzivilisiertheit.“ Der Zettel beklagte zudem den Verlust anderer Expo-92-Wahrzeichen, die im Laufe der Jahre von der Cartuja-Insel verschwunden sind, und nannte die Nachbildungen der Ariane-4-Rakete und des Hispasat-Satelliten, die Einschienenbahn, die Seilbahn, das Palenque, die Guadalquivir-Gärten, den Amerikanischen Garten und das Auditorium Rocío Jurado.
Wie es weitergeht
Stadttechniker werden den Zustand der Statue begutachten und Reparaturen durchführen. Die Neugestaltung soll noch abgeschlossen werden, einschließlich der Wiederinbetriebnahme der Brunnen. Die Polizei hat Zeugenaussagen aufgenommen und prüft Kameramaterial, um die Vandalen zu identifizieren, während die Sevillaner darauf warten, dass Curro wieder an der Barqueta-Brücke sitzt.


